Archiv der Kategorie: Annakirche News

Oblatenwallfahrt Samstag, 1. Oktober 2011

Berufen:
Das sind nicht nur die anderen, das bin vor allem ich.
Beim Wort Berufung sollen wir nicht allein an die geweihten Priester denken, an die Ordensschwestern und -Brüder, die ihr Leben für die Welt erkennbar in den Dienst Gottes gestellt haben. Ihre Berufungen gehen Hand in Hand mit der Bereitschaft der Christen, das Geschenk ihrer Taufe in die Liebe Christi für alle Mitmenschen erfahrbar zu machen.

Und so waren wir eingeladen, in Begegnung und Selbstreflexion, im Wandern durch die herbstliche Voralpenlandschaft und in der Versammlung an den Impuls- und Gebetsstationen uns Gottes Liebe und Führung zuzutrauen und immer wieder zu Christus hinzugehen und uns in ihm zu spiegeln, um so die uns eigenen Talente zu erkennen, die es selbstbewusst in unserem Alltag umzusetzen gilt.

Es war ein Tag, den die Oblatinnen und Oblaten des hl. Franz von Sales aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich und zahlreiche Gläubige dazu nutzten, sich wieder einmal zu treffen und auszutauschen und in der „Königin der Landpfarrkirchen“ gemeinsam Eucharistie zu feiern.

Herzlichen Dank allen Organisatorinnen und Organisatoren, die je ihre Berufung und ihre Liebe hineingesteckt haben, einen anregenden Wallfahrtstag zu gestalten!

Hier finden Sie die Impulstexte zum Nach-Lesen und Nach-Denken.

Der genaue Ablauf der Wallfahrt lässt sich nachvollziehen aus dem Plakat und einigen Bildern, die den Tag im Querschnitt repräsentieren.

Deo gratias!

 

Annafest 2011

Am Dienstag, dem 26. Juli, feierten wir das Patrozinium mit dem Neupriester P. Matthias Schlögl OSA.

Die festliche Gestaltung der Messe erfolgte durch die Choralschola von St. Anna mit der Missa de Angelis und den dreistimmigen Proprien von P. Fritz Schmalhofer OSFS.

P. Matthias, bald der neue Pfarrer in der Augustinerkirche, überraschte die Mitfeiernden mit einer sorgfältig vorbereiteten Predigt zur Geschichte der Annakirche. In seinem Segen konnte man auch einiges spüren von der guten Zusammenarbeit der beiden Orden.

Nach dem Hochamt wurde traditionsgemäß die Handreliquie der hl. Anna zur persönlichen Verehrung gereicht und den Gläubigen einzeln oder zu zweit der Primizsegen erteilt.

Ebenso traditionsgemäß fand der Abend einen stimmungsvollen Ausklang bei der Agape im Innenhof.
Herzlichen Dank allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die durch ihr Mitwirken zum Gelingen dieses großartigen Festes beigetragen haben!

Die Bilder zur Feier wurden zur Verfügung gestellt von Frt. Rupert Gerig OSA und Mag. Thomas Neunteufel.

70. Geburtstag Bruder Günter, Sonntag, 05. Juni 2011, 18.00 Uhr

Herzliche Einladung zur festlichen Messfeier anlässlich des 70. Geburtstages von Br. Günter Maier OSFS.

Bruder Günter verstärkt seit 1997 das Team der Sales-Oblaten in der Annakirche, als er seinen Dienst als Mesner und Hausmeister antrat und in der Umbauphase der Klosterräumlichkeiten getreulich das Haus hütete.
Den Gläubigen ist er als zuverlässiger Rosenkranz-Vorbeter, Sakristan & Ministrant, Kantor und Lektor bekannt.
Gastzelebrant ist P. Alois Haslbauer, Weggefährte aus den Anfangsjahren im Ordenshaus Eichstätt, in der bayerischen Heimat des Jubilars.

Alle guten Wünsche für ein weiteres segensreiches Wirken in Gesundheit und Zufriedenheit entbietet die St. Annagemeinde!

Weitere Bilder illustrieren das gelungene Fest.

Fest des hl. Franz von Sales, 24.01.2011, 18.00 Uhr

Der Hl. Franz von Sales (1567 – 1622), Bischof und Kirchenlehrer, hat seinen Festtag am 24. Jänner.
Er ist der Ordenspatron der Oblaten des hl. Franz von Sales, der Kongregation, die seit über 100 Jahren die Annakirche betreut.
Wir ehren unser spirituelles Vorbild mit einem Pontifikalamt mit Nuntius Dr. Peter Zurbriggen.
Die Schola von St. Anna singt von Karl Kempter die „Missa Pastoritia“.

Anschließend laden wir zu einer klösterlichen Agape. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Bilder vom Fest des hl. Franz von Sales stellte uns Mag. Thomas Neunteufel zur Verfügung. Deo gratias!

Annafest, 26. Juli 2010

Zum Annafest durften wir heuer Primiziant Wolfgang Kimmel begrüßen. Unserer Einladung folgten viele Freunde der Annakirche, sie war übervoll. Der Primiziant teilte nach dem Hochamt noch fast eine ganze Stunde den Einzelprimizsegen aus. Zur Agape kamen mehr Gäste als erwartet. Unsere Pfadfinder hatten alle Hände voll zu tun.
 

Über Youtube können Sie einen Kurzfilm sehen, den Mag. Thomas Neunteufel erstellte. Seine Fotos finden Sie unter unseren Fotoalben. Auch Dr. Martina Marinelli hat uns Fotos zur Verfügung gestellt.

In memoriam P. Isidor Fecher

Am 3. November 2009 ist Pater Fecher im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder gestorben. Er lag dort seit dem 28. August in der Intensivstation. Um eine beidseitige Lungenentzündung zu heilen, versetzten ihn die Ärzte für Wochen in den Tiefschlaf. Leider konnte seine Atmung nicht vollständig wiederhergestellt werden.

P. Fecher wurde am 1. März 1924 in Niedernberg bei Aschaffenburg geboren. Im Krieg wurde er mehrfach verwundet, unter anderem auch an der Lunge. 1949 trat er in unser Noviziat in Eichstätt ein. 1955 wurde er zum Priester geweiht. Schon 1956 kam er als Kaplan in die Krim im 19. Bezirk. Von 1973 – 1985 leitete er unsere Ordensprovinz als Provinzial. Anschließend wurde er Pfarrer der Krim. Von 2002 bis 2007 war er Beichtvater bei uns in St. Anna. Sein 85. Geburtstag wurde ein großartiges Fest in der Pfarre Krim.

Pater Thomas Vanek osfs, Provinzial

P. Vanek bei seiner Predigt
in Fockenfeld, 22.8.2009

Seit 1. Juli 2009 gibt es im Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales nur mehr eine deutschsprachige Provinz.
Der neue Provinzial ist Pater Thomas Vanek. Er war zuvor in Ried im Innkreis, in Eichstätt/Bayern und als Hausoberer und Religionsprofessor an unserm Gymnasium in Dachsberg, O.Ö., tätig.

Er löst Pater Konrad Haußner als Provinzial ab, der in den letzten zwölf Jahren unsere Provinz leitete und nun seinem Ruf nach Düdingen in die Schweiz folgt.

Konzelebration in Fockenfeld

                    Vivat Jesus!

 

 

 

Die Kirche St. Anna

Unsere Kirche ist leicht zu finden. Sie gehen von der Staatsoper in der Kärntnerstraße Richtung Stephansdom. Die dritte Gasse nach rechts ist die Annagasse. Wenn Sie Ihre Augen erheben, sehen Sie einen Kirchturm. Der gehört zur Annakirche.

1518 wurde am St. Anna Tag (26. Juli) die gotische Annakirche eingeweiht.Von 1582 – 1773 gehörte die Annakirche den Jesuiten. 1632-1633 erhielt die Kirche eine frühbarocke Ausstattung. Nach einem Brand schuf Daniel Gran 1751 die Deckenfresken und das Hochaltarbild.

Ab 1897 wirkt hier die Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales. 1906 werden die Oblaten die Eigentümer der Annakirche. Seit dieser Zeit wird hier täglich Beichte als Dienst der Versöhnung angeboten. Außerdem ist seit dieser Zeit täglich das Allerheiligste in der Monstranz zur Anbetung ausgesetzt.

Seit 2004 bieten wir als dritte Säule Möglichkeiten der Begegnung an. Unsere spirituellen und therapeutischen Begegnungsangebote finden Sie im aktuellen Folder “Manna” unter Downloads bzw. im Terminkalender.

Unsere Anschrift:

Kirche St. Anna, Annagasse 3b, 1010 Wien
Telefon: 01 512 47 97, FAX DW 26
Kirchenrektor: P. Dr. Maximilian Hofinger osfs
Email: hofinger@osfs.at

Renovierung der Annakirche 2003-2004

Herrlichkeit der Mutter Anna, Daniel Gran (1694-1757). Bild: Wikipedia

„Für mich gehört die Annakirche zu den schönsten Barockkirchen!“, mit solchen und ähnlichen Worten loben die Kunstgeschichtler unserer Tage die Kirche St. Anna. Es beeindruckt die einheitliche Ausstattung, es passt die bescheidene Größe, es überzeugt die durchgehende Harmonie der Farben und der Figuren.

Auch die Namen der hier tätigen Künstler überzeugen von der Qualität dieser Kirche: Daniel Gran (1694 – 1757) schuf die drei Deckenfresken, das Hochaltargemälde und die Fresken in der Franz Xaver Kapelle, die dort aufgestellte Anna Selbdritt wird Veit Stoß zugeschrieben, die Seitenaltarbilder stammen vom Kremser Schmidt, Christoph Tausch zeichnet verantwortlich für die Raumgestaltung.

Seit wann gibt es eine Annakirche? Die erste Kirche wurde 1518 eingeweiht. 1573 erhielten sie die Jesuiten. Die Kirche wurde 1632 – 1633 umgebaut und am 20. November 1633 im Beisein Kaiser Ferdinands II. eingeweiht. 1716 wurde unter der Regie von Christoph Tausch SJ (1673 – 1731) die ganze Kirche neu ausgestattet.

Am 25. Juni 1747 brannte durch Blitzschlag der Turm und das Dach der Kirche ab. Die Gewölbe hielten, das Dach wurde notdürftig hergestellt. Man staune, schon am 26. Juli 1747 konnte man das Annafest in Anwesenheit von Kaiserin Maria Theresia in der Kirche feiern.

Erst 1751 wurde das rauchgeschwärzte Kircheninnere renoviert. Le Grand, so nannte man damals Daniel Gran, übernahm die Fresken.

Grans Fresken ließ man 1840 durch Franz Geyling in dunkleren Farben erneuern. 1897 haben die Oblaten des hl. Franz von Sales die Gottesdienste in der Annakirche übernommen, 1906 bekamen die Oblaten auch das Eigentumsrecht. Die Restaurierung von 1969/70 beseitigte die Geylingsche Übermalung. Restaurator war der Maler Gustav Krämer, die Vergoldungen besorgte Fr. Campitell.

Die hier angegebenen Jahreszahlen beruhen auf dem Bericht von Richard Perger, Zur Baugeschichte und Ausstattung der Annakirche in Wien I, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege, XL/86, Seite 8 – 19. Perger stützt sich auf „Litterae annuae provinciae Austriae Societatis Jesu“, die jährlichen Berichte der österreichischen Jesuitenprovinziale an den Ordensgeneral in Rom, Österr. Nationalbibliothek.

Fresken von Daniel Gran

1. Fresko: Die Glorie der hl. Anna: (Bild links) Den Grund ihrer Glorie zeigt das Emblem MARIA, das in einem Strahlenkranz aufleuchtet.

2. Fresko: Die Glorie der Gottesmutter: Den Grund der himmlischen Herrlichkeit der Gottesmutter zeigt das Emblem JESUS im Strahlenkranz.

3. Fresko: Die Glorie des neugeborenen Kindes: Urgrund dieser Herrlichkeit ist der Dreieinige Gott und sein unerforschlicher Ratschluss, seinen eingeborenen Sohn zu senden, damit er in allem uns gleich werde, die Sünde ausgenommen. Die Wirkung für uns besteht darin, dass Adam und Eva von der Erschuld befreit werden.

4. Das Hochaltarbild (Bild rechts) Das Bild zeigt die Heilige Sippe, die Verwandtschaft Christi: die hl. Anna mit dem Jesuskind, neben ihr Maria, dahinter den hl. Joachim. Ferner finden sich auf dem Bild Elisabeth mit dem kleinen Johannes, die hl. Magdalena mit dem Salbgefäß, die als Verwandte Christi gegolten hat, der hl. Josef mit der Lilie, Zacharias mit dem Rauchfass, unten die sogenannten Herrenbrüder: der hl. Judas Thaddäus, sitzend der hl. Apostel Jakobus, der nach der Legende das sogenannte apokryphe Jakobusevangelium mit der Geschichte der hl. Anna dem Apostel Johannes diktiert haben soll. Johannes sitzt in der Mitte und schreibt.

Weitere Informationen zu Daniel Gran finden Sie in der Wikipedia.