Schlagwort-Archive: Johanna Franziska von Chantal

Wir müssen voll auf Gott vertrauen

Franz v. Sales bereitete Johanna Franziska auf Schicksalsschläge vor.

Der Tod entriss Johanna 5 ihrer 6 Kinder, ihren Ehemann, Franz v. Sales, ihren Bruder André und einige ihrer liebsten Mitschwestern im Orden der Heimsuchung.

Trotz all dieser Schicksalsschläge hielt Johanna Franziska daran fest, was sie von Franz von Sales gelehrt bekam: „Überlassen wir alles vertrauensvoll der göttlichen Vorsehung, auch wenn wir sie nicht verstehen, und bleiben wir in Gottes Frieden. Gottes Wille ist immer Gottes Liebe. Sein Wille geschehe.“

„Ich kann und darf nichts anderes tun, als dich zu preisen“.
 

So schrieb Johanna Franziska, als sie wieder einmal von einem Schicksalsschlag getroffen wurde. Ein solcher Satz macht deutlich, dass sie in ihrem Kopf sehr wohl begriffen hat, dass Gott allein genügt, auch wenn dieser Gott ihr alles nimmt, ihre Gefühle jedoch, ihr Herz durchleben einen Kampf, wenn es um die Hingabe an diesen unverständlichen Willen Gottes geht.

Johanna Franziska von Chantal tat sich schwer, den Willen Gottes anzunehmen. Es erforderte von ihr Übung, Ausdauer, Kampf und Überwindung. Dennoch konnte sie mit Überzeugung sagen: „Wir müssen voll auf Gott vertrauen, der uns niemals im Stich lässt.“ Weil sie trotz allem, genauso wie Franz von Sales überzeugt war, dass Gottes Wille immer Ausdruck seiner Liebe ist.

Herbert Winklehner in: www.Franz-Sales-Verlag.de

Ganz Gott gehören

Monatsgedanken September 2013

Johanna Franziska von Chantal wünscht für ihre Jahresexerzitien das Thema „Ganz Gott gehören“. Und Franz von Sales hat sie intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

„Wie fühlen Sie sich, wenn Sie wirklich ganz Gott und nur noch Gott gehören, wenn Sie nichts anderes mehr haben als nur noch Gott? Können Sie dann auch wie Ijob sagen: Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, gepriesen sei der Name des Herrn?“
Johanna Franziska fiel es sehr schwer, sich voll und ganz Gott anzuvertrauen. Diese Ganzhingabe an Gott und seinen Willen, so sagte sie, „dringe in ihre Seele ein wie ein scharfes Messer“. Am Ende ihrer Exerzitien aber war sie bereit, Gott alles, was ihr gehört, hinzugeben, und wie Jesus im Garten von Getsemani zu sagen: „Nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“

Nicht einmal ein Jahr später erfuhr diese völlige Hingabe an den Willen Gottes die erste große Herausforderung. 1617 verlor sie ihre älteste Tochter Marie-Aimée bei der Geburt des ersten Kindes. Auch das neugeborene Kind, von Johanna Franziska notgetauft, starb in ihren Armen.
Am schlimmsten von allem aber war für sie der Tod ihres geistlichen Freundes und Wegbegleiters Franz von Sales am 28. Dezember 1622.
In einem Brief beschreibt sie ihre Gefühle: „Mein Herz war über alle Maßen getroffen. Ich warf mich auf die Knie und betete die göttliche Vorsehung an, in dem ich, so gut ich konnte, den heiligsten Willen Gottes umarmte und meine namenlose Betrübnis in ihm. Ich weinte heftig den noch übrigen Tag, die ganze Nacht bis zur heiligen Kommunion am nächsten Tag.“

P. Herbert Winklehner in franz-sales-lexikon.de

Musical „Die Baronin“ in Eichstätt

Im Rahmen der Begegnungsabende „Spiritualität im Miteinander“ beschäftigen wir uns mit der Heiligen, die die salesianische Spiritualität erst komplett macht: Johanna Franziska von Chantal.

Wir sehen einen Videofilm des Sensationsmusicals „Die Baronin“, in dem das wechselvolle Leben der Frau szenisch dargestellt wird, die mit Franz von Sales durch eine Herzensfreundschaft verbunden war und mit ihm den Orden der Heimsuchung Mariens, die „Salesianerinnen“, gründete.

In sieben bis zum letzten Platz ausverkauften Vorstellungen in der Aula der Universität Eichstätt begeisterten 130 Mitwirkende das Publikum und konnten sage und schreibe € 34.103,24 als Spende für die Missionstätigkeit der Oblaten des hl. Franz von Sales überreichen.

Die Inszenierung war ein derartiger Erfolg, dass sie eine eigene Homepage erhielt, auf der Sie alles Wissenswerte nachlesen können: http://www.musical-diebaronin.de/