Archiv der Kategorie: Gastzelebranten

Schulmesse Evangelisches Gymnasium, 30.3.2016, 09.00 Uhr

I can see clearly now…

Eine große österliche Freude hatten die Patres der Annakirche, als ihr Gotteshaus gesteckt voll war mit den Jugendlichen des Evangelischen Gymnasiums, die hier ihren Ostergottesdienst hielten.

Einen roten Faden durch die heilige Messe bildeten die einander ergänzenden Beiträge zu dem Motto „Kopf hoch!“, beigesteuert von einem beeindruckenden Team an Mitwirkenden und eingebettet in die Liturgie durch P. Georg Dinauer OSFS, Priester und Psychotherapeut, der 10 Jahre lang an der Annakirche gewirkt hatte.

Wenn die Umstände widrig sind, kann die einfache Haltungsänderung des Aufrichtens den Kopf wieder über die Dinge erheben und für den Humor als Lebensstrategie freimachen.

Vielleicht kommt man erst viel später drauf, wie Gott da seine Finger im Spiel gehabt hat, ohne sich groß in den Vordergrund zu spielen. Manchmal hat es nämlich einfach gereicht, zum richtigen Zeitpunkt über ein Graffito gestolpert zu sein und dessen ganz persönlicher Botschaft nachgespürt zu haben:

I can see clearly now, the rain is gone. I can see all obstacles in my way, gone are the dark clouds that had me down –
Oh yes, I can make it now, the pain is gone. All of my bad feelings have disappeared, here is the rainbow I’ve been praying for:

It’s gonna be a bright, bright sunshiny day!

Weitere Bilder finden Sie hier

Hochfest des hl. Franz von Sales, 24.01.2016, 18.00 Uhr

Vertrauen und Hoffnung

Dass ist der Kreislauf der Gnade wirksam wird, kann am merklichsten erfahrbar werden, wenn die Praxis des Gebetes nicht abreißt.
Durch das Aufspüren der Gegenwart Gottes im eigenen Alltag wird die Wahrnehmung geweitet und das Herz für Vertrauen und Hoffnung geöffnet, für sich selbst und in der Fürbitte für alle notleidenden Menschen.

Der Sockel von allem aber ist das Tun, und es ist Franz von Sales zu verdanken, den Menschen mit seiner „Philothea“ einen spirituellen Weg zu eröffnen genau an dem Ort, wo sie sich in ihrer Lebensgestaltung befinden. Um ein Leben im Einklang mit Gott führen zu können, muss man sich nicht unbedingt in die Kontemplation eines Klosters zurückziehen, man kann es auch aus dem Getragensein eines Familien-lebens bewerkstelligen, vorgelebt etwa vom seligen Ladislaus Batthyany.

In der Annakirche sind die beiden Wege durch die Statuen rechts und links des Altares verkörpert, wie Hauptzelebrant und Festprediger Doz. Dr. Ewald Huscava veranschaulichte: Abraham, der alles aufgegeben hat, was ihm vertraut war, und David, der als König das Bestehende zu organisieren hatte.
Wie von zwei Flussufern her weisen sie beide zum Himmel, zum Größeren, dem man sich auch und gerade in der Getriebenheit seines Terminkalenders überlassen darf.

Herzlichen Dank allen Mitfeiernden am Hochfest des Ordensstifters der Oblaten des hl. Franz von Sales, den Konzelebranten und dem liturgischen Team unter Clemens Haag und Michael Schimpl, der musikalischen Gestaltung durch das Ärztequartett unter Dr. Ferdinand Raab, die Schola von St. Anna und Gerhard Sappert an der Orgel sowie an die Pfadfinderinnen und Pfadfinder für ihren Einsatz an der Gulasch- und Bierkanone!

Hier finden Sie einige Fotos von der Feier.

Annafest 2015, Sonntag, 26.07.2015, 18.00 Uhr

Rufen – Hören – Antworten
Verlässlich jährt sich das Annafest – und immer wieder präsentiert es sich von einer neuen Seite. Heuer durfte die Annakirche mit dem ganz „frisch“ geweihten Mag. Dietmar Hörzer als Festzelebranten feiern und an seiner Berufung teilhaben, in der sie schließlich auch eine Rolle gespielt hatte. Im Schatten des Stephansdomes gelegen, ist sie ein Ort, an dem man ganz einfach reinschauen, mit Gott verweilen und horchen und Überholtes gleich auch in einer Beichte / Aussprache bei ihm lassen kann.

Gott hört nicht auf zu rufen, immer wieder, und wenn nötig, auf immer wieder andere Weise. Den Heiligen hat er eine spezielle Stimme verliehen und viele Menschen vertrauen auf ihre Fingerzeige, so wie Mutter Anna es in der zentralen Statue der Kirche verkörpert.

Doch der Ruf kommt nicht auf uniforme Weise an. Er findet seine Resonanz in den verschiedenen Charismen der Menschen, als Erfüllung im Priestertum, in der Familie, im humanitären Einsatz oder im künstlerischen Ausdruck. Die Annakirche darf sich bedanken bei allen Menschen, die das jeweils Ihre zum Fest beigetragen haben, angefangen vom Ausdruck der Nachbarschaftlichkeit in den zahlreichen Konzelebranten und Ministranten über die Choralschola St. Anna, die mit den dreistimmigen Proprien von P. Fritz Schmalhofer osfs das akustische und einer Auswahl an Mehlspeisen das leiblichen Wohlbefinden gefördert hat, bis zu den weiteren sichtbaren und unsichtbaren Heinzelmännchen bei der Agape im Hof. Nicht zufällig sei an dieser Stelle die Pfadfindergruppe 15 erwähnt, die sich zu ihrem 85-jährigen Jubiläum in den Räumlichkeiten der Annakirche mit Gratulationen und Dank in Form eines frisch renovierten Kelches mit Evangelisten-Ornament einstellte.

Segnen = Bene-dicere = Wohl-wollen

In und mit Gott wird jedes Tun bedeutsam, und sei es das Kartoffelschälen, wie schon Franz von Sales darlegte. Vielleicht noch mehr als in einer „normalen“ Pfarrkirche sind die hier Mitwirkenden herausgefordert, allen, die herkommen, Gutes zu wollen, indem sie sie dort abholen, wo sie sind, um die Schwelle niedrig zu halten für jene, die noch gar nicht genau wissen, was sie suchen.
Denn es ist nicht der Mensch, von dem der Segen herrührt, sondern Gott. Aber es ist der Mensch, der sich dieser speziellen Resonanz bereitwillig zur Verfügung stellt, der zum Segen wird für seine Mitmenschen.

Deo gratias für ein wieder neues und anderes Annafest und herzlichen Dank allen Teilnehmenden!

Weitere Eindrücke vermitteln hier einige Bilder.

Nachprimiz P. Lukas Prosch OPraem, Sonntag, 22.02.2015, 18.00 Uhr

Bild: Kloster Speinshart

Zur Einstimmung in die Fastenzeit wird die Abendmesse von Prämonstratenser-Chorherr Lukas Florian Prosch aus dem Kloster Speinshart in der Oberpfalz gehalten. Er wurde zu Pfingsten vorigen Jahres zum Priester geweiht und wird daher einen Primizsegen spenden.

Der Besuch vertieft die österreichisch-bayerischen Beziehungen, welche von den Hauptwirkungsstätten der Sales-Oblaten im deutschsprachigen Raum herrühren.

Wir freuen uns auf einen besinnlichen Gottesdienst!

Fest des Hl. Franz von Sales, Samstag, 24. Jan. 2015, 18.00 Uhr

   Dankbar in die Vergangenheit schauen

        Leidenschaftlich die Gegenwart leben

               Voll Hoffnung die Zukunft ergreifen

Diese Sätze könnten durchaus auch von Franz von Sales stammen –
tatsächlich sind sie das Leitmotiv im Jahr des geweihten Lebens, das Papst Franziskus für 2015 ausgerufen hat und welches Festzelebrant Abtpräses Christian Haidinger OSB aus Stift Altenburg in seiner Predigt aufgegriffen und in einen aktuellen Kontext gebracht hat.

Das Fest selbst war ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken der unterschiedlichsten Arten, wie Spiritualität gelebt werden kann.
Ob freudige Anbindung an die Gegenwart Gottes durch bewusste Teilnahme an der Eucharistie; der ungebrochen großzügige Spendenstrom zum Erhalt der traditionsreichen Gottesdienststätte Annakirche; die verschiedenen freundschaftlichen und ehrenamtlichen Dienste, ohne die eine kirchliche Gemeinschaft kaum mehr funktionieren würde; oder ein explizit in den Dienst der Mitmenschen gestelltes Leben in einer geistlichen Gemeinschaft von nicht minder tatkräftig bis überwiegend kontemplativ:

An diesem Ehrentag des heiligen Franz von Sales füllte sich die Annakirche mit Menschen in Zivil und Habit. Allein im Altarraum waren nicht weniger als fünf verschiedene Orden vertreten.
Allen gemeinsam war jedoch der simple Umstand, Geschöpf Gottes zu sein und unterschiedslos an der Communio teilzuhaben.

Vielen Dank auch heuer wieder für das gelungene Fest, dessen Mitwirkende wie gewohnt auf optische Weise ein bisschen eingehender vorgestellt werden! Album Franz von Sales 2015

Herzliches Vergelt’s Gott bzw. Deo gratias!


– Einen weiteren Eindruck bieten Filme von der Wandlung und von der Predigt, die in voller Länge nachgehört werden kann.
Herzlichen Dank an Mag. Thomas Neunteufel für die Aufnahmen und seinen Anteil an den Bildern!

– Speziell zum Jahr der Orden informieren Sie sich bitte über die Vielfalt der geistlichen Gemeinschaften, die auf die Spiritualität des hl. Franz von Sales zurückgehen: Die salesianische Familie

– Noch ein P.S.: Was Franz von Sales schon vor 400 Jahren gesagt hat, lautet so:
Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr, sie gehört dem göttlichen Erbarmen.
Meine Zukunft kümmert mich noch nicht, sie gehört der göttlichen Vorsehung.
Was mich kümmert und fordert, ist das Heute.
Das aber gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens.

Visitationsmesse, Sonntag, 9. November, 18.00 Uhr

Franz von Sales als beliebter Prediger

Franz von Sales war der erste Bischof, der alle Pfarreien seines Gebietes persönlich besucht hat. Ob man deshalb behaupten darf, er habe die Visitationsmessen erfunden, sei dahingestellt – jedenfalls war es ihm ein Anliegen, alle „seine“ Gläubigen und ihr individuelles geistliches Leben kennenzulernen.

Am Sonntag, dem 9.11. 2014 wird der emeritierte Weihbischof der Erzdiözese Wien, DDr. Helmut Krätzl, die Annakirche besuchen. Nachdem er schon im Mai mit uns eine 500-Jahr-Dankmesse gefeiert hatte, wird er sich noch einmal die Zeit nehmen und Eucharistie feiern mit den Menschen, die der Annakirche verbunden und für sie tätig sind.

Herzliche Einladung, auch zu diesem Anlass das Jubeljahr der Annakirche auszukosten!

500 Jahre St. Anna

1514 wurde der Grundstein zur Annakirche gelegt. Die 500-jährige Geschichte der Annakirche ist mittlerweile bekannt oder kann leicht anderweitig nachgelesen werden – nicht zuletzt im neuen, zu diesem Anlass angefertigten Kirchenführer. Nein, die Festmesse mit dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn gestaltete sich nicht zu einem Feuerwerk sich überschlagender Fakten, sondern wurde zu einer Fortsetzung der bereits sehr familiären Festmessen dieses Jubeljahres.

Auch die Predigt wirkte intim und kolloquial – und doch spannte sie einen mitreißenden Bogen von der Rolle der Annakirche als spirituelles Refugium über das Vorbild, das die heilige Familie bei der Bischofssynode in Rom hoffentlich noch spielen wird und die segnende Wirkung des liebenden Beziehungsgeflechtes, das den dreieinen Gott in sich ausmacht bis zu seinem irdischen Ausdruck in der Vielzahl der Heiligen: den allgegenwärtigen anerkannten Helfern wie auch all den unbekannten Menschen, die sich einfach um ein Leben in der göttlichen Unversehrtheit bemühten; wofür, um zum Anfang zurückzukommen, ein betreuter Ort der Hinwendung zu Gott ein großer Hilfsdienst ist, den die Oblaten des hl. Franz von Sales seit über 100 Jahren bieten.

Zum Dank für die Treue im Mitfeiern und Mitgestalten wurden alle zur Agape geladen, wo sich der hohe Gast, Freunde, Mitwirkende sowie Kirchenbesucherinnen und -Besucher noch bei einfacher, aber köstlicher Klosterbewirtung unterhalten konnten.  Es ist immer eine besondere Aufgabe, ja auf keinen der zum Gelingen Beitragenden zu vergessen. Besonders hervorgehoben seien jedoch die routinierte liturgische Hilfstruppe aus dem  Schottengymnasium, die tatkräftige und ideelle Mithilfe der Pfadfinderinnen und Pfadfinder durch die festliche Anwesenheit mit ihrer Gruppenfahne, der musikalische Rahmen durch die Choralschola St. Anna mit der Missa brevis no. 4 in C-Dur von Charles Gounod sowie das Streichquartett „medici et musici“ unter der Leitung von Dr. Ferdinand Raab und nicht zuletzt die Konzelebration aller in der Annakirche tätigen Geistlichen mit der Unterstützung ihres Provinzials Thomas Vanek und mehreren Mitbrüdern der Sales-Oblaten und der Augustiner.

Weitere Einzelheiten, die im Artikel nicht untergebracht werden konnten, erfahren Sie wieder in der Bildserie (zur Verfügung gestellt von Marianne Malmström und Mag. Thomas Neunteufel). Unten finden Sie die Links zu den Mitschnitten der herzerwärmenden Predigt und der Wandlung auf YouTube.

Deo gratias für alle Veranstaltungen dieses Jubiläumsjahres 2014, auf die Sippenmutter Anna sicherlich mit Wohlwollen herunterblicken kann!

Predigt Teil 1   Predigt Teil 2   Wandlung

Annafest 2014: Ein Familienfest

Annafest, 26. Juli 2014, 18.00 Uhr

Kinder können ihre Beziehung zu Gott auf eine besonders schöne und stabile Art aufbauen, wenn sie ihnen auf liebevolle Weise bereits von ihren Eltern und Großeltern vorgelebt wird.
Obwohl man von ihnen historisch fast nichts weiß, wirft es demnach auch ein besonderes Licht auf Joachim und Anna, dass sie ihre Tochter Maria in einer Atmosphäre aufwachsen ließen, die diese ja sagen ließ zu der Berufung, welche sie letztlich zu den Großeltern des Gottessohnes machte.

Bevor der Grundstein für St. Anna gelegt wurde, befand sich auf dem Areal bereits ein Pilgerhaus. Als der Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales rund 400 Jahre später hier eine neue Heimat fand, machte er es sich zu seiner Aufgabe, die Tradition dieser Offenheit für Suchende zu bewahren.
Und so freute es den gegenwärtigen Provinzial P. Thomas Vanek OSFS ganz besonders, das Patrozinium der Kirche in einer großen Familie an Mitbrüdern und mitfeiernden Gottesdienstbesuchern zu zelebrieren.
Der Hausobere P. Alois Bachinger bedankte sich bei allen Mitwirkenden, ganz besonders den Mesnern und Sakristanen, der musikalischen Gestaltung durch die Choralschola St. Anna, der Organisation der Agape durch die Pfadfinderinnen und Pfadfinder und allen Gläubigen, die „ihrer“ Heiligen, die sie das ganze Jahr über gerne besuchen, an diesem Tag auch treue Ehre erwiesen.

Im Hof des Ordenshauses fand das Fest noch seinen Ausklang für alle bei Speis, Trank und Geplauder, wie bei einer großen Familienzusammenkunft eben, wo man nicht alle kennt, nicht mit allen gleich gut auskommt, aber weiß, dass man zusammengehört, weil nun einmal alle dieselbe Verwurzelung haben.

Einen optischen Eindruck vermittelt wie immer auch unsere kleine Bildgeschichte!