Schlagwort-Archiv: Franz von Sales

2025 – Ein Doppeljubiläum

Die Oblaten des hl. Franz von Sales feiern 2025 gleich zwei bedeutende Gedenktage: den 150. Todestag von Marie de Sales Chappuis, der „guten Mutter“, die maßgeblich zur Gründung des Ordens beitrug, und die 150 Jahre zurückliegende päpstliche Anerkennung der Ordensgemeinschaft.

Marie de Sales Chappuis hatte ihren Beichtvater, den Priester Louis Brisson, dazu bewegt, einen Männerorden im Geist des Heiligen Franz von Sales zu gründen.

Die Feierlichkeiten in Österreich begannen am 10. Mai 2025 mit dem „Salesianischen Tag“ im Kloster der Heimsuchung in Wien, der von einer Festmesse und Impulsen zum Thema „Unser salesianisches Charisma für die Welt“ geprägt war.

Eine weitere Jubiläumsveranstaltung findet am 4. Oktober in der Annakirche und in der Pfarre Franz von Sales (1190 Wien) statt.

Zudem feiern wir am 12. Oktober den Gedenktag des seligen Louis Brisson.

„Unsere Berufung ist eine Berufung der Stärke und des Mutes. In seinen Geistlichen Gesprächen und Briefen wiederholte der hl. Franz von Sales immer wieder: „Wir müssen guten Mut haben.“ Zweifellos kann jemand unter gewissen Umständen eine große Willensanstrengung leisten, Charakterstärke zeigen, vielleicht einfach eine augenblickliche Tugend hervorholen, die es ihm ermöglicht, eine Schwierigkeit zu meistern (oder) einen Sieg zu erringen.
… Der „gute Mut“, den der hl. Franz von Sales für uns erbittet, ist nicht ein Mut des Augenblicks, eine momentane Anstrengung, eine zeitlich begrenzte Kraft. Er wünscht, dass wir dauerhaft mutig und stark sind: mutig im Glauben, mutig in den Tugenden, mutig in den Verpflichtungen. Es ist notwendig, dass unser Mut uns zur Gewohnheit wird, dass wir diese dauerhafte Energie in jeder Schwierigkeit, in jeder Größe und bei jedem Licht in uns tragen. Darin besteht die Art und Weise unseres Handelns; das sind die Wege, denen wir inmitten unserer Kämpfe immer folgen müssen.“

Sel. Louis Brisson

Fest des Hl. Franz von Sales 2025

Am Freitag, den 24. Jänner, feierten wir in der Annakirche das Fest des Hl. Franz von Sales. Der Heilige ist der Patron der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales, jener Ordensgemeinschaft, die seit 1897 die Annakirche seelsorgerlich betreuen.

Die Festmesse um 18 Uhr wurde vom Lerchenfeld-Quartett und dem Organisten der Annakirche, Herrn Gerhard Sappert, musikalisch gestaltet. Hauptzelebrant und Festprediger war P. Herbert Winklehner OSFS. In seiner Predigt ging er auf das Motto des Heiligen Jahres ein.

Franz von Sales war ein Pilger der Hoffnung in seiner Zeit, der vielen Menschen wieder neuen Mut und Hoffnung für ihren Lebensweg geschenkt hat. Das ist auch unser Auftrag heute, in einer Welt, in der viel Unsicherheit herrscht. Der schöne Festtag klang mit einer Agape in den Räumlichkeiten des Klosters aus.

 

Salesianische Exerzitien

Salesianische Exerzitien mit Gemeinschaftselementen 2025 bei den Kreuzschwestern im Haus der Besinnung in Gaubing

Gott (sehn)sucht nach mir

Der hl. Franz von Sales gilt als „der Heilige der frohen Gottesliebe“.
Seine Spiritualität ist der Welt und den Menschen positiv und optimistisch zugewandt.
Bei diesen Salesianischen Exerzitien geht jede/-r Teilnehmer/-in ihren/seinen
persönlichen Weg großteils im Schweigen. Dieses Angebot eignet sich auch
besonders für Personen, die zum ersten Mal Exerzitien erleben möchten!

Team:

Sr. Katharina-Elisabeth Kobler OSFS,
Fr. Bianca Meusburger – Waldhardt,
P. Sebastian Leitner OSFS,
Hr. Peter Nothaft,
Kornelia Zauner

Kontakt, Info & Anmeldung:

P. Sebastian Leitner OSFS, Wien
leitner@osfs.eu
Ettingshausengasse 1
A-1190 Wien
+43 (0)699 10343740

Website

Salesianische Exerzitien

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Salesianische Exerzitien 2025 Gaubing A4 Palkat

Musical „Die Baronin“

Bild: Szenenbild aus „Die Baronin“

Ein Musical über die Hl. Johanna Franziska von Chantal und den Hl. Franz von Sales. Aufführungen am 6. 10., 19.30 Uhr, 7. 10., 19 Uhr und 8. 10., 19 Uhr in der Kirche Glanzing, Krottenbachstraße 120, 1190 Wien. Nähere Informationen: Bitte beachten Sie die in der Kirche aufliegenden Handzettel und das Plakat im Schaukasten.

450 Jahre Franz von Sales 1567 – 1622

24. Januar 2017 Hochfest des Hl. Franz von Sales Hochamt um 18 Uhr, zelebriert von Pater Provinzial Thomas Vanek

„Sobald der Mensch sich sammelt und an Gott denkt, verspürt er eine beglückende Ergriffenheit, die bezeugt, dass Gott das höchste Gut des menschlichen Herzens ist. Nirgends findet der Geist so tiefe Freude wie im Gedanken an Gott. Aristoteles sagt, die geringste Erkenntnis der Gottheit sei mehr wert als das gründlichste Wissen von allen übrigen Dingen.“

 

 

Herr Herbert Eidkum stellt folgende Fotos zur Verfügung:

Bilder zum Franz-Sales-Fest am 24. Jänner 2017

 

Briefe vom Himmel: Wie Franz von Sales sich heute vorstellen würde

Bild: Franz von Sales-Fest 2016, Salesianum Rosental, Eichstätt – der Heilige blickt gleichsam in unsere Welt herein

Ich weiß nicht, wie deine Beziehung zur Kirche aussieht. Was mich betrifft, habe ich die Kirche immer geliebt und sie verteidigt. Die Kirche hat natürlich ihre Fehler und bedarf ständig der Erneuerung und der Umkehr.

Da aber Christus selbst ihr Haupt ist, wird sie nie ihre Strahlkraft verlieren. Ohne sie wäre die Botschaft des Evangeliums in dieser Welt nicht zu verwirklichen.

1877 wurde ich von Papst Pius IX. feierlich zum Kirchenlehrer erhoben. Da es sich um eine besondere Ehre handelt, will ich lieber den Papst selbst zitieren: „Unter der Zahl der hervorragenden Männer erstand Franz von Sales, der Bischof von Genf, als Vorbild allbekannter Heiligkeit und als Lehrer der echten und frommen Wissenschaft. Er hat nicht nur durch das gesprochene Wort, sondern auch durch unvergängliche Schriften die Ungeheuer der aufsteigenden Irrtümer durchbohrt, den Glauben bekräftigt, die durch Laster verdorbenen Sitten gehoben und allen den Himmel offen gezeigt. Durch seine hervorragende Weisheit hat er das gleiche Lob verdient, von dem unser Vorgänger seligen Andenkens Bonifatius VIII. erklärte, dass es jene alten und vorzüglichen Lehrer der Kirche Gottes auszeichnete. Sie haben nämlich ‚die Kirche durch heilsame Lehren erleuchtet, mit Tugenden geschmückt und durch den Lebenswandel geformt.’“

Vielleicht ist es für dich tröstlich zu wissen, dass in meinem Leben nicht alles gelungen ist. Viele meiner Ideen wurden erst nach meinem Tod verwirklicht, wie z. B. die Errichtung eines Priesterseminars. Meine Idee der „Laienspiritualität“ oder „Weltfrömmigkeit“ fand erst im Zweiten Vatikanischen Konzil des 20. Jahrhunderts allgemeine Anerkennung.

Verfasst von Schw. Agnes-Leonie Schaub OSFS

Weitere „Briefe vom Himmel“ des hl. Franz von Sales finden Sie unter http://www.oblatinnen.at/index.php/spirituelle-impulse/briefe-des-hl-franz-v-sales bzw.
http://www.franz-sales-verlag.de/fsvwiki/index.php/Lexikon/Studien-BriefeVomHimmel

Fastenzeit

Spirituelle Impulse vom Treffen der Salesschwestern am 8. 2. 2016

B edürftigkeit wahrnehmen
A ugen öffnen
R aum geben
M ut machen
H erzen weiten
E igenheiten zulassen
R andgruppen einladen
Z ukunft ermöglichen
I ntegration fördern
G emeinschaft leben
K irche gestalten
E rde schützen
I deen umsetzen

T ragfähigkeit erbitten

Quelle unbekannt

„Ich kann während der Fastenzeit entweder aus Liebe fasten, um Gott zu gefallen, oder aus Gehorsam, weil es die Kirche anordnet, oder aus Mäßigkeit, oder aus Fleiß, um besser studieren zu können, oder aus Klugheit, um notwendige Ersparnisse zu machen, oder aus Keuschheit, um meinen Leib zu bändigen, oder aus Ehrfurcht vor Gott, um besser beten zu können. Wenn ich will, kann ich alle diese Absichten auf einmal haben und aus all diesen Gründen fasten, doch muss ich da sehr auf der Hut sein, die Beweggründe in die richtige Reihenfolge zu bringen.“

Hl. Franz von Sales, DASal 4,266

Aus der Geschichte der Kirche und des Ordens

Frankreichs Kirchenpolitik um 1900

Die Oblaten des heiligen Franz von Sales gründete Louis Brisson (1817 – 1908) in Troyes, Frankreich. 1875 erhielt unsere Kongregation die päpstliche Anerkennung.

Die politische Lage war damals in Frankreich ausgesprochen kirchenfeindlich. Die Kirche war in der Zeit vor dem Deutsch – Französischen Krieg von 1870/71 royalistisch. Nach der Gefangennahme Napoleons III. regierten die Republikaner in Paris. Papst Leo XIII. ermutigte die französischen Bischöfe zu einer regierungsfreundlichen Einstellung. Dennoch steuerte Ministerpräsident Pierre Waldeck-Rousseau (1846 – 1904) einen kirchenfeindlichen Kurs. Er wollte die Republik stabilisieren, außerdem wollte er alle Ordensschulen verstaatlichen. Mit seinen Vereinsgesetzen von 1899 bezeichnete er die Ordensgelübde als gesetzeswidrig, sittenwidrig und unerlaubt. Im Interesse der wahren Freiheit und zum Schutz des Gemeinwohles sollten Vereine wie die katholischen Orden abgeschafft werden. Die Ordensgelübde legten es darauf an, die Initiative und die Schaffenskraft ihrer Mitglieder zu vernichten. Sie seien eine Art Gegenrevolution zu den Prinzipien der republikanischen Ordnung.

Émile Combes (1835 – 1921) folgte Waldeck-Rousseau als Ministerpräsident (1902 – 1905). Dieser ehemalige Priester und Hochschullehrer der Assumptionisten in Nîmes verkündete als Ziel seiner Regierung, die Kirche vollständig aus dem öffentlichen Leben Frankreichs zu verbannen.

Seine Regierungsschritte:
1. Juli 1902: Schließung der ca. 3000 nicht staatlich genehmigten kirchlichen Schulen. Dies führte zu heftigen  öffentlichen Protesten – 74 Bischöfe unterzeichneten eine „protestation“.
2. Daraufhin Einstellung der Besoldung von Bischöfen durch die Regierung.
3. März 1903: Auflösung aller männlichen Ordensgemeinschaften
4. Juli 1903: Auflösung aller weiblichen Ordensgemeinschaften
5. 7. Juli 1904: Verbot der Neugründung von Ordensgemeinschaften

Pater Joseph Lebeau OSFS war ab 1896 in Wien.