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G’schichten aus dem Innviertel, Fr. 10. 04. 2015, 18.45 Uhr

Dr. Martin Moser, ein Kenner der Innviertler Mundart, bietet wieder einen seiner beliebten Vortragsabende.

Der Schwerpunkt liegt diesmal auf Richard Billinger (* 20. Juli 1890; † 7. Juni 1965 in Linz), dessen Werk den Wandel von der naturalistischen Bauerndichtung des 19. Jahrhunderts zu einer mythisch-religiösen Darstellung der dämonischen Kräfte der Natur kennzeichnet und stark beeinflusst ist durch seine Innviertler Heimat.

Anschließend noch kleiner Umtrunk und Gesprächsaustausch mit Dr. Martin Moser.

Termin: 10. April 2015, 18.45 Uhr
Ort: Annakirche, Annagasse 3b, Seminarraum, Eingang rechts neben der Kirche
Eintritt frei, Spenden für die Kirche willkommen.

Kreuzwegandacht, jeder Freitag und Sonntag in der Fastenzeit, 17.30 Uhr

Warum beten wir den Kreuzweg?

Das Osterfest ist das größte Fest der Christenheit, weil wir in diesen Tagen die endlos sich wiederholende Vergegenwärtigung Gottes in unserer Welt feiern.
Wir erinnern uns an die unerschöpfliche Liebe, mit der Jesus seine Bereitschaft gezeigt hat, die Menschen in allen ihren Eigenheiten als Brüder und Schwestern anzunehmen, und er erinnert uns daran, was wir unsererseits zur Erlösung unserer selbst und aller beitragen können.
Daher ruht die Vorbereitungszeit dafür auf den drei Säulen: Almosen, Gebet und Fasten.
Teilen mit den Mitmenschen, Betrachtung der Wege Jesu und Freimachen innerer Räume: Jedes dieser Vorhaben stützt sich auf die beiden anderen.
Und wenn wir uns – angesichts unserer Ansprüche an uns selbst – in unseren weltlichen Eigenheiten zu verheddern drohen, können wir zum Gottessohn als Vorbild und Orientierung zurückkehren.

Im Anschluss werden die 14 Stationen der Passion Christi in kurzen Texten nach Romano Guardini vorgestellt.

Allen, die lieber mit visuellen Vorlagen meditieren, seien die Kreuzwegillustrationen von Prof. Anton Lehmden in der Pfarrkirche Inzersdorf- St. Nikolaus, 1230 Wien, ans Herz gelegt.

Achtung! An den Freitag- und Sonntagabenden, an denen in der Annakirche der Kreuzweg gebetet wird, beginnt der Rosenkranz schon um 17.00 Uhr.

Einstimmungsgebet:

Herr, du hast gesagt: “Wer mein Jünger sein will, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Ich will jetzt Deinen Spuren nachgehen und Dir im Geist auf Deinem Leidensweg folgen. Hilf mir auch, mein Kreuz mit Dir zu tragen. Lass mich meine eigene Not darin erkennen und lehre mich verstehen, was ich gerade jetzt tun soll. Amen.

1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt

Jesus steht vor Gericht. Die, die ihn anklagen, sind Lügner. Der Richter ist ein charakterloser Mann. Das Verfahren spricht allem Recht Hohn. Von diesem Gericht wird der Herr eines schweren Verbrechens für schuldig erklärt. Die Strafe ist schmachvoll und schrecklich zugleich.

Wie würde sich mein Gerechtigkeitsgefühl auflehnen, wenn mir jemand eine ungebührende Strafe auferlegen wollte! Wie wehre ich mich gegen ein Unglück, wenn ich meine, ich hätte es nicht verdient. Herr, lehre mich, Dir nachzufolgen, wenn meine Stunde kommt. Amen.

2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Das Urteil ist gesprochen. Jesus hat es schweigend angenommen. Nun bringen sie das Kreuz. Der Verurteilte soll es selbst zur Richtstätte tragen. Der Herr nimmt das Leidensholz auf. Er lässt es sich nicht stumpf aufladen, sondern greift entschlossen an. Den Auftrag des Vaters sieht er im Kreuz: unser Heil. Das will er mit aller Kraft seines Herzens.

Herr, ein anderes ist es, in guter Stunde zu sprechen: „Ich bin bereit zu allem, was Gott will“, und ein anderes, auch wirklich bereit zu sein, wenn das Kreuz kommt. Ich will bereit sein. Mach mich stark und großmütig. Amen.

3. Station: Jesus fällt das erste Mal unter dem Kreuz

Er hat die ganze Nacht den Schlaf entbehrt und seit gestern Abend nichts gegessen. Das Kreuz ist zu schwer für ihn, die Last geht über seine Kräfte. Er strauchelt an einem Stein, oder im Gedränge stößt jemand wider ihn, und er fällt.

Herr, das Kreuz ist zu schwer für Dich. Du fällst, und raffst Dich wieder auf, und trägst es weiter. Jedes Kreuz scheint einmal über unsere Kraft zu gehen. Immer kommt einmal das müde, angstvolle Wort über unsere Lippen: „Ich kann nicht mehr.“ Du verdenkst es uns nicht, wenn wir erlahmen. Gieße mir Deine Kraft in die Seele. Dann richtet sie sich wieder empor, nimmt ihre Last auf und geht weiter.

4. Station: Jesus begegnet seiner heiligen Mutter

An einer Straßenkreuzung wird sie gewartet haben und tritt nun an den Zug heran. Sie sprechen nichts, die Mutter und ihr Sohn. Was wollten sie auch sagen? Sie sind miteinander ganz allein. Dann spricht der Blick des Herrn: „Mutter, es muss sein. Der Vater will es.“ „Ja, Kind, der Vater will es – und Du… So soll es denn geschehen.“

Herr, für mich bist Du von der Mutter gegangen. Lehre mich selbst stärker sein als Menschenliebe – und wäre sie noch so groß und rein – sobald ich in Gefahr bin, ihretwegen Dir untreu zu werden. Herr, lehre es mich tun, wie Du getan: In Liebe. Amen.

5. Station: Simon von Cyrene wird gezwungen, Jesus zu helfen

Die Soldaten der Wache sehen, dass die Kräfte des Herrn versagen. Da greifen sie einen Bauern auf, der vom Felde heimkommt, Simon mit Namen. Er soll tragen helfen. Der aber will nicht. Er ist müde, ist hungrig, will heim, essen und ruhen. Sie müssen ihn zwingen. So fasst er an, zornig, empört. Was wird das für eine Hilfe werden?

Herr, wie oft sieht ein Bedrängter sich verlassen. Allein in Schmerz, und keiner hilft. Allein in Seelenleid, und die anderen verstehen es nicht. Herr, in solchen Stunden steh’ Du bei mir. Hilf, dass ich mich mit dem Alleinsein abfinde und nicht verzage. Amen.

6. Station: Veronika reicht Jesus ihr Schweißtuch

Der Herr ist ganz verlassen. Ringsum nur Feindschaft, Grausamkeit, Herzensstumpfheit. Er ist erschöpft von Durst und Schmerz, zum Zusammenbrechen müde an Leib und Seele. Und doch – wie wach und zart ist sein Herz, dass er den armen Dienst der Frau zu würdigen vermag und göttlich dafür zu danken. Er trocknet sein Antlitz, und als er das Tuch zurückgibt, trägt es seine heiligen Züge.

O Herr, mach auch mich frei! Wenn ich in Leiden stehe und will blind und gleichgültig werden gegen die Menschen, dann hilf mir, nicht immer an mich selbst zu denken. Jeden kleinen Dienst der Liebe lehre mich sehen und dafür dankbar sein. Amen.

7. Station: Jesus fällt das zweite Mal unter dem Kreuz

Jesus ist wieder allein unter dem erbarmungslosen Volk. Mit der lautersten Liebe hat er ihnen das Reich Gottes verkündet. Und nun toben sie wider ihn, als wäre er ihr bitterster Feind. Das ist es, was ihn zum zweiten Mal zu Boden drückt. Aber gerade durch das, was sie ihm antun, will er sie erlösen! So steht er zum zweiten Mal mühsam wieder auf und geht weiter.

O Herr, könnte ich begreifen, dass mein Leiden für andere zum Segen werden und helfen kann, wo sonst nichts hilft. Mach meine Seele weit und großmütig, dass sie diese Wahrheit begreife, und gib ihr die Liebe, sie auch ins Werk zu setzen. Amen.

8. Station: Jesus spricht zu den klagenden Frauen

Jesus schleppt sich dahin… das Haupt zermartert von Dornen, der Leib zerrissen von tiefen Wunden, gequält von ätzendem Schweiß… und vor ihm das schreckliche Ende… Da stehen am Wegrand Frauen, die ihn mit vielen Worten beklagen. Doch Jesus verliert nicht die Geduld, seine Seele bleibt frei und gefasst. Er redet ruhig mit ihnen und übt sein Amt: Sie zu lehren und zurechtzuweisen.

Wäre ich in solcher Not, könnte ich dann das Wunder von Jesu Herzensfreiheit erahnen? Für jeden kommen Zeiten, da ihn schwere Leiden drücken, und alles an ihm zuckt unter ihrem Zwang. Wenn es mir einmal so ergeht, dann hilf mir, Herr, ruhig zu bleiben. Ich will den anderen gütig begegnen, auch den Unvernünftigen, Gefühllosen, Groben, wenn mir auch noch so schlimm zumute ist. Amen.

9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Bald nach dem zweiten Fall bricht Jesus zum dritten Mal zusammen. Er ist am Ende seiner Kraft. Trotzdem reißt er sich noch einmal empor und trägt das Kreuz bis zum Ziel.

Drei Mal bist Du niedergesunken, o Herr, drei Mal aufgestanden. Lehre mich begreifen, dass Du nicht verlangst, wir dürften nie schwach werden, wohl aber, wir sollen immer wieder aufstehen. Amen.

10. Station: Jesus wird seines Gewandes beraubt

Alles haben sie ihm genommen: Seine Freiheit, seine Freunde, seine Wirksamkeit. Jetzt nehmen sie ihm noch die Ehre seines Leibes. Nackt und bloß wird er der Schande preisgegeben. Aber er steht in Gottes Willen und harrt aus.

Herr, an diese bittere Stunde gemahne mich, wenn es einmal um meine Ehre geht. Wenn man mich verleumdet, meinen guten Namen antastet. Durch Dein Opfer mach mich stark in solcher Stunde. Amen.

11. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt

Was da geschieht, ist so schrecklich, dass man fliehen möchte. Die Schmerzen in den durchstoßenen Gliedern, am Haupt und in all den tiefen Wunden werden immer brennender, immer quälender der Durst, immer schwerer die Angst und Beklemmung des Herzens. Und er kann sich nicht helfen, sich nicht rühren, kann nichts tun, als aushalten und fühlen, wie es dem Tode zugeht.

O Herr, für jeden kommt einmal die Stunde, da er nichts mehr tun kann. Vor allem wird es in der letzten Krankheit so sein, wenn man weiß, es geht dem Ende zu. Da ist jeder angenagelt. Herr, wenn diese Stunde kommt, dann bleib Du bei mir – und mach mich stark durch Deinen Gehorsam. Amen.

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Drei Stunden lang duldet Jesus. Was in dieser Zeit in der Seele Jesu vorgegangen ist, weiß kein Mensch. Da ruft er: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Niemand lüftet dieses Geheimnis, wie Gottes Sohn von Gott verlassen sein kann. Nur dies können wir uns sagen: Bisher hat sein Herz die Nähe Gottes als Trost und Halt empfunden. Jetzt verlässt ihn auch das. Niemand wird das ausdenken, was das heißt. Nur eines hält ihn: Seine nicht wankende Treue gegenüber der Sendung des Vaters und seine unbegreifliche Liebe zu uns.

Herr, du hast mich erlöst, dafür danke ich Dir aus Herzensgrund. Du hast mir auch gezeigt, wie ich mein eigenes Leiden tragen und überwinden kann: Durch die Liebe. Ich kann es nur tragen, wenn ich es aus der Hand des Vaters annehme wie Du, mit Dir zusammen, still und opferfreudig; mein Leiden, meine Ohnmacht, ja selbst mein Sterben darbringe für die anderen. So allein werden Leiden und Tod wahrhaft überwunden. Amen.

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen

Der Herr hat ausgelitten: Nun ist er tot. Menschlich gesprochen, hätte er das Leben noch vor sich. Was hätte Jesus noch geschaffen, gelehrt, gewirkt und geholfen, welche göttliche Lebensfülle hätte noch aus ihm hervorblühen können, wenn er ein ganzes Menschenleben durchschritten hätte! Nun ist alles zertreten. Aber das ist die ’Torheit des Kreuzes’! Das Samenkorn musste sterben, auf dass höchstes Leben aus ihm erstehe.

Herr, das ist die Antwort auf die bittere Frage: Warum leiden müssen? Da wird alle Menschenweisheit zuschanden. Nur im Kreuz ist die Antwort. ’Das Samenkorn bleibt unfruchtbar, solange es nicht in der Erde stirbt.’ So will ich glauben, vertrauen und mich an Gott halten. Amen.

14. Station: Jesus wird ins Grab gelegt

Sie hüllen den Leib des Herrn in linnene Tücher und legen ihn in das Grab des Josef von Arimathäa. Dann fügen sie die schwere Platte in die Öffnung und gehen traurig heim. Nun ist alles still. Ein tiefer Friede liegt um das einsame Grab. Es ist der Friede der Vollendung. Aber während der Herr schläft, bereitet der Vater dem Sohne schon die Osterherrlichkeit.

O Herr, das ist die frohe Botschaft, die Du allen gebracht hast, dass nach jedem Karfreitag ein Ostern kommt. Lass mich inne werden, wie aus jeder durchkämpften Leidensstunde die Seele stärker hervorgeht, und dass, wer so mit Dir lebt und leidet, auch in der Bitterkeit teilhat an Deinem Frieden und Deiner Osterherrlichkeit. Amen.

Schlussgebet

Herr, nun gehe ich wieder in mein tägliches Leben zurück. Du hast mich gelehrt, wie ich mein Kreuz tragen soll: Im Vertrauen auf Gott und in Liebe zu ihm. Du hast mich auch gelehrt, wie ich es überwinden kann: Wenn ich es in Liebe darbringe für die anderen. So schreibe mir diese heilige Wahrheit tief ins Herz, dass ich sie nie vergesse. Und lass sie lebendig werden – besonders dann, wenn es Zeit ist, in der Stunde der Bedrängnis. Dann will ich an das denken, was Du mir heute gesagt hast, und auch danach handeln. Amen.

24 Stunden für den Herrn, 13. und 14. März 2015

Foto: Erzdiözese Wien

24h für den Herrn:
Einladung zum weltweiten Abend/Tag der Barmherzigkeit
13./14. März 2015

 

Papst Franziskus lädt in seinem Fastenbrief ausdrücklich dazu ein:

„Liebe Brüder und Schwestern, wie sehr möchte ich, dass die Orte, an denen sich die Kirche zeigt – unsere Gemeinden und besonders unsere Gemeinschaften –, zu Inseln der Barmherzigkeit im Meer der Gleichgültigkeit werden! … Unterschätzen wir nicht die Kraft des Gebetes von so vielen! Die Initiative 24 Stunden für den Herrn, von der ich hoffe, dass sie am 13. und 14. März in der ganzen Kirche, auch auf Diözesanebene, gefeiert wird, möchte ein Ausdruck dieser Notwendigkeit des Betens sein.“

Das Motto lautet: „Gott ist reich an Barmherzigkeit.“ (Eph. 2,4)

 

Gebetstag in der Annakirche: Freitag, 13. März 2015
Laudes 7.30 Uhr
Hl. Messe 8.00 Uhr
stille Anbetung bis zum Rosenkranz um 17.00 Uhr
Kreuzweg 17.30 Uhr
Abendmesse 18.00 Uhr
Anbetung „Gott ist barmherzig“ bis 19.30 Uhr
Beichtgelegenheit: 9.00 – 12.00 Uhr, 15.30 – 19.30 Uhr

Papst Franziskus zur Beichte am 12.3.2015

„Es gibt keine Sünde, die Gott nicht vergeben kann, keine!“

Das betonte Papst Franziskus an diesem Donnerstag bei einer Audienz.

„Die Sakramente sind, wie wir wissen, der Ort der Nähe und der Zärtlichkeit Gottes für den Menschen. Sie sind die konkrete Weise, in denen Gott uns begegnet, um uns zu umarmen, ohne sich unser und unserer Begrenztheiten zu schämen.“

Besonders in der Beichte sei es die Aufgabe, die Menschen in die Nähe der Barmherzigkeit Gottes zu bringen. Sie dürfe kein Ausfragen werden, sondern müsse im Gegenteil befreiend wirken.
Vor seiner Ernennung zum Weihbischof hatte Papst Franziskus selber zwei Jahre lang in Argentinien vor allem als Beichtvater gearbeitet. Weder der laxe Umgang mit Sünde noch das überstrenge Festhalten an Regeln zeige einen geschwisterlichen Umgang mit dem Beichtenden. Es gehe darum, die Büßenden an die Hand zu nehmen und zur Bekehrung zu begleiten, das sei wahre Barmherzigkeit.

„Aber auch euch Beichtvätern sage ich: Lasst euch selbst vom Sakrament der Beichte erziehen!

Wie viel können wir doch lernen von der Bekehrung und der Reue unserer Brüder und Schwestern! Sie treiben uns an, selber auch eine Gewissenserforschung zu machen. Liebe ich denn den Herrn genauso wie diese alte Frau? Ich, der Priester, der ich Diener der Barmherzigkeit bin, bin ich bereit zur selben Barmherzigkeit, wie ich sie im Herz dieses Menschen in der Beichte sehe? Bin ich Beichtvater bereit, dieselbe Bekehrung zu machen, wie ich sie in diesem Menschen in der Beichte sehe, dem ich diene?“

Papst Franziskus erinnerte abschließend daran, dass in der Beichte nichts durch eigene Vollmacht geschehe, der Blick müsse immer auf Gott gerichtet bleiben. Weder durch theologische, psychologische noch durch juristische Kompetenz erlange man das Amt, sondern durch die Gnade und Liebe Gottes.

„Wir dürfen diesen Blick auf Gott nie verlieren, der uns wirklich demütig macht, der uns unsere Schwestern und Brüder wirklich annehmen lässt, die zum Beichten zu uns kommen.“

St. Anna im ORF, Sonntag 8.3. 2015, 10.00 Uhr

Ort der Sammlung
                                        Ort des Betens
                                                                           Ort des Hörens

Am 8. März 2015 erhielt die Annakirche Wien die Gelegenheit, sich einem österreichweiten Publikum vorzustellen:

Um 10.00 Uhr wurde im Radio Ö Regional in allen Bundesländern die hl. Messe aus unserer Kirche übertragen.

Herzlichen Dank allen Mitwirkenden und allen, die das Ereignis durch ihr Interesse und ihr Beten mitgetragen haben!

Ein paar Bilder illustrieren den Hörgenuss, und auf vielfachen Wunsch finden Sie hier auch die Predigt zum Nachlesen!

Nachprimiz P. Lukas Prosch OPraem, Sonntag, 22.02.2015, 18.00 Uhr

Bild: Kloster Speinshart

Zur Einstimmung in die Fastenzeit wird die Abendmesse von Prämonstratenser-Chorherr Lukas Florian Prosch aus dem Kloster Speinshart in der Oberpfalz gehalten. Er wurde zu Pfingsten vorigen Jahres zum Priester geweiht und wird daher einen Primizsegen spenden.

Der Besuch vertieft die österreichisch-bayerischen Beziehungen, welche von den Hauptwirkungsstätten der Sales-Oblaten im deutschsprachigen Raum herrühren.

Wir freuen uns auf einen besinnlichen Gottesdienst!

Ostermarkt in St. Anna, 13. – 15. März 2015

Wegen des großen Erfolges vergangener Märkte bieten Ihnen die Damen der Choralschola St. Anna kurz entschlossen auch heuer zu Ostern kleine Aufmerksamkeiten und große Schätze an:

Handdekorierte und bemalte Ostereier u. Osterschmuck, Edelstein- u. Vintage-Modeschmuck, Seidentücher u. Schals, Krims-Krams und edle Geschenkartikel

Der Erlös dient der Restaurierung des Schatzes barocker Messgewänder der Annakirche!

Wann? Freitag 13.03. von 16 bis 19 Uhr, Samstag 14.03. von 16 bis 19 Uhr, Sonntag 15.03. nach den hl. Messen und 16 bis 19 Uhr.

Wo? In der barocken Sakristei der Annakirche Wien, Annagasse 3b, 1010 Wien Karte

Schauen Sie bei Ihrem nächsten Kärntnerstraßenbummel doch vorbei!
Hier finden Sie einige Fotos als Anregung.

Wer nicht betet, hat keine Religion

Diesen Satz Kardinal Königs haben viele Menschen noch im Ohr. Wohl schon grundgelegt in seiner Kindheit, wurde diese Überzeugung vertieft und intellektuell bestätigt in seiner Salzburger Zeit. Von seinem Gottesbild ausgehend, war er ein Mann des vertrauensvollen Gebets.

„Erst im Gebet entfaltet sich die Religion des Menschen und wird der Glaube lebendig. Das Gebet ist ein Gradmesser persönlicher Religiosität. Jemand kann vom Glauben sehr viel wissen, wenn er aber nicht betet, dann hat er keine Religion – und kein Glaube lebt in ihm.“

Gerne zitiert Kardinal König Friedrich Novalis, den Dichter der Romantik: „Beten ist das in der Religion, was Denken in der Philosophie ist. Beten ist Religion-Machen. Der religiöse Sinn betet, wie das Denkorgan denkt.“

Mit anderen Worten: ob wir wollen oder nicht, unser Denkorgan denkt immer; … ähnlich verhält es sich mit dem religiösen Sinn – er ist immer da, im Hintergrund, verschüttet vielfach, aber grundsätzlich bereit. Diesen religiösen Sinn bei den Menschen zu wecken hat Kardinal König sein Leben lang immer versucht und er hat es mit den Jahren zunehmend vorgelebt:

diese wunderbare Einheit von Leben und Glauben, actio und contemplatio, nicht hinter Klostermauern, sondern mitten im Leben.

„Wir müssen viel mehr füreinander beten! … Wenn man im Gebet an jemanden denkt, dann bekommt man ungeahnte Einsichten geschenkt. So gesehen ist das Gebet ein bis heute viel zu wenig geschätztes und ausgeschöpftes Instrument des Friedens.“

Entnommen aus dem Topos Taschenbuch 880: Franz Kardinal König, Woher komme ich? Wohin gehe ich? Weitergegeben von Annemarie Fenzl und Wolfgang Moser.

Siehe auch: www.osfs.eu

Fest des Hl. Franz von Sales, Samstag, 24. Jan. 2015, 18.00 Uhr

   Dankbar in die Vergangenheit schauen

        Leidenschaftlich die Gegenwart leben

               Voll Hoffnung die Zukunft ergreifen

Diese Sätze könnten durchaus auch von Franz von Sales stammen –
tatsächlich sind sie das Leitmotiv im Jahr des geweihten Lebens, das Papst Franziskus für 2015 ausgerufen hat und welches Festzelebrant Abtpräses Christian Haidinger OSB aus Stift Altenburg in seiner Predigt aufgegriffen und in einen aktuellen Kontext gebracht hat.

Das Fest selbst war ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken der unterschiedlichsten Arten, wie Spiritualität gelebt werden kann.
Ob freudige Anbindung an die Gegenwart Gottes durch bewusste Teilnahme an der Eucharistie; der ungebrochen großzügige Spendenstrom zum Erhalt der traditionsreichen Gottesdienststätte Annakirche; die verschiedenen freundschaftlichen und ehrenamtlichen Dienste, ohne die eine kirchliche Gemeinschaft kaum mehr funktionieren würde; oder ein explizit in den Dienst der Mitmenschen gestelltes Leben in einer geistlichen Gemeinschaft von nicht minder tatkräftig bis überwiegend kontemplativ:

An diesem Ehrentag des heiligen Franz von Sales füllte sich die Annakirche mit Menschen in Zivil und Habit. Allein im Altarraum waren nicht weniger als fünf verschiedene Orden vertreten.
Allen gemeinsam war jedoch der simple Umstand, Geschöpf Gottes zu sein und unterschiedslos an der Communio teilzuhaben.

Vielen Dank auch heuer wieder für das gelungene Fest, dessen Mitwirkende wie gewohnt auf optische Weise ein bisschen eingehender vorgestellt werden! Album Franz von Sales 2015

Herzliches Vergelt’s Gott bzw. Deo gratias!


– Einen weiteren Eindruck bieten Filme von der Wandlung und von der Predigt, die in voller Länge nachgehört werden kann.
Herzlichen Dank an Mag. Thomas Neunteufel für die Aufnahmen und seinen Anteil an den Bildern!

– Speziell zum Jahr der Orden informieren Sie sich bitte über die Vielfalt der geistlichen Gemeinschaften, die auf die Spiritualität des hl. Franz von Sales zurückgehen: Die salesianische Familie

– Noch ein P.S.: Was Franz von Sales schon vor 400 Jahren gesagt hat, lautet so:
Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr, sie gehört dem göttlichen Erbarmen.
Meine Zukunft kümmert mich noch nicht, sie gehört der göttlichen Vorsehung.
Was mich kümmert und fordert, ist das Heute.
Das aber gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens.

Der Tag, an dem Gott als Mensch zur Welt kam…

Wie für die Annakirche gemacht wirkt die Weihnachtsinstallation, die der Künstler Oswald Putzer zur Verfügung gestellt hat.
Ursprünglich für den Stephansdom konzipiert, bringen die im Kirchenraum angeordneten ‚Codes of Faith‘ nun die Besucherinnen und Besucher von St. Anna zum Nachdenken.

„Ich bringe meine künstlerische Kompetenz ein, um in einer Kombination aus Wort und Kunst Glaubensinhalte in schöpferischer Form zu transportieren.

Die dabei entstandenen Werke nenne ich Codes. Diese verkörpern Betrachtungen im Raum des Glaubens, den sie neuartig zu beleuchten und beleben versuchen.
Man könnte auch von einer Art künstlerischen Glaubensvermittlung sprechen, die im Dialog mit Besuchern den lebendigen und persönlichen Austausch sucht. Codes of Faith soll die Menschen inspirieren.
Die Glaubenscodes sind sichtbar gemachte Gedanken, die Sprach- und Raumkunst verbinden. Als literarische Formeln und Gleichungen stehen sie vor Augen der Betrachter und bilden einen neuen Sprach- und Denkraum.
Psalmen vergleichbar enthalten sie poetische Sätze, kurze Lieder, komprimierte Dichtungen und religiöse Definitionen, die als Sprachcodes und geformte Worte auf eine künstlerische Ebene gehoben werden.
Der Wert der Kunst liegt dabei im Sprachraum, in der Phantasie und Prägnanz der Sprachspiele und ihrer skulpturalen Umsetzung. Codes of Faith schafft mit den Mitteln der Kunst ein auf Religion bezogenes Wissen, das in kreativer Verwandlung als Kunstwerk und Kulturgut dargeboten wird.“