Archiv der Kategorie: Auferstehung

Abschied von Pater Franz Aregger

Am Donnerstag, 1. Oktober 2020, verstarb unser Mitbruder Pater Franz Aregger OSFS in der Klinik Landstraße (Rudolfstiftung) in Wien, Österreich. Er stand im 81. Lebensjahr, im 60. Profess- und 56. Priesterjahr.

Das Begräbnis findet am Montag, 12. Oktober 2020, um 13.00 Uhr auf dem Friedhof Sievering in Wien (Notteboomstraße 51, 1190 Wien) statt.

Anschließend feiern wir das Requiem in der Kaasgrabenkirche (Ettingshausengasse 1, 1190 Wien).

Wir gedenken seiner mit einem Requiem in der Annakirche am Freitag, 16. Oktober, 18 Uhr. 

 

Pater Franz Aregger wurde 1940 in Ruswil, Kanton Luzern, in der Schweiz geboren. 1959 trat er bei den Oblaten des heiligen Franz von Sales ein. 1960 versprach er seine Erste und 1963 seine Ewige Profess. 1965 wurde er zum Priester geweiht.

Nach seiner Tätigkeit als Erzieher und Lehrer wurde er von 1982 bis 1990 Provinzial der Schweizer Provinz. Dieses Amt bekleidete er ein weiteres Mal von 1999 bis zur Aufhebung der Schweizer Provinz im Jahr 2000. Danach war er der Delegierte Obere der Schweizer Mitbrüder bis 2007, dem Jahr, in dem sich die Schweizer Gemeinschaft der deutschsprachigen Provinz anschloss.

Von 1986 bis 2008 leitete Pater Aregger außerdem die Redaktion des Thaddäusboten und des Franz-von-Sales-Bundes. Seit 2008 lebte er in der Kirche St. Anna in Wien und wirkte dort als Seelsorger in der Beicht- und Anbetungskirche.

Parte: Parte Franz Aregger

Link: https://www.osfs.eu/2020/10/01/pater-franz-aregger-osfs-verstorben/

Mit neuem Mut das Leben meistern

Ich habe vor allem die unbegreifliche Güte und Langmut erwogen, mit der Gott mich so väterlich in meinen Sünden ertragen, so oft und liebevoll zur Umkehr eingeladen, so langmütig auf meine reuige Buße gewartet hat, bis zu diesem Jahr meines Lebens trotz all meiner Undankbarkeit, Unredlichkeit und Untreue.

Und dieselbe göttliche Weisheit spricht durch den Mund des Propheten Ezechiel (33,10-11):
‚Keiner sage, ich bin in Sünden verstrickt, wie kann ich wieder aufleben?
Denn so spricht der Herr: Ich lebe und so wahr ich lebe, will ich den Tod des Sünders nicht, sondern dass er von seinem Weg umkehre und lebe.‘

Leben heißt aber bei Gott nichts anderes als lieben. ‚Wer nicht liebt, der bleibt im Tod‘ (1 Joh 3,14).

Siehst du also Theotimus, ob Gott danach verlangt, dass wir ihn lieben?

(DASal 1,61; 3,11)

Auferstehung der kleinen Schritte

Immer dort,

Wo ein Stein voll Neid
Einem Steinchen Anerkennung weicht,

Wo ein Stein voll Hass
Einem Steinchen Freundlichkeit Platz macht,

Wo ein Stein voll Gewalt
Ein Steinchen Versöhnung zulässt,

Wo ein Stein voll Verzweiflung
Einem Steinchen Hoffnung Raum gibt,

Da beginnt ein kleines bisschen Auferstehung.

Das Gedicht stammt von der Osteraussendung der Krankenhausseelsorge SMZ Süd – Kaiser Franz Joseph-Spital.

Friede, das österliche Geschenk

Friede sei mit euch. Ich bin es. Fürchtet euch nicht! (Lk 24,36-39)

Die Apostel und die Jünger des Herrn waren wie Kinder ohne Vater und wie Soldaten ohne Hauptmann. Ganz verschreckt, wie sie waren, hatten sie sich in ein Haus zurückgezogen. Da erschien der Heiland unter ihnen, um sie in ihrer Betrübnis zu trösten, und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch. Er wollte ihnen gleichsam sagen: Warum seid ihr so furchtsam und betrübt? Wenn es der Zweifel ist, dass nicht eintrifft, was ich euch von meiner Auferstehung gesagt habe, dann Pax vobis; bleibt in Frieden, es werde Friede in euch, denn ich bin auferstanden. Seht meine Hände, berührt meine Wunden; ich bin es doch selbst. Fürchtet euch nicht mehr; Friede sei mit euch. Von diesen Worten ausgehend unterscheide ich einen dreifachen Frieden.

1. Der erste ist der Friede des heiligen Evangeliums und der Kirche; denn das Evangelium und die Kirche sind nur Friede, Güte und Ruhe. Außerhalb der Befolgung des Evangeliums und des Gehorsams gegen die Kirche gibt es nichts als Krieg und Aufregung.

2. Der zweite ist jener Friede, in dem die Väter unterschieden haben den Frieden mit Gott, den Frieden untereinander und den Frieden mit sich selbst.

3. Die dritte Form des Friedens ist jener, den wir im ewigen Leben besitzen werden.

(Aus einer Predigt des hl. Franz von Sales)

Ich glaube an das Leben

Ich glaube an das Leben
an den bejahten Anfang
an die erkämpften Schritte
an die ertrotzten Irrwege
an die geleiteten Wege

Ich glaube an das Leben
an seine bunte Vielfalt
an seine geschenkten Möglichkeiten
an sein gelassenes Fortschreiten
an seine glückliche Zukunft

Ich glaube an das Leben
an die verschwindenden Schatten
an die überwundenen Hürden
an die gesprengten Fesseln
an die versprochene Auferstehung

Irene Unterkofler

Glaube ist Geschenk!

Der Heilige Franz von Sales wurde einmal von der heiligen Johanna Franziska von Chantal gefragt, ob er denn überhaupt nie Glaubenszweifel habe. Franz von Sales antwortete darauf: „Nein, eigentlich nicht. Und wenn, dann nur ganz kurz. Gott hat mich wahrlich mit einem festen Glauben beschenkt.“ Es bestätigt sich dadurch eines: Glaube ist etwas, das wir nicht im Griff haben können. Der Glaube ist Geschenk, Gnade. Aber offensichtlich geht es auch anders. Jedenfalls hat es beim Apostel Thomas funktioniert. Seine Freunde erzählen ihm von der Begegnung mit dem Auferstandenen Jesus. Er reagiert mit Unglauben: „Wenn ich nicht mit eigenen Händen seine Wunden berühren kann, glaube ich nicht.“ Und Jesus kommt tatsächlich. Thomas bekommt einen handfesten Beweis, der seinen Unglauben beendet. Uns sagt Jesus: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“

Erstens: Glaubenszweifel sind erlaubt. Aber wir sollten wahrlich immer für Gott offen bleiben, nicht aufgeben oder gar Gott gegenüber gleichgültig werden.

Zweitens: Glaubenszweifel sind auch bei anderen Menschen erlaubt. Es braucht uns nicht zu schockieren, wenn jemand sagt: An die Auferstehung kann ich nicht glauben. Dieses Problem hatte auch der Apostel Thomas. Wichtig ist, dass wir diese Menschen mit ihren Zweifeln annehmen und sie nicht verurteilen, so wie eben Jesus den Thomas angenommen und nicht verurteilt hat.

Und drittens: Vielleicht schweigt Gott immer wieder, damit wir Menschen endlich erkennen, dass wir handfeste, spürbare Zeugen seiner Botschaft sein sollen. Wir sind es, die den Zweifelnden Rede und Antwort stehen sollen. Durch unser Zeugnis sollten die Zweifelnden spüren und erfahren können, dass an unserem Gott, an Jesus Christus, an unserem Glauben wirklich etwas dran ist.

Nach Herbert Winklehner osfs aus http://www.franzvonsaleslexikon.de

Ein Wort des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: www.osfs.eu „Zitat zum Tag“.