Archiv der Kategorie: Spiritualität

Notwendigkeit des Betens

Das Gebet vermag nicht nur unseren Verstand zu erhellen, sondern auch unseren Willen von allen Abhängigkeiten zu befreien, und hat auf unser Bewusstsein eine reinigende Wirkung.
Das Gebet – vorausgesetzt, wir üben es täglich – macht den Weg frei, sodass uns das göttliche Licht berühren und unsere Innerlichkeit die Wärme göttlicher Liebe spüren kann.

Das Gebet ist eine Segen bringende Quelle, die unser Leben zum Grünen, Blühen und Fruchten bringt, vorher aber den Boden von allem Unguten und von das Wachstum hindernden Dingen befreit.

Durch das innerliche Gebet bereiten wir uns, dass uns Gottes erleuchtende Gnade erreichen kann, indem wir unsere Seele unter den Einfluss der Wahrheit und der Liebe Gotte stellen. Durch diese Hingabe fällt alles ab, was Gott missfällt.

Es ist empfehlenswert, mit der Betrachtung zu beginnen – besonders mit der Betrachtung des Lebens und Leidens Jesu Christi.

Aus: Peter Dyckhoff: Wege der Freundschaft mit Gott, geistlich leben nach Franz von Sales, S. 89

Peter Dyckhoff stellt sein neues Buch zum Ruhegebet am Mittwoch, 4. Mai 2016, um 19 Uhr in der Dombuchhandlung am Stephansplatz vor.

Salesianisches finden Sie unter: www.franzvonsaleslexikon.de

Seid barmherzig

Franz von Sales besucht Gefangene

Die Not der Anderen sehen und dagegen etwas unternehmen, selbst dann, wenn man zur Hilfe gar nicht verpflichtet ist, das ist die höchste Stufe der Barmherzigkeit. Der Barmherzige hat nicht nur Erbarmen mit den Fehlern und Schwächen des Anderen, weil auch Gott mit ihm Erbarmen hat, er hat auch Mitleid, hilft und lindert die Not des Anderen, und je mehr er dies tut, als umso barmherziger erweist er sich.

Franz von Sales schreibt im Theotimus V,4: „Mitleiden, Teilnahme am Leiden, Mitfühlen und Erbarmen,
das alles ist nichts anderes als eine Gemütsregung, die uns teilhaben lässt an dem Leiden und dem Schmerz dessen, den wir lieben, indem die Not, die er leidet, in unser Herz zieht. Daher nennt man sie Barmherzigkeit, wie wenn man sagen möchte, dass das, was Erbarmen erregt, in unseren Herzen ist.“

Entnommen aus: Herbert Winklehner, Der Weg der kleinen Schritte, Salesianisches Tugend – ABC, Franz-Sales-Verlag.

Ein Wort des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: www.osfs.eu „Zitat zum Tag“.


Gebetsanliegen des Papstes April 2016

Für die Kleinbauern: für Anerkennung ihrer Arbeit und faire Preise.
Für die Christen Afrikas in den politisch-religiösen Konflikten: sie mögen für die Liebe Christi Zeugen sein.

Mit neuem Mut das Leben meistern

Ich habe vor allem die unbegreifliche Güte und Langmut erwogen, mit der Gott mich so väterlich in meinen Sünden ertragen, so oft und liebevoll zur Umkehr eingeladen, so langmütig auf meine reuige Buße gewartet hat, bis zu diesem Jahr meines Lebens trotz all meiner Undankbarkeit, Unredlichkeit und Untreue.

Und dieselbe göttliche Weisheit spricht durch den Mund des Propheten Ezechiel (33,10-11):
‚Keiner sage, ich bin in Sünden verstrickt, wie kann ich wieder aufleben?
Denn so spricht der Herr: Ich lebe und so wahr ich lebe, will ich den Tod des Sünders nicht, sondern dass er von seinem Weg umkehre und lebe.‘

Leben heißt aber bei Gott nichts anderes als lieben. ‚Wer nicht liebt, der bleibt im Tod‘ (1 Joh 3,14).

Siehst du also Theotimus, ob Gott danach verlangt, dass wir ihn lieben?

(DASal 1,61; 3,11)