Seid barmherzig

Franz von Sales besucht Gefangene

Die Not der Anderen sehen und dagegen etwas unternehmen, selbst dann, wenn man zur Hilfe gar nicht verpflichtet ist, das ist die höchste Stufe der Barmherzigkeit. Der Barmherzige hat nicht nur Erbarmen mit den Fehlern und Schwächen des Anderen, weil auch Gott mit ihm Erbarmen hat, er hat auch Mitleid, hilft und lindert die Not des Anderen, und je mehr er dies tut, als umso barmherziger erweist er sich.

Franz von Sales schreibt im Theotimus V,4: „Mitleiden, Teilnahme am Leiden, Mitfühlen und Erbarmen,
das alles ist nichts anderes als eine Gemütsregung, die uns teilhaben lässt an dem Leiden und dem Schmerz dessen, den wir lieben, indem die Not, die er leidet, in unser Herz zieht. Daher nennt man sie Barmherzigkeit, wie wenn man sagen möchte, dass das, was Erbarmen erregt, in unseren Herzen ist.“

Entnommen aus: Herbert Winklehner, Der Weg der kleinen Schritte, Salesianisches Tugend – ABC, Franz-Sales-Verlag.

Ein Wort des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: www.osfs.eu „Zitat zum Tag“.


Gebetsanliegen des Papstes April 2016

Für die Kleinbauern: für Anerkennung ihrer Arbeit und faire Preise.
Für die Christen Afrikas in den politisch-religiösen Konflikten: sie mögen für die Liebe Christi Zeugen sein.

Schulmesse Evangelisches Gymnasium, 30.3.2016, 09.00 Uhr

I can see clearly now…

Eine große österliche Freude hatten die Patres der Annakirche, als ihr Gotteshaus gesteckt voll war mit den Jugendlichen des Evangelischen Gymnasiums, die hier ihren Ostergottesdienst hielten.

Einen roten Faden durch die heilige Messe bildeten die einander ergänzenden Beiträge zu dem Motto „Kopf hoch!“, beigesteuert von einem beeindruckenden Team an Mitwirkenden und eingebettet in die Liturgie durch P. Georg Dinauer OSFS, Priester und Psychotherapeut, der 10 Jahre lang an der Annakirche gewirkt hatte.

Wenn die Umstände widrig sind, kann die einfache Haltungsänderung des Aufrichtens den Kopf wieder über die Dinge erheben und für den Humor als Lebensstrategie freimachen.

Vielleicht kommt man erst viel später drauf, wie Gott da seine Finger im Spiel gehabt hat, ohne sich groß in den Vordergrund zu spielen. Manchmal hat es nämlich einfach gereicht, zum richtigen Zeitpunkt über ein Graffito gestolpert zu sein und dessen ganz persönlicher Botschaft nachgespürt zu haben:

I can see clearly now, the rain is gone. I can see all obstacles in my way, gone are the dark clouds that had me down –
Oh yes, I can make it now, the pain is gone. All of my bad feelings have disappeared, here is the rainbow I’ve been praying for:

It’s gonna be a bright, bright sunshiny day!

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Mit neuem Mut das Leben meistern

Ich habe vor allem die unbegreifliche Güte und Langmut erwogen, mit der Gott mich so väterlich in meinen Sünden ertragen, so oft und liebevoll zur Umkehr eingeladen, so langmütig auf meine reuige Buße gewartet hat, bis zu diesem Jahr meines Lebens trotz all meiner Undankbarkeit, Unredlichkeit und Untreue.

Und dieselbe göttliche Weisheit spricht durch den Mund des Propheten Ezechiel (33,10-11):
‚Keiner sage, ich bin in Sünden verstrickt, wie kann ich wieder aufleben?
Denn so spricht der Herr: Ich lebe und so wahr ich lebe, will ich den Tod des Sünders nicht, sondern dass er von seinem Weg umkehre und lebe.‘

Leben heißt aber bei Gott nichts anderes als lieben. ‚Wer nicht liebt, der bleibt im Tod‘ (1 Joh 3,14).

Siehst du also Theotimus, ob Gott danach verlangt, dass wir ihn lieben?

(DASal 1,61; 3,11)

Hl. Messe mit Radio Maria, Mo., 21.03.2016, 8.00 Uhr

Wir freuen uns, immer wieder einmal das Team von Radio Maria begrüßen zu dürfen, das unsere Eucharistiegemeinde um die Hörerinnen und Hörer zu Hause vergrößert.

Am Montag der Karwoche ist es bei der Frühmesse wieder so weit:

Wir laden Sie herzlich dazu ein, die hl. Messe in der Annakirche virtuell oder real als gesangliche Verstärkung mitzufeiern!

Auferstehung der kleinen Schritte

Immer dort,

Wo ein Stein voll Neid
Einem Steinchen Anerkennung weicht,

Wo ein Stein voll Hass
Einem Steinchen Freundlichkeit Platz macht,

Wo ein Stein voll Gewalt
Ein Steinchen Versöhnung zulässt,

Wo ein Stein voll Verzweiflung
Einem Steinchen Hoffnung Raum gibt,

Da beginnt ein kleines bisschen Auferstehung.

Das Gedicht stammt von der Osteraussendung der Krankenhausseelsorge SMZ Süd – Kaiser Franz Joseph-Spital.

Augenblicke – Kurzfilmabend, 4. März 2016, 18.45 Uhr

Augenblicke ist seit 5 Jahren kirchliche Kinoarbeit mit cineastischem Anspruch und offenem (Augen-) Blick auf den Menschen.
Augenblicke sind Inseln im Strom der Zeit.
Augenblicke, das sind Filme junger Künstler, Beiträge von Filmhochschulen usw., die sich vom Mainstream der Filmlandschaft abheben.

Themen: Meinungsverschiedenheiten, Bahar im Wunderland, Die Realität sieht anders aus, Lämmer, Das Vorstellungsgespräch, Opossum, Helium, Wind, Stiller Löwe, Krippenwahn.

Von der deutschen Bischofskonferenz empfohlen.

Termin: 04. März 2016, 18.45 Uhr.
Ort: Annakirche, Annagasse 3b, Seminarraum Karte
Beitrag: Freiwillige Spende

Der Weg zum Glauben

Der heilige Franz von Sales wurde einmal von der heiligen Johanna Franziska von Chantal gefragt, ob er denn überhaupt nie Glaubenszweifel habe. Franz von Sales antwortete darauf: „Nein, eigentlich nicht. Und wenn, dann nur ganz kurz. Gott hat mich wahrlich mit einem festen Glauben beschenkt.“

Der glückliche Franz von Sales, kann man da nur sagen. Er hatte fast keine Glaubenszweifel, und wenn, dann nur ganz kurz. Franz von Sales war dafür Gott sehr dankbar.

Uns selbst wird diese Antwort wahrscheinlich eher mit Neid oder auch Sehnsucht erfüllen: Warum ist das bei mir nicht so? Die Wirklichkeit des Glaubens sieht nämlich meist anders aus. Ich spüre das selbst und erfahre es immer wieder in so manchen Glaubensgesprächen: Der Glaube ist immer wieder wie ein auswegloser Zirkel: je mehr wir ihn bräuchten, umso weniger fühlt man ihn. Je dringender wir ihn nötig haben, desto weniger wissen wir, wo wir ihn suchen und finden sollen. Gerade dann, wenn uns die Zweifel packen, ist auch der Glaube verschwunden, aus dem wir in dieser Zeit Kraft schöpfen könnten.

Es bestätigt sich dadurch eines: Glaube ist etwas, das wir nicht im Griff haben können. Der Glaube ist Geschenk, Gnade. Ich kann wirklich nur meine Hände aufhalten, mich Gott öffnen und sagen: „Ja, Gott, ich will glauben. Ich will ja, aber ich kann es nicht – hilf meinem Unglauben.“

P. Herbert Winklehner OSFS –
Ein Wort des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: www.osfs.eu „Zitat zum Tag“.

Suppensonntag, 21.02.2016, 12.00 Uhr

Auf Initiative der Mitglieder der Choralschola lädt die Annakirche am Sonntag, dem 21. Februar, zum Fastensuppenessen in ihre Klosterräumlichkeiten.

Verschiedene köstliche Suppen und eine Auswahl an selbstgemachten Mehlspeisen erwarten die Gäste, die ihr Mittagessen für einen guten Zweck einnehmen.

Heuer soll ein Projekt der Organisation ORA international unterstützt werden, und zwar soll eine Suppenküche in Siebenbürgen gefördert werden.
Damit erhalten Roma Kinder täglich eine warme, nahrhafte Mahlzeit, was für die Eltern oft ausschlaggebend dafür ist, sie regelmäßig in die Schule zu schicken.

– Es konnten € 750,- übergeben werden! Herzliches Vergelt’s Gott!

Fastenzeit

Spirituelle Impulse vom Treffen der Salesschwestern am 8. 2. 2016

B edürftigkeit wahrnehmen
A ugen öffnen
R aum geben
M ut machen
H erzen weiten
E igenheiten zulassen
R andgruppen einladen
Z ukunft ermöglichen
I ntegration fördern
G emeinschaft leben
K irche gestalten
E rde schützen
I deen umsetzen

T ragfähigkeit erbitten

Quelle unbekannt

„Ich kann während der Fastenzeit entweder aus Liebe fasten, um Gott zu gefallen, oder aus Gehorsam, weil es die Kirche anordnet, oder aus Mäßigkeit, oder aus Fleiß, um besser studieren zu können, oder aus Klugheit, um notwendige Ersparnisse zu machen, oder aus Keuschheit, um meinen Leib zu bändigen, oder aus Ehrfurcht vor Gott, um besser beten zu können. Wenn ich will, kann ich alle diese Absichten auf einmal haben und aus all diesen Gründen fasten, doch muss ich da sehr auf der Hut sein, die Beweggründe in die richtige Reihenfolge zu bringen.“

Hl. Franz von Sales, DASal 4,266

Thomas von Aquin (1225 – 1274) empfiehlt

Illustration: Wikipedia

Da du gefragt hast, wie du studieren musst, um den Schatz der Wissenschaften zu gewinnen, möchte ich dir folgenden Rat geben:

Wähle den Weg über die Bäche und stürze dich nicht gleich in das Meer!

Man muss durch das Leichtere zum Schwierigen gelangen.

Sei bedachtsam im Reden und gehe bedachtsam in ein Gespräch.

Erhalte dir die Reinheit des Gewissens, höre nicht auf zu beten!

Liebe deine Zelle, wenn du in den Weinkeller der Weisheit geführt werden möchtest.

Meide Streitgespräche, was immer auch beredet wird.

Versäume nicht, den Spuren der Heiligen und der Guten zu folgen.

Beachte nicht, von wem du etwas hörst, sondern wenn Gutes gesagt wird, merke es dir.

Suche nicht, was für dich zu hoch ist.

Wenn du diese Bahn einschlägst, wirst du lebendig bleiben und nützliche Frucht bringen im Weinberg des Herrn.

 

Ein Wort des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: www.osfs.eu. „Zitat zum Tag „.