Der gute Hirt

Geistliche Begleitung,
Jesus – der gute Hirte. Das ist nicht nur ein sehr beliebtes, sondern ein grundlegendes Bild von Jesus Christus, das seit jeher in der Kirche die Messlatte der Sorge für den Menschen bildet. Wir sprechen daher auch vom Hirtenamt, das ein Bischof oder ein Pfarrer ausübt. Die Messlatte, die der „gute Hirte“ Jesus Christus vorgibt, ist hoch: Für die Menschen da sein, sie schützen, sie hören, sie begleiten und leiten. Und im Extremfall bedeutet es sogar, für die anderen sein Leben zu opfern.

Das ist wahrlich ein sehr hoher Anspruch, der in der Praxis oft genug nicht erreicht wird. Jesus spricht ja auch vom schlechten Hirten, vom bezahlten Knecht, der die ihm anvertraute Herde einfach im Stich lässt, wenn der Wolf kommt. Dennoch ist und bleibt das Hirtesein für uns alle eine wichtige Aufgabe.

Ich sage jetzt bewusst für uns alle. Diese Aufgabe des Hirteseins gilt nämlich nicht nur für den Papst oder den Bischof, sondern in unterschiedlichen Ausprägungen für alle Christinnen und Christen, die Jesus, dem guten Hirten, nachfolgen wollen.

Wir haben dafür auch einen besonderen Begriff, nämlich die „geistliche Begleitung“ oder die „geistliche Freundschaft“.

Unser Pfarrpatron, der heilige Franz von Sales, war nicht nur ein vorbildlicher Guter Hirte als Bischof seiner Diözese Genf, eine seiner erfolgreichsten Leistungen, für die er bis heute bekannt und anerkannt ist, war sein hoher Stellenwert, den er der geistlichen Begleitung und der geistlichen Freundschaft für den Lebens- und Glaubensweg gab. Ihm war nämlich klar: Den Weg als Christin oder Christ kann man nicht allein gehen, man braucht dazu eine Begleitung.

In seinem berühmten Buch „Philothea“, wo es um das christliche Leben in der Welt geht, schreibt er daher gleich ganz am Anfang: Suche dir für diesen Weg einen geistlichen Begleiter … „das ist der dringendste Rat, den ich dir geben kann“ (Philothea I,4; DASal 1,38). Das muss kein Priester oder Bischof sein, sondern jemand, mit dem man sich offen und ehrlich über Glaubensfragen austauschen kann.

Etwas später schreibt Franz von Sales dann auch von der „geistlichen Freundschaft“. Ein Freund oder eine Freundin, mit der ich über meinen Glauben, meine Gottesbeziehung, mein Gebetsleben, meine Zweifel, meine Schwierigkeiten reden kann. „Wenn ihr einander … die Frömmigkeit, die christliche Vollkommenheit vermittelt, wie wertvoll wird dann eure Freundschaft sein!“ (Philothea III,19; DASal 1,154) schreibt Franz von Sales.

Letztlich ist das ja auch der Sinn einer Pfarrgemeinde. Dass es da einen Ort gibt, eine Gemeinschaft, wo ich merke, dass ich auf meinem Weg als Christin oder Christ nicht alleine bin, sondern auch andere gibt, die mit mir auf dem Weg sind, mit denen ich unterwegs sein kann und auch über meine Fragen und Themen, die mich bewegen, sprechen kann.

Das Vorbild bei all dem ist und bleibt der Gute Hirte Jesus Christus. Und dass uns dieses Vorbild gut tut, merken wir vor allem daran, dass von den 150 Psalmen der Bibel der Psalm 23 immer noch der beliebteste ist. Dort geht es eben um den guten Hirten, von dem es heißt: „Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. … Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.“

Seien wir füreinander, so gut es eben geht, gute Hirtinnen und Hirten nach dem Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. Amen.

P. Herbert Winklehner OSFS

Goldenes Priesterjubiläum von P. Konrad Haußner osfs

50. Jahre PRIESTER – Am Sonntag, 27. Juni 1971, hat Bischof Dr. Alois Brems in Eichstätt Pater Konrad Haußner OSFS zum Priester geweiht.

Sein Programm auf dem Primizbild, neu übersetzt, lautet :

« Verkünde das Wort. Sei immer zur Stelle, nimm deine Aufgabe wahr, ob es gefällt oder nicht und
tu alles in Geduld. »  – 2Tim 4,2.

Pater Konrad feiert sein 50-jähriges Priesterjubiläum am Sonntag, 4. Juli 2021 um 11:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Augustin, 1. Bezirk ; Predigt : Pater Provinzial Thomas Vanek osfs

Musikalische Gestaltung : Spatzenmesse von W.A. Mozart.

Sie sind herzlich zum Festgottesdienst eingeladen !

 

Religion und Glaube

Bild: Pixabay

Religion und Glaube – 

Die Unterscheidung zwischen Religion und Glaube ist hilfreich. Denn Religion (religio-Rückbindung) meinte die ursprünglich die pflichtgemäße Unterwerfung unter den antiken  Staatskult. Die frühen Christen lehnten den Staatskult ab, sie galten als Atheisten, weil sie dem Kaiser nichts opferten. In der Religion geht es um Pflicht, im Glauben geht es um Liebe.

Auf „Du und Du“ mit dem Gott und Vater Jesu Christi –

Religionen sperren Ihre Götter in Tempeln ein und machen Kult, also menschliches Tun, um mit Gott zu handeln. Der christliche Gottesdienst ist nicht Kult, sondern Liturgie. Wir feiern, dass Gott an uns gehandelt hat, und was uns durch Christus längst geschenkt ist: die  Erlösung. (Christa Rose)

Quelle: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/die-kleine-gebetsschule-5-das-ende-der-religion

 

Video-Spaziergang zum Fest des hl. Franz von Sales

Da wir in diesem Jahr das Fest unseres Pfarrpatrons Franz von Sales (24. Jänner) nicht wie üblich feiern können, lädt Pater Provinzial Thomas Vanek OSFS via Video dazu ein, mit ihm einen Spaziergang durch die Pfarrgemeinde zu machen und dabei wesentliche Elemente der Spiritualität des heiligen Franz von Sales kennenzulernen.

 

 

 

Quelle: https://franzvonsales.at/video-spaziergang-zum-fest-des-hl-franz-von-sales/

 

 

Gebet des Hl. Franz von Sales zum Hl. Josef

Glorreicher hl. Josef, Bräutigam Mariens, nimm uns unter deinen väterlichen Schutz; wir beschwören dich darum durch das Heiligste Herz Jesu.

O du, dessen Macht sich auf all unsere Bedürfnisse erstreckt und der du das Unmögliche möglich machen kannst, wende deine väterlichen Augen auf die Interessen deiner Kinder, und nimm dich ihrer an.

In der Not und Bedrängnis, die uns bedrücken, eilen wir mit Vertrauen zu dir.

Würdige dich, die Leitung dieser wichtigen und schwierigen Angelegenheiten, die uns beunruhigen und bedrücken, mit väterlicher Güte selbst zu übernehmen.

Mache, daß der glückliche Ausgang derselben zu deiner Ehre und zu unserem Besten gereichen möge.

Amen

2021 – Jahr des Hl. Josef, Patron der kath. Kirche

Guido Rhenus: Hl. Josef und das Jesuskind, Wikipedia

„Anlässlich des 150. Jahrestages seiner Erhebung zum Patron der katholischen Kirche durch den seligen Pius IX. am 8. Dezember 1870 möchte ich daher – wie Jesus sagt – „mit dem Mund von dem sprechen, wovon das Herz überfließt« (vgl. Mt 12,34), einige persönliche Überlegungen zu dieser außergewöhnlichen Gestalt mit euch teilen, die einem jeden von uns menschlich so nahe ist. Dieser Wunsch ist jetzt in den Monaten der Pandemie gereift.

In dieser Krise konnten wir erleben, dass „unser Leben von gewöhnlichen Menschen – die gewöhnlich vergessen werden – gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften noch sonst im Rampenlicht der neuesten Show stehen, die aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unserer Geschichte schreiben: Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet. […]

Wie viele Menschen üben sich jeden Tag in Geduld und flößen Hoffnung ein und sind darauf bedacht, keine Panik zu verbreiten, sondern Mitverantwortung zu fördern. Wie viele Väter, Mütter, Großväter und Großmütter, Lehrerinnen und Lehrer zeigen unseren Kindern mit kleinen und alltäglichen Gesten, wie sie einer Krise begegnen und sie durchstehen können, indem sie ihre Gewohnheiten anpassen, den Blick aufrichten und zum Gebet anregen. Wie viele Menschen beten für das Wohl aller, spenden und setzen sich dafür ein“.

Alle können im heiligen Josef, diesem unauffälligen Mann, diesem Menschen der täglichen, diskreten und verborgenen Gegenwart, einen Fürsprecher, Helfer und Führer in schwierigen Zeiten finden. Der heilige Josef erinnert uns daran, dass all jene, die scheinbar im Verborgenen oder in der „zweiten Reihe“ stehen, in der Heilsgeschichte eine unvergleichliche Hauptrolle spielen. Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung.“

Auszüge aus: Apostolisches Schreiben Patris Corde” des Heiligen Vaters Papst Franziskus
http://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_letters/documents/papa-francesco-lettera-ap_20201208_patris-corde.html

 

Gebet zum Hl. Josef

So wollen wir nun vom heiligen Josef die Gnade aller Gnaden erflehen – unsere Bekehrung.

Zu ihm lasst uns beten:

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers

und Bräutigam der Jungfrau Maria.

Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut;

auf dich setzte Maria ihr Vertrauen;

bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.

O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater,

und führe uns auf unserem Lebensweg.

Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut,

und beschütze uns vor allem Bösen.

Amen.

 

Termine ab März

An Sonntagen feiern wir um 11:15 und 18 Uhr die hl. Messe,  an Werktagen täglich um 18 Uhr.

Ab jetzt beten wir wieder vor der hl. Messe den Rosenkranz:
Beginn: 17:30 Uhr.

Zu Aussprache und Beichte sind Sie herzlich in die  Sakristei eingeladen:  täglich von 10 Uhr bis 12 Uhr und  16 Uhr bis 17:30 Uhr. Benützen Sie bitte Mund-Nasenschutz, Mindestabstand 2 Meter.

Um Ansteckungen zu vermeiden, behalten Sie bitte einen Abstand von 2 Metern. Benützen Sie bitte immer die FFP2 Maske. Danke!