1514 wurde der Grundstein zur Annakirche gelegt. Die 500-jährige Geschichte der Annakirche ist mittlerweile bekannt oder kann leicht anderweitig nachgelesen werden – nicht zuletzt im neuen, zu diesem Anlass angefertigten Kirchenführer. Nein, die Festmesse mit dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn gestaltete sich nicht zu einem Feuerwerk sich überschlagender Fakten, sondern wurde zu einer Fortsetzung der bereits sehr familiären Festmessen dieses Jubeljahres.
Auch die Predigt wirkte intim und kolloquial – und doch spannte sie einen mitreißenden Bogen von der Rolle der Annakirche als spirituelles Refugium über das Vorbild, das die heilige Familie bei der Bischofssynode in Rom hoffentlich noch spielen wird und die segnende Wirkung des liebenden Beziehungsgeflechtes, das den dreieinen Gott in sich ausmacht bis zu seinem irdischen Ausdruck in der Vielzahl der Heiligen: den allgegenwärtigen anerkannten Helfern wie auch all den unbekannten Menschen, die sich einfach um ein Leben in der göttlichen Unversehrtheit bemühten; wofür, um zum Anfang zurückzukommen, ein betreuter Ort der Hinwendung zu Gott ein großer Hilfsdienst ist, den die Oblaten des hl. Franz von Sales seit über 100 Jahren bieten.
Zum Dank für die Treue im Mitfeiern und Mitgestalten wurden alle zur Agape geladen, wo sich der hohe Gast, Freunde, Mitwirkende sowie Kirchenbesucherinnen und -Besucher noch bei einfacher, aber köstlicher Klosterbewirtung unterhalten konnten. Es ist immer eine besondere Aufgabe, ja auf keinen der zum Gelingen Beitragenden zu vergessen. Besonders hervorgehoben seien jedoch die routinierte liturgische Hilfstruppe aus dem Schottengymnasium, die tatkräftige und ideelle Mithilfe der Pfadfinderinnen und Pfadfinder durch die festliche Anwesenheit mit ihrer Gruppenfahne, der musikalische Rahmen durch die Choralschola St. Anna mit der Missa brevis no. 4 in C-Dur von Charles Gounod sowie das Streichquartett „medici et musici“ unter der Leitung von Dr. Ferdinand Raab und nicht zuletzt die Konzelebration aller in der Annakirche tätigen Geistlichen mit der Unterstützung ihres Provinzials Thomas Vanek und mehreren Mitbrüdern der Sales-Oblaten und der Augustiner.
Weitere Einzelheiten, die im Artikel nicht untergebracht werden konnten, erfahren Sie wieder in der Bildserie (zur Verfügung gestellt von Marianne Malmström und Mag. Thomas Neunteufel). Unten finden Sie die Links zu den Mitschnitten der herzerwärmenden Predigt und der Wandlung auf YouTube.
Deo gratias für alle Veranstaltungen dieses Jubiläumsjahres 2014, auf die Sippenmutter Anna sicherlich mit Wohlwollen herunterblicken kann!
Kinder können ihre Beziehung zu Gott auf eine besonders schöne und stabile Art aufbauen, wenn sie ihnen auf liebevolle Weise bereits von ihren Eltern und Großeltern vorgelebt wird.
Obwohl man von ihnen historisch fast nichts weiß, wirft es demnach auch ein besonderes Licht auf Joachim und Anna, dass sie ihre Tochter Maria in einer Atmosphäre aufwachsen ließen, die diese ja sagen ließ zu der Berufung, welche sie letztlich zu den Großeltern des Gottessohnes machte.
Bevor der Grundstein für St. Anna gelegt wurde, befand sich auf dem Areal bereits ein Pilgerhaus. Als der Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales rund 400 Jahre später hier eine neue Heimat fand, machte er es sich zu seiner Aufgabe, die Tradition dieser Offenheit für Suchende zu bewahren.
Und so freute es den gegenwärtigen Provinzial P. Thomas Vanek OSFS ganz besonders, das Patrozinium der Kirche in einer großen Familie an Mitbrüdern und mitfeiernden Gottesdienstbesuchern zu zelebrieren.
Der Hausobere P. Alois Bachinger bedankte sich bei allen Mitwirkenden, ganz besonders den Mesnern und Sakristanen, der musikalischen Gestaltung durch die Choralschola St. Anna, der Organisation der Agape durch die Pfadfinderinnen und Pfadfinder und allen Gläubigen, die „ihrer“ Heiligen, die sie das ganze Jahr über gerne besuchen, an diesem Tag auch treue Ehre erwiesen.
Im Hof des Ordenshauses fand das Fest noch seinen Ausklang für alle bei Speis, Trank und Geplauder, wie bei einer großen Familienzusammenkunft eben, wo man nicht alle kennt, nicht mit allen gleich gut auskommt, aber weiß, dass man zusammengehört, weil nun einmal alle dieselbe Verwurzelung haben.
Einen optischen Eindruck vermittelt wie immer auch unsere kleine Bildgeschichte!
Herzliche Einladung zur Feier des 50. Weihejubiläums von P. Fritz Schmalhofer OSFS.
7 Jahre seines reichen Priesterlebens war er Kirchenrektor von St. Anna. Schon vorher hatte er während seines Studiums an der Akademie für Musik und darstellende Kunst hier gewohnt und priesterlich mitgewirkt, umgekehrt blieb er bis zum heutigen Tag der Gemeinde musikalisch als Chordirigent verbunden.
Die Festmesse findet statt am Sonntag, dem 29. Juni 2014 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche „Zum heiligen Franz von Sales“ in Wien 10, Holeyplatz 1.
Bei einem Frühschoppen gibt es anschließend die Gelegenheit, sich mit dem Jubilar zu freuen und ihm zu 50 Jahren musikalischer Gottesvermittlung zu gratulieren!
Eine kleine Dokumentation des Festes finden Sie hier in einigen kommentierten Bildern!
Laut historischen Recherchen wurde im Jahr 1514 der Grundstein für die Kirche St. Anna in Wien gelegt –
Grund genug, ausgiebig Dank zu sagen für 500 Jahre wechselvoller Geschichte der Gottesdienststätte und für die Fürsprache ihrer Patronin, zu der die Wienerinnen und Wiener stets gerne Zuflucht genommen haben.
Wie bei allen Feiern in der Annakirche mündeten fleißige Vorbereitung und tatkräftige Zusammenarbeit am 16. Mai in eine denkwürdige Hl. Messe, für die als Hauptzelebrant und Festprediger der emeritierte Wiener Weihbischof DDr. Helmut Krätzl gewonnen werden konnte.
Es war nicht sein erster Besuch und sicherlich auch nicht sein letzter, denn es war ihm eine sichtliche Freude, mit so vielen Mitbrüdern, Mitwirkenden und Gästen das zu tun, wofür eine Kirche da ist: Eucharistie zu feiern.
Sie alle waren zusammengekommen: zahlreiche Mitbrüder aus dem Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales, für welchen die Annakirche 1898 erster Zufluchts- und Wirkungsort im deutschsprachigen Raum gewesen war, allen voran der gegenwärtige Provinzial P. Thomas Vanek; Mit-Schwestern Oblatinnen des hl. Franz von Sales; Nachbar und Pfarrer, Augustinerpater Matthias Schlögl; treue Annakirchenbesucherinnen und -Besucher und Gäste aus befreundeten Kirchengemeinden; die Choralschola St. Anna mit der Messe brève no. 4 in C; Vertreter der ebenfalls schon seit über 80 Jahren im Haus untergebrachten Pfadfindergruppe XV; der eine oder andere von seinen Mitmenschen noch gar nicht als ernsthafter Jesusnachfolger wahrgenommene Zachäus; aber ganz sicher auch die unsichtbar über alles wachende Heilige elterlich fördernder Liebe, St. Anna.
Deo gratias für das großartige Fest, das sich in einer Agape in den Klosterräumlichkeiten fortsetzte und das sich – als Tüpfelchen auf dem i – optisch ein wenig unterschied von den jährlich wiederkehrenden Gedenkanlässen durch die diesmal nicht aus dem eigenen reichhaltigen Fundus stammenden Messgewänder!
Unser spezieller Dank gilt wieder Mag. Thomas Neunteufel für die Bilder und Aufzeichnungen von der Festpredigt (Teil 1Teil 2)!
„Hier ist ein Ort, wo ein wenig der Himmel die Erde berührt.“
Fast schon einen Kontrapunkt zu den barocken Prunkgewändern, der konzertanten Musikgestaltung und dem Weihrauch, mit denen das Hochamt zu Ehren des Heiligen Franz von Sales am 24. Jänner in der Annakirche gefeiert wurde, bildete die Predigt des Festzelebranten Prälat KR Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst von Stift Herzogenburg.
Würdigte sie doch die Mittel der Ruhe und Entschleunigung, mit denen die Annakirche den angesichts der Angebote und Anforderungen unserer Zeit überreizten Menschen helfen kann, ihre eigene Mitte wiederzufinden.
Nach Entledigung so manchen Seelenballastes fällt es umso leichter, sich dem unergründlichen Reichtum Christi in der Eucharistie zu öffnen und die Verbundenheit aller Menschen mit der göttlichen Liebe zu spüren.
Der besondere Dank gilt den hier tätigen Oblaten des heiligen Franz von Sales, deren Einsatz nicht nur das Sakrament der Buße dem Vergessenwerden entreißt und vielfältige Formen der Hinwendung zu Gott ermöglicht, sondern auch die salesianische Spiritualität vorlebt, welche in jedem Tun die Gegenwart Gottes zelebriert.
Er gebe es auch, dass der Orden seinen eingeschlagenen Weg durch neue Berufungen fortsetzen kann, denn beeindruckend waren auch die Worte des hl. Franz von Sales anlässlich seiner Bischofsweihe:
„Ich spürte ganz deutlich, dass mich Gott zu sich nahm und mich an die Menschen weiterschenkte.“
Vielen Dank an den in seiner Funktion als Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs eben erst abgelösten Propst Fürnsinn für die Leitung der Festmesse und seine bedachtsamen Worte über den Tagesheiligen und die das Fest beherbergende Kirche, vielen Dank an alle Gäste und Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen für die gemeinsame Feier, die hier durch einige Bilder dokumentiert wird!
80 Lebensjahre, davon 60 dem Orden der Oblaten des heiligen Franz von Sales versprochen, davon 12 als Oberer der österreichisch-süddeutschen Provinz dessen Geschicke leitend:
Voller Dankbarkeit für ein gesundes und zufriedenes Leben lud P. Alois Bachinger, der Hausobere der Annakirche, am 31. August zu einem feierlichen Hochamt.
Viele Gäste aus dem Freundeskreis, der Verwandtschaft, dem Innviertler Geburtsort Pramet und der Annakirchen-Gläubigengemeinde waren an diesem Samstagvormittag zusammengekommen, um das Christusgeschehen zu zelebrieren, wie P. Alois es in seinem reichen Priesterleben schon vielen Menschen nahegebracht hat.
Mit ihm im Altarraum feierten P. Thomas Vanek, der Provinzial der gegenwärtigen deutschsprachigen Provinz, Augustinerpfarrer P. Matthias Schlögl und die OSFS-Mitbrüder PP. Johannes Haas, Stefan Weig, Max Hofinger und Franz Aregger.
In seiner Predigt vermittelte P. Vanek all die Einsatzorte und Interessensgebiete seines ehemaligen Lehrmeisters, auch wenn er sie im Detail nur anklingen lassen konnte. Wie sich diese Vielfalt aus dem Armutsgelübde heraus erklärt, ist durchaus nachlesenswert!
Angesichts der Liebe des Geburtstagskindes zur klassischen Musik erhielt der Gottesdienst seinen festlichen Anstrich durch den routinierten Organisten Gerhard Sappert, Trompeter Tobias Cambensy und zwei Mitglieder des Ensembles ‚Classic Exclusive‘, welche sich mit drei Violinsonaten einstellten, um zu gratulieren und sich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken.
Auch die übrigen Geschenke liefen nicht Gefahr, von Rost und Motten gefressen zu werden, handelte es sich doch um Operngutscheine, eine selbstgemachte, aber durchaus konditorverdächtige Geburtstagstorte, eine ausgiebige heimatliche Brotzeit vom Bürgermeister von Pramet und einen Vorrat des bayrischen Lieblingsbieres aus der Gegend von Eichstätt, dem langjährigen Wirkungsort des Jubilars.
So trugen alle bei zu einem gelungenen, harmonischen Fest, das besinnlich abgerundet wurde durch die oberösterreichische Landeshymne, dessen Dichter Franz Stelzhamer auch aus der engeren Heimat P. Bachingers stammt.
Danke für dieses wunderschöne Fest (hier in ein paar Bildern eingefangen), das es uns leichtmacht, uns desöfteren P. Alois‘ Motto zu vergegenwärtigen, welches auch die Einladungskarte geziert hatte:
Trag oft dein Herz zu Gott und sei glücklich, dass du ihm gehörst
Franz von Sales
Die Fotos stammen von Marianne Malmström und Mag. Thomas Neunteufel.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass das Annafest für die Wienerinnen und Wiener der Anlass für einen sommerlichen Kirtag war.
Einen Rest dieser Tradition halten die Oblaten des hl. Franz von Sales in Ehren, indem sie das Patrozinium ihrer Kirche zu einem großen Fest machen und am 26. Juli Tür und Tor öffnen:
In der feierlich geschmückten Annakapelle wird die Handreliquie der Großmutter Jesu zur Verehrung ausgestellt, welche schon 1743 von Anna Maria, der Tochter Kaiser Leopolds und Königin von Portugal, der Annakirche geschenkt worden war.
Vor der hl. Messe wird in der sich bereits gut füllenden Kirche gemeinsam die Annen-Andacht gebetet.
Für das Hochamt selbst wird immer ein ganz besonderer Gast eingeladen, der mit den und für die versammelten Gläubigen die Eucharistie feiert.
Heuer reiste der „neueste“ Priester der Kongregation, P. Dominik Viet Hien Nguyen OSFS, aus dem Haus Overbach in Jülich bei Aachen an. Es ist eine Freude, auf diese Weise die Mitbrüder aus allen Teilen der deutschsprachigen Provinz des Ordens kennenzulernen und ihr jeweiliges persönliches Charisma zu „verkosten“.
Da seine Weihe noch kein Jahr her ist, nahm er sich gerne auch die Zeit, nach der Messe den Einzel-Primizsegen zu spenden.
Doch die Annakirche könnte nicht zu einem so großen Fest einladen, wenn sie sich nicht wie immer auch auf ihre Getreuen verlassen könnte:
Auf ihr hier tätiges Sales-Oblaten-Mitbrüderquartett; den freundschaftlichen nachbarlichen Kontakt zur zuständigen Pfarre in der Augustinerkirche; die Ministranten, die auf die feierliche Dekoration und den reibungslosen Ablauf der Zeremonie achten; die Damen und Herren der Choralschola St. Anna, die nicht nur immer wieder neue Musikstücke einstudieren – diesmal die dreistimmige Messe von Robert Führer – sondern schon traditionellerweise auch leckere Mehlspeisen beisteuern und last but not least die im Haus untergebrachten Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die mit Herz, Hirn und Hand für das Catering sorgen. (Manche der Genannten übrigens in Doppelfunktion!)
So kommen die Wienerinnen und Wiener in den Genuss, einige entspannte Stunden im Blütenmeer des Innenhofes der Annakirche zu verbringen (auch wenn Würstchen und Bier früher oder später kontingentiert werden müssen). Und so werden sie daran erinnert, worauf die Statue der hl. Anna in dieser Kirche auch schon seit mehreren Jahrhunderten hinweist: Sieh auf Jesus Christus, den Sohn meiner Tochter Maria, höre auf ihn, und deine Saat wird gedeihen.
vor dir zu stehen und dir zu dienen.
II. Hochgebet
P. Dr. Maximilian Hofinger wurde vor 50 Jahren, am 29. Juni 1963, in Eichstätt zum Priester geweiht.
Das ist ein Grund, dem Herrn zu danken.Dieser Dank wurde am Sonntag, dem 30. Juni 2013, um 11.15 Uhr mit einem Choralamt gefeiert. Der Glanzpunkt eines Festes sind seine Gäste, und die ließen es sich nicht nehmen, nach Kräften zu seinem Gelingen beizutragen. Für die musikalische Gestaltung sorgten Tobias Cambensy mit seiner Trompete, Gerhard Sappert an der Orgel und die Schola von St. Anna, dirigiert von P. Fritz Schmalhofer OSFS.
Eine besondere Freude für P. Max war die bei festlichen Anlässen in St. Anna schon übliche große Anzahl an Konzelebranten, die einen Querschnitt an Weggefährten in seinem priesterlichen Wirken abbildeten:
Mitbruder P. Franz Peer aus dem eigenen Orden, Guardian P. Gottfried Wegleitner von den benachbarten Franziskanern, Pfarrer Valentin Zsifkovits aus der Diözese Eisenstadt, für die der engagierte Jubilar regelmäßige Besinnungstage mitgestaltet, P. Vitus Sedlmair SJ, ein ehemaliger Schüler, der in seinem Heimaturlaub aus der afrikanischen Mission Zeit gefunden hatte, zu kommen und mitzufeiern, aus der Wiener Diözese Msgr. Dr. Heribert Lehenhofer und der für die Orden zuständige Bischofsvikar P. Dr. Michael Zacherl SJ, sowie als Festprediger der Provinzial der Oblaten des hl. Franz von Sales P. Thomas Vanek OSFS.
In eindrücklichen und doch schlichten Worten würdigte der Ordensobere die Authentizität in Gottesvermittlung und eigener Gottessuche, die P. Max in fünf Jahrzehnten zu einem Werkzeug, einem glaubwürdigen Stellvertreter Christi geformt hat.
Einzeln ließen sich die Festgäste gar nicht mit Namen nennen, die ebenfalls die ganze Palette an Menschen repräsentierten, welche P. Max und der Annakirche verbunden sind: Familie, Freunde (viele ehemalige Schulkameraden), Gönner, treue Messbesucher, Gratulanten aus der Pfarre St. Augustin und den Seminaren, Gebetskreisen und Reisegesellschaften.
Alle, die diesmal nicht teilnehmen konnten, seien vertröstet auf die baldigen nächsten großen Feierlichkeiten des Annafestes am 26. Juli.
Vielen Dank allen vor und hinter den Kulissen, die die Feier zu einem denkwürdigen Tag gemacht haben!
Vielen Dank, P. Max, dass Du durch Dein priesterliches adesse so viele Menschen dazu bringst, sich mit Dir an Jesus zu freuen!
Hier finden Sie die Predigt vom Provinzial P. Vanek zum Nachlesen und einen kleinen Ausschnitt der Bilder von der Feier zum Nacherleben. Vivat Jesus!
Wer am Donnerstag, den 24. Jänner in der Annakirche die Abendmesse mitfeierte, hätte nicht glauben mögen, dass die Diözese von Priestermangel bedroht ist.
So viele Zelebranten waren der Einladung gefolgt, um mit den Oblaten des hl. Franz von Sales in einem Hochamt das Fest ihres Ordensvorbildes zu feiern, und bald war der Altarraum wohlgefüllt.
Neben dem Provinzial und mehreren Mitbrüdern aus dem eigenen Orden kamen Freunde von den benachbarten Augustinern und Kapuzinern, der Bischofsvikar für die Orden P. Dr. Michael Zacherl und als Festzelebrant Bischofsvikar P. Mag. Dariusz Schutzki.
Der Mensch ist nicht nur für Alltag und Routine gebaut, sondern er kann den Sinn des Lebens erst in den Auszeiten ausschöpfen.
Dazu gehören gemeinschaftliche Feste, aber auch der persönliche Freiraum mit Gott, den sich jede und jeder selbst definieren muss. Welche Rolle die zentral gelegene Annakirche dabei spielen kann, führte der Bischofsvikar in seiner berührenden Predigt aus.
Die Atmosphäre der Freude an Gott und der Freude an seiner Verkündigung war direkt greifbar, und wenn diese Begeisterung und dieses integrierende Vorausblicken symptomatisch sind für eine erneuerte Kirche, muss man sich wohl keine Sorgen machen um mangelnde Priester (oder mangelnde Gläubige)!
Der Hausobere P. Alois Bachinger ließ es sich nicht nehmen, allen Anwesenden zu danken, die durch ihr Mitfeiern und ihre Vorbereitungen zum Gelingen beigetragen hatten, und sie alle zu einer Fortsetzung des Festes bei der Agape in den Klosterräumlichkeiten einzuladen.
P.S. Die Sales-Oblaten sind bekannt für die flexible Zusammenarbeit in allen ihren Wiener Pfarren, und so dauerte das Franz von Sales-Fest in Wien eigentlich eine ganze Woche und bot ganz unterschiedliche Zugänge zum Gedankengut des Heiligen:
Am 20. 1. 2013 am gemeinsamen Fest der Salespfarren Wien XIX in Wien-Kaasgraben mit dem Neupriester P. Dominik Nguyen OSFS unter dem Titel: „Was er euch sagt, das tut!“
Am Tag selbst, dem 24. 1. 2013, lud uns Bischofsvikar P. Dariusz SchutzkiCR bei uns in der Annakirche ein, uns in das Gespräch mit Jesus zu vertiefen mit der Predigt: „Ich bin reif für die Insel!“
Die Oblaten des hl. Franz von Sales bieten in der Annakirche – die als Rektoratskirche kein eigenes Pfarrgebiet hat – in ganz besonderem Maße die Sakramente der Eucharistie und der Versöhnung an. In einer ansteckenden ‚Werberede‘ würdigte die Predigt am Franz von Sales-Fest 2013 diesen Weg. Wir danken Bischofsvikar P. Schutzki für seine Worte und wünschen von ganzem Herzen gutes Gelingen für seine Pläne, diesen Geist des Verweilens mit Gott auch in die bisher nicht dafür ‚spezialisierten’ Kirchen zu bringen.
Deo gratias!
Ich bin reif für die Insel –
und ich gehe in die St. Annakirche.
Ich bin reif für ein Gespräch mit Gott.
Ich möchte mich ausruhen in Deinen Armen, o Gott.
Es ist so viel um uns, es ist so viel um mich herum. Ich schaue zu Dir auf, o Gott, und möchte umkehren, nach vorne schauen, nach vorne blicken.
Umkehr von der Hast der Tage und Stunden zur Ruhe in Dir, o Gott.
Der Patron des heutigen Tages, der heilige Franz, gibt einen wichtigen Hinweis:
Stütze dich in allen Arbeiten völlig auf die Vorsehung Gottes. Nur sie gibt deinen Plänen das Gelingen.
Ich merke selbst, wie viel Vertrauen wir den vielen Errungenschaften der Technik, der Entwicklung – Handys, Computer, was weiß ich, was es da alles gibt – letztlich auch dem Verstand eines jeden schenken.
Oft erst am Ende des Weges oder im Falle einer hoffnungslosen Diagnose vertrauen wir auf Gott und setzen unsere Hoffnung in ihn.
Wir reichen manchmal die Hand eher der irdischen als der himmlischen Hoffnung.
Mache es wie die kleinen Kinder: Mit der einen Hand halte dich fest am Vater.
Mit der anderen pflücke die Erdbeeren und Brombeeren am Wegrain. So sammle und gebrauche auch du die irdischen Güter mit der einen Hand, mit der anderen halte dich an der Hand des himmlischen Vaters fest.
Schau immer wieder zu ihm auf. Zu ihm schauen und sich immer wieder auf ihn verlassen –
ich brauche eine Insel. Denn in Dir, o Gott, vermag ich alles.
Die Eucharistie, die Anbetung:
Das stärkt das Leben und die Gesundheit der Seele.
Ich bin euch hier in der St.-Anna-Kirche dankbar für diese Zugänge zu geistiger Nahrung.
Für die Anbetung.
Die Seele, die so oft gehetzt, durch viele Termine und Zeitmangel geprüft wird, die durch viele Bilder des Alltags belagert wird, braucht ein frisches Wasser, braucht die Begegnung mit ihrem Schöpfer, denn nur dort findet sie die Ruhe und eine neue Quelle der Kraft zum Weitergehen, damit auch der Körper gesunden kann.
Diese Möglichkeit der Anbetung möchte ich und auch die anderen Bischofsvikare in den kommenden Monaten mehr und mehr eröffnen und die Pfarren unserer Diözese dazu einladen. Die Seele erhebt sich dann langsam aus der Mühsal. Warum bist du so traurig?
Hoffe auf Gott!
Wir brauchen heute diese Spiritualität der frohen Liebe Gottes.
Wie mich mein Vater geliebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe.
Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. Wir sind ein Teil der Liebe Gottes und wir sind Teil der Freude, die in Jesus Christus ist, die sein Leben ausmacht: Die Freude an Gott.
Das Wissen um das unendliche Getragensein durch den Vater können wir an Jesus Christus ablesen und diese Freude nimmt Christus durch die Erwählung in uns hinein. An dieser Freude haben wir Anteil, aus dieser Freude können wir schöpfen und unser Leben gestalten.
Wir leben nicht in einem leeren Raum, den wir erst einmal füllen müssen, sondern das, was für uns bereit liegt, ist die Liebe Gottes, aus der wir schöpfen können. Wir müssen diese Liebe nicht aus uns selber nehmen. Sie ist um uns und darum können wir sie auch weitertragen.
Weltoffenes Christsein macht dir Freude.
Alles, auch deine Arbeit, wird dir Freude machen, denn alles ist in Gott geborgen. So wird Gott mit dir, in dir und für dich arbeiten, und deine Arbeit wird dir Freude bereiten.
Liebe Mitbrüder, liebe Schwestern und Brüder, eine der Säulen der Spiritualität des Heiligen ist Optimismus, und da treffen wir uns ein bisschen mit den Resurrektionisten.
Auferstehung – Halleluja!
Wenn man Halleluja sagt, Optimismus, Auferstehung, da breitet sich sofort so ein bisschen so ein Schimmer in das Lächeln auf jedem von den Gesichtern von euch, ja das ist so natürlich.
Die richtige Methode: Nach vorne schauen, nach vorne blicken, nicht verbissen auf das Gewesene starren. Ich bin auch dankbar, dass hier immer wieder nach vorne geschaut wird.
Die Auferstehung zum Leben, das Sakrament der Beichte:
Die Versöhnung, die hier tagtäglich gelebt wird, das Sakrament der Beichte, Auferstehung vom Tod der Sünde zum erlösten Leben des Kindes Gottes.
Und ich bin Gott dankbar, dass hier ein Ort der Auferstehung und des immer neuen Anfanges gepflegt wird. Unzählige Menschen erfahren hier die Barmherzigkeit Gottes, sie erfahren eine Auferstehungsinsel, die ich erreichen kann auf den Flügeln der Barmherzigkeit, die mir eine neue Erde und einen neuen Himmel zeigen in der Freude des neuen Anfanges.
Wenn ich mir die vergangenen Tage anschaue, ohne verbissen zu sein, weil das kann ich irgendwie nicht, das liegt nicht in meiner Natur – Votivkirche – wir haben Schwierigkeiten rundherum, wir, die wir stehen in der Diözese jetzt am Anfang des Erneuerungsprozesses in Wien und in unserer Diözese sehe ich, dass die Oblaten des Heiligen Franz von Sales in ihrer Spiritualität in der Spur sind, auf dem richtigen Weg, die Zukunft positiv und hoffnungsvoll zu gestalten.
Ich danke euch dafür und ich erbitte reiche Gnaden für diese Insel im Herzen der Stadt Wien.
Amen.
Predigt von P. Mag. Dariusz Schutzki CR, Bischofsvikar für Wien-Stadt,
am Fest des Hl. Franz von Sales in der Annakirche Wien, 24. Jänner 2013