Archiv der Kategorie: Heilige/Selige

Eigensinn und Einsicht

Monatsgedanken Jänner 2011

Es gibt Menschen, die sonst recht tüchtig und gut sind, aber an ihren Ansichten derart hängen und sie für so sicher halten, dass sie niemals davon abgehen wollen.
Man muss sich sehr in acht nehmen, solche Menschen um ihre Meinung zu fragen, wenn sie nicht darauf gefasst sind; antworten sie rasch und ohne genügende Überlegung, so ist es dann fast unmöglich, sie zur Erkenntnis und zum Eingeständnis ihres Irrtums zu bringen. Sie werden alle möglichen Beweise zusammensuchen, um ihre Meinung als die allein richtige zu verteidigen, und sich so immer mehr
in ihre Ansicht verbohren. Man wird sie nur dann davon abbringen können, wenn sie wirklich allen Ernstes nach Vollkommenheit streben.

Es gibt aber auch erleuchtete Geister und große Menschen, die von dieser Schwäche frei sind und gerne von ihren Ansichten abgehen. Sind sie auch noch so sicher, setzen sie sich doch nicht zur Wehr, wenn man ihnen widerspricht und ihre Ansicht nicht annimmt. So verhielt sich auch, wie ich vorher angeführt habe, der große hl. Thomas. –
Eigene Ansichten zu haben, ist also, wie ihr seht, etwas ganz Natürliches. Menschen mit schwermütigem Temperament beharren steifer auf ihrer Meinung als heitere Menschen mit fröhlichem Temperament, die
sehr leicht beeinflussbar und leichtgläubig sind.

Franz von Sales: Geistliche Gespräche, Bd. 2, S. 206

Siehe auch: www.osfs.eu „Ein Wort zum Tag“

Die heilige Messe

Monatsgedanken November 2010

1. Ich habe dir noch nichts gesagt von der Sonne der geistlichen Übungen:

vom hochheiligen und erhabenen Messopfer, dem Mittelpunkt der christlichen Religion, dem Herz der Frömmigkeit, der Seele der Andacht; ein unfassbares Geheimnis, das den Abgrund der göttlichen Liebe umfasst, durch das Gott sich wirklich mit uns vereinigt und uns seine Gnaden und Gaben in herrlicher Fülle spendet.

2. Dem Gebet in Vereinigung mit diesem göttlichen Opfer wohnt eine unsagbare Kraft inne.
Die Seele ist dann überreich an himmlischen Gnaden; sie stützt sich auf ihren Vielgeliebten (Hld 8,5), der sie so sehr mit geistlichen Wohlgerüchen und Freuden erfüllt, dass sie einer Rauchsäule von wohlriechendem Holz gleicht, bestreut mit Myrrhe, Weihrauch, Aloe und anderen duftenden Körnern, wie es im Hohelied (3,6) heißt.
3. Bemühe dich also ganz besonders, jeden Tag der heiligen Messe beizuwohnen, um mit dem Priester das Opfer deines Erlösers Gott dem Vater für dich und die ganze Kirche darzubringen.
Stets sind die Engel in großer Zahl dabei gegenwärtig, sagte der hl. Johannes Chrysostomus, um dieses heilige Geheimnis zu ehren; da wir uns mit ihnen in der gleichen Absicht einfinden, können wir durch den segensreichen Einfluss der Gemeinschaft mit ihnen nur viel gewinnen. Die Chöre der triumphierenden und streitenden Kirche vereinigen sich in dieser göttlichen Handlung mit dem Herrn, um mit ihm, durch ihn und in ihm das Herz Gottes des Vaters zu erfreuen und seine Barmherzigkeit uns zuzuwenden.
Welches Glück für eine Seele, durch ihr frommes Gebet an einem so kostbaren und begehrenswerten Geheimnis mitzuwirken!
Franz von Sales, Philothea II, Kap. 14

Annafest, 26. Juli 2010

Zum Annafest durften wir heuer Primiziant Wolfgang Kimmel begrüßen. Unserer Einladung folgten viele Freunde der Annakirche, sie war übervoll. Der Primiziant teilte nach dem Hochamt noch fast eine ganze Stunde den Einzelprimizsegen aus. Zur Agape kamen mehr Gäste als erwartet. Unsere Pfadfinder hatten alle Hände voll zu tun.
 

Über Youtube können Sie einen Kurzfilm sehen, den Mag. Thomas Neunteufel erstellte. Seine Fotos finden Sie unter unseren Fotoalben. Auch Dr. Martina Marinelli hat uns Fotos zur Verfügung gestellt.