Archiv der Kategorie: Annakirche News

Fest des Hl. Franz von Sales, Freitag, 24. Jan. 2014

„Hier ist ein Ort, wo ein wenig der Himmel die Erde berührt.“

Fast schon einen Kontrapunkt zu den barocken Prunkgewändern, der konzertanten Musikgestaltung und dem Weihrauch, mit denen das Hochamt zu Ehren des Heiligen Franz von Sales am 24. Jänner in der Annakirche gefeiert wurde, bildete die Predigt des Festzelebranten Prälat KR Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst von Stift Herzogenburg.

Würdigte sie doch die Mittel der Ruhe und Entschleunigung, mit denen die Annakirche den angesichts der Angebote und Anforderungen unserer Zeit überreizten Menschen helfen kann, ihre eigene Mitte wiederzufinden.
Nach Entledigung so manchen Seelenballastes fällt es umso leichter, sich dem unergründlichen Reichtum Christi in der Eucharistie zu öffnen und die Verbundenheit aller Menschen mit der göttlichen Liebe zu spüren.
Der besondere Dank gilt den hier tätigen Oblaten des heiligen Franz von Sales, deren Einsatz nicht nur das Sakrament der Buße dem Vergessenwerden entreißt und vielfältige Formen der Hinwendung zu Gott ermöglicht, sondern auch die salesianische Spiritualität vorlebt, welche in jedem Tun die Gegenwart Gottes zelebriert.
Er gebe es auch, dass der Orden seinen eingeschlagenen Weg durch neue Berufungen fortsetzen kann, denn beeindruckend waren auch die Worte des hl. Franz von Sales anlässlich seiner Bischofsweihe:

„Ich spürte ganz deutlich, dass mich Gott zu sich nahm und mich an die Menschen weiterschenkte.“

Vielen Dank an den in seiner Funktion als Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs eben erst abgelösten Propst Fürnsinn für die Leitung der Festmesse und seine bedachtsamen Worte über den Tagesheiligen und die das Fest beherbergende Kirche, vielen Dank an alle Gäste und Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen für die gemeinsame Feier, die hier durch einige Bilder dokumentiert wird!

Weihnachtsgottesdienst BRG XVI

In der Beicht- und Anbetungskirche St. Anna findet zwar kein Pfarrbetrieb mit Erstkommunion und Firmung statt, aber gerne übernehmen die Priester hier zusätzliche Messfeiern, um besondere Anlässe wie Taufen, Hochzeiten oder Gedenkgottesdienste zu gestalten.

Auch das vorübergehend in der nahegelegenen Schellinggasse untergebrachte BRG 16 ist mit seinen Schulmessen ein gern gesehener Gast.

So brachten die Jugendlichen mit ihren Gebeten und Liedern ein bisschen frischen Wind in die mittägliche Ruhe der Annakirche und eine generationen- und bezirksverbindende Weihnachtsstimmung breitete sich aus.

Ein bisschen mehr über die Feier erfahren Sie hier in einer kleinen Bildgeschichte!

Advent – Zeit, um sich zu versöhnen

Wenn wir gesündigt haben, sagt Gott nicht: Ich mag dich nicht mehr. Zu denen, die geschieden und wiederverheiratet sind, sagt Gott nicht: Von euch distanziere ich mich.

Jesus sagt von sich: „Ich bin gekommen, nicht die Gerechten zu berufen, sondern die Sünder.“
„Ich bin nicht gekommen, zu richten, sondern zu retten.“
Der Vater wartet auf den verlorenen Sohn und nimmt ihn ohne Vorleistung auf.

Auch Papst Franziskus erinnert: „Der Beichtstuhl ist keine Folterkammer!“

Es gibt Schuld im Leben, die drückt und belastet.
Das Sakrament der Buße, die „Beichte“, kann befreien und entlasten.

In der Kirche St. Anna in der Annagasse, einer Nebengasse der Kärntnerstraße, bieten die Patres der Oblaten des heiligen Franz von Sales täglich die Gelegenheit zu einem Beichtgespräch an:

 

Montag bis Samstag:
09.00 – 12.00 und 15.00 – 17.30 Uhr

Sonn- und Feiertag:
10.00 – 11.00 und 16.00 – 17.30 Uhr

 

 

Besiegt ist nur, wer den Mut verliert. Sieger ist jeder, der weiter kämpfen will.

Denken wir also gut von denen, die christlich leben wollen, auch
wenn wir Fehler an ihnen sehen; auch die Heiligen hatten Fehler.

Der Mensch erfährt sich selbst in der Zerrissenheit seines Daseins auf unterschiedlichste Art.

Aber er darf sich selbst so annehmen, wie er ist, weil er sich von Gott geliebt weiß.

Die großen Gelegenheiten, Gott zu dienen, sind selten, die kleinen kommen immerfort.

Ein einziges andächtig gebetetes Vaterunser ist besser als viele,
die man hastig und gedankenlos herunterleiert.

Ein Heiliger, der traurig ist, ist in Wahrheit ein trauriger Heiliger.

Franz von Sales

Wir feiern Gottes Liebesgeschichte mit uns – Gelübdeerneuerung 2013

„Herr, einen Leib hast Du mir gegeben, Deinen Willen zu tun!“

Am Donnerstag, 21. November 2013, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem, feierten die Oblaten des hl. Franz von Sales im Rahmen der Abendmesse in der Annakirche ihre Gelübdeerneuerung.

Sich ganz an Gott hinzugeben ist ja nicht nur ein Auftrag an sie gemäß ihrer schon in ihrem Namen ausgedrückten Berufung, nicht nur an Priester und Ordensleute, wenn sie die Gelübde der Armut, ehelosen Keuschheit und des Gehorsams ablegen. Nicht nur Maria wurde deswegen seliggepriesen und heiliggesprochen, weil sie sich mit ihrem Verlobten Josef aus ihrer Lebensplanung herausheben ließ und ganz auf Gott hinwandte. Es ist der Kern der Lehre des hl. Franz von Sales, wie uns P. Alois Haslbauer in seiner Predigt erinnerte, dass dies für jeden Menschen in seinem Alltag auf seine ureigene Weise lebbar ist

Deshalb wurden alle Mitbrüder und Schwestern, alle Freundinnen und Freunde in den Niederlassungen und Pfarrgemeinden eingeladen, sich dem Weihegebet an das heiligste Herz Jesu anzuschließen, bei dem gerade in diesem Zusammenhang klar wird, dass es sich dabei nicht um das archaische Anbeten eines Organes, sondern um ein ganz persönliches Einlassen auf den Inbegriff der göttlichen Liebe handelt.

 

„Des Nachts auf meinem Lager
suchte ich ihn, den meine Seele liebt.
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

Aufstehen will ich,
die Stadt durchstreifen,
die Gassen und Plätze,

ihn suchen, den meine Seele liebt.
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

Mich fanden die Wächter
bei ihrer Runde durch die Stadt.

Habt ihr ihn gesehen,
den meine Seele liebt?

Kaum war ich an ihnen vorüber,
fand ich ihn, den meine Seele liebt.

Ich packte ihn, ließ ihn nicht mehr los.“
Hoheslied Kap. 3,1-4a

 

V+J Vivat Jesus – Es lebe Jesus – Jesus leben

Einige Eindrücke vom Fest vermittelt wieder eine kleine Bilderschau!

Oblatenwallfahrt, 5. Oktober 2013

Herzliche Einladung zur gemeinsamen Wallfahrt mit den Oblatinnen und Oblaten des hl. Franz von Sales und allen Menschen, die dem salesianischen Weg verbunden sind:

Von der Basilika Pöstlingberg pilgern wir zur neugebauten Franz von Sales-Kirche des Seelsorgezentrums Lichtenberg bei Linz. Impulse zum II. Vatikanum und dessen Umsetzung heute werden unseren Weg begleiten.

 

  • Pöstlingberg/Basilika: Kirche als pilgerndes Gottesvolk; Aufbruch und Pilgersegen
  • Koglerau
  • Koglerauer Spitz
  • Kapelle Hofstattbauer: Der Einfluss des Franz von Sales auf das II. Vatikanum
  • Bildstock Außerwöger, Neulichtenberg: Christsein heute, Menschwerdung
    Christus zu den Menschen tragen wie Maria
  • Moarresl
  • Seelsorgezentrum Lichtenberg: Eucharistiefeier

10.30 Uhr Beginn am Pöstlingberg in der Basilika
ca. 14 Uhr: Eintreffen in Lichtenberg, Kirchenführung mit P. Josef Pichler OSFS
14.30 Uhr Hl. Messe
15.30 Uhr Jause im Pfarrheim, gemütlicher Ausklang

Wie in den vergangenen Jahren wird ein Bustransfer nach Linz organisiert. Anmeldungen bitte in der Sakristei.

Vorbereitet wird der Tag von Mitgliedern der Pfarre Pöstlingberg – Lichtenberg  zusammen mit den Linzer Schwestern Oblatinnen.
Wir wünschen ein anregendes und informatives Gemeinschaftserlebnis!

http://www.osfs.eu/
Bilder von der Oblatenwallfahrt 2013

80. Geburtstag und 60-jährige Ordensprofess P. Bachinger, Sa., 31.8.2013, 10.30 Uhr

80 Lebensjahre, davon 60 dem Orden der Oblaten des heiligen Franz von Sales versprochen, davon 12 als Oberer der österreichisch-süddeutschen Provinz dessen Geschicke leitend:

Voller Dankbarkeit für ein gesundes und zufriedenes Leben lud P. Alois Bachinger, der Hausobere der Annakirche, am 31. August zu einem feierlichen Hochamt.
Viele Gäste aus dem Freundeskreis, der Verwandtschaft, dem Innviertler Geburtsort Pramet und der Annakirchen-Gläubigengemeinde waren an diesem Samstagvormittag  zusammengekommen, um das Christusgeschehen zu zelebrieren, wie P. Alois es in seinem reichen Priesterleben schon vielen Menschen nahegebracht hat.

Mit ihm im Altarraum feierten P. Thomas Vanek, der Provinzial der gegenwärtigen deutschsprachigen Provinz, Augustinerpfarrer P. Matthias Schlögl und die OSFS-Mitbrüder PP. Johannes Haas, Stefan Weig, Max Hofinger und Franz Aregger.
In seiner Predigt vermittelte P. Vanek all die Einsatzorte und Interessensgebiete seines ehemaligen Lehrmeisters, auch wenn er sie im Detail nur anklingen lassen konnte. Wie sich diese Vielfalt aus dem Armutsgelübde heraus erklärt, ist durchaus nachlesenswert!

Angesichts der Liebe des Geburtstagskindes zur klassischen Musik erhielt der Gottesdienst seinen festlichen Anstrich durch den routinierten Organisten Gerhard Sappert, Trompeter Tobias Cambensy und zwei Mitglieder des Ensembles ‚Classic Exclusive‘, welche sich mit drei Violinsonaten einstellten, um zu gratulieren und sich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken.
Auch die übrigen Geschenke liefen nicht Gefahr, von Rost und Motten gefressen zu werden, handelte es sich doch um Operngutscheine, eine selbstgemachte, aber durchaus konditorverdächtige Geburtstagstorte, eine ausgiebige heimatliche Brotzeit vom Bürgermeister von Pramet und einen Vorrat des bayrischen Lieblingsbieres aus der Gegend von Eichstätt, dem langjährigen Wirkungsort des Jubilars.
So trugen alle bei zu einem gelungenen, harmonischen Fest, das besinnlich abgerundet wurde durch die oberösterreichische Landeshymne, dessen Dichter Franz Stelzhamer auch aus der engeren Heimat P. Bachingers stammt.

Danke für dieses wunderschöne Fest (hier in ein paar Bildern eingefangen), das es uns leichtmacht, uns desöfteren P. Alois‘ Motto zu vergegenwärtigen, welches auch die Einladungskarte geziert hatte:

Trag oft dein Herz zu Gott und sei glücklich, dass du ihm gehörst

Franz von Sales

Die Fotos stammen von Marianne Malmström und Mag. Thomas Neunteufel.

Annafest 2013

P. Dominik Viet Hien Nguyen OSFS

Es ist noch gar nicht so lange her, dass das Annafest für die Wienerinnen und Wiener der Anlass für einen sommerlichen Kirtag war.
Einen Rest dieser Tradition halten die Oblaten des hl. Franz von Sales in Ehren, indem sie das Patrozinium ihrer Kirche zu einem großen Fest machen und am 26. Juli Tür und Tor öffnen:

In der feierlich geschmückten Annakapelle wird die Handreliquie der Großmutter Jesu zur Verehrung ausgestellt, welche schon 1743 von Anna Maria, der Tochter Kaiser Leopolds und Königin von Portugal, der Annakirche geschenkt worden war.
Vor der hl. Messe wird in der sich bereits gut füllenden Kirche gemeinsam die Annen-Andacht gebetet.
Für das Hochamt selbst wird immer ein ganz besonderer Gast eingeladen, der mit den und für die versammelten Gläubigen die Eucharistie feiert.

Heuer reiste der „neueste“ Priester der Kongregation, P. Dominik Viet Hien Nguyen OSFS, aus dem Haus Overbach in Jülich bei Aachen an. Es ist eine Freude, auf diese Weise die Mitbrüder aus allen Teilen der deutschsprachigen Provinz des Ordens kennenzulernen und ihr jeweiliges persönliches Charisma zu „verkosten“.
Da seine Weihe noch kein Jahr her ist, nahm er sich gerne auch die Zeit, nach der Messe den Einzel-Primizsegen zu spenden.

Doch die Annakirche könnte nicht zu einem so großen Fest einladen, wenn sie sich nicht wie immer auch auf ihre Getreuen verlassen könnte:

Auf ihr hier tätiges Sales-Oblaten-Mitbrüderquartett; den freundschaftlichen nachbarlichen Kontakt zur zuständigen Pfarre in der Augustinerkirche; die Ministranten, die auf die feierliche Dekoration und den reibungslosen Ablauf der Zeremonie achten; die Damen und Herren der Choralschola St. Anna, die nicht nur immer wieder neue Musikstücke einstudieren – diesmal die dreistimmige Messe von Robert Führer – sondern schon traditionellerweise auch leckere Mehlspeisen beisteuern und last but not least die im Haus untergebrachten Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die mit Herz, Hirn und Hand für das Catering sorgen. (Manche der Genannten übrigens in Doppelfunktion!)

So kommen die Wienerinnen und Wiener in den Genuss, einige entspannte Stunden im Blütenmeer des Innenhofes der Annakirche zu verbringen (auch wenn Würstchen und Bier früher oder später kontingentiert werden müssen). Und so werden sie daran erinnert, worauf die Statue der hl. Anna in dieser Kirche auch schon seit mehreren Jahrhunderten hinweist: Sieh auf Jesus Christus, den Sohn meiner Tochter Maria, höre auf ihn, und deine Saat wird gedeihen.

Wie immer wurde das Fest auch in ein paar Bildern eingefangen: Das war das Annafest 2013

 

Goldenes Priesterjubiläum P. Hofinger, So. 30. Juni 2013, 11.15 Uhr

Ich danke dir, dass du mich berufen hast,
vor dir zu stehen und dir zu dienen.
II. Hochgebet

P. Dr. Maximilian Hofinger wurde vor 50 Jahren, am 29. Juni 1963, in Eichstätt zum Priester geweiht.
Das ist ein Grund, dem Herrn zu danken.Dieser Dank wurde am Sonntag, dem 30. Juni 2013, um 11.15 Uhr mit einem Choralamt gefeiert. Der Glanzpunkt eines Festes sind seine Gäste, und die ließen es sich nicht nehmen, nach Kräften zu seinem Gelingen beizutragen. Für die musikalische Gestaltung sorgten Tobias Cambensy mit seiner Trompete, Gerhard Sappert an der Orgel und die Schola von St. Anna, dirigiert von P. Fritz Schmalhofer OSFS.

Eine besondere Freude für P. Max war die bei festlichen Anlässen in St. Anna schon übliche große Anzahl an Konzelebranten, die einen Querschnitt an Weggefährten in seinem priesterlichen Wirken abbildeten:

Mitbruder P. Franz Peer aus dem eigenen Orden, Guardian P. Gottfried Wegleitner von den benachbarten Franziskanern, Pfarrer Valentin Zsifkovits aus der Diözese Eisenstadt, für die der engagierte Jubilar regelmäßige Besinnungstage mitgestaltet, P. Vitus Sedlmair SJ, ein ehemaliger Schüler, der in seinem Heimaturlaub aus der afrikanischen Mission Zeit gefunden hatte, zu kommen und mitzufeiern, aus der Wiener Diözese Msgr. Dr. Heribert Lehenhofer und der für die Orden zuständige Bischofsvikar P. Dr. Michael Zacherl SJ, sowie als Festprediger der Provinzial der Oblaten des hl. Franz von Sales P. Thomas Vanek OSFS.

In eindrücklichen und doch schlichten Worten würdigte der Ordensobere die Authentizität in Gottesvermittlung und eigener Gottessuche, die P. Max in fünf Jahrzehnten zu einem Werkzeug, einem glaubwürdigen Stellvertreter Christi geformt hat.

Einzeln ließen sich die Festgäste gar nicht mit Namen nennen, die ebenfalls die ganze Palette an Menschen repräsentierten, welche P. Max und der Annakirche verbunden sind: Familie, Freunde (viele ehemalige Schulkameraden), Gönner, treue Messbesucher, Gratulanten aus der Pfarre St. Augustin und den Seminaren, Gebetskreisen und Reisegesellschaften.

Alle, die diesmal nicht teilnehmen konnten, seien vertröstet auf die baldigen nächsten großen Feierlichkeiten des Annafestes am 26. Juli.

Vielen Dank allen vor und hinter den Kulissen, die die Feier zu einem denkwürdigen Tag gemacht haben!
Vielen Dank, P. Max, dass Du durch Dein priesterliches adesse so viele Menschen dazu bringst, sich mit Dir an Jesus zu freuen!

Hier finden Sie die Predigt vom Provinzial P. Vanek zum Nachlesen und einen kleinen Ausschnitt der Bilder von der Feier zum Nacherleben. Vivat Jesus!

 

Fest des hl. Franz von Sales, 24. 01. 2013, 18.00 Uhr

Wer am Donnerstag, den 24. Jänner in der Annakirche die Abendmesse mitfeierte, hätte nicht glauben mögen, dass die Diözese von Priestermangel bedroht ist.

So viele Zelebranten waren der Einladung gefolgt, um mit den Oblaten des hl. Franz von Sales in einem Hochamt das Fest ihres Ordensvorbildes zu feiern, und bald war der Altarraum wohlgefüllt.

Neben dem Provinzial und mehreren Mitbrüdern aus dem eigenen Orden kamen Freunde von den benachbarten Augustinern und Kapuzinern, der Bischofsvikar für die Orden P. Dr. Michael Zacherl und als Festzelebrant Bischofsvikar P. Mag. Dariusz Schutzki.

Der Mensch ist nicht nur für Alltag und Routine gebaut, sondern er kann den Sinn des Lebens erst in den Auszeiten ausschöpfen.
Dazu gehören gemeinschaftliche Feste, aber auch der persönliche Freiraum mit Gott, den sich jede und jeder selbst definieren muss. Welche Rolle die zentral gelegene Annakirche dabei spielen kann, führte der Bischofsvikar in seiner berührenden Predigt aus.

Die Atmosphäre der Freude an Gott und der Freude an seiner Verkündigung war direkt greifbar, und wenn diese Begeisterung und dieses integrierende Vorausblicken symptomatisch sind für eine erneuerte Kirche, muss man sich wohl keine Sorgen machen um mangelnde Priester (oder mangelnde Gläubige)!

Der Hausobere P. Alois Bachinger ließ es sich nicht nehmen, allen Anwesenden zu danken, die durch ihr Mitfeiern und ihre Vorbereitungen zum Gelingen beigetragen hatten, und sie alle zu einer Fortsetzung des Festes bei der Agape in den Klosterräumlichkeiten einzuladen.

Die Bilder und Filme (http://youtu.be/rcUihhDXBmQ und http://youtu.be/fkMUNK55WVk) stammen von Mag. Thomas Neunteufel und Marianne Malmström.

P.S. Die Sales-Oblaten sind bekannt für die flexible Zusammenarbeit in allen ihren Wiener Pfarren, und so dauerte das Franz von Sales-Fest in Wien eigentlich eine ganze Woche und bot ganz unterschiedliche Zugänge zum Gedankengut des Heiligen:

Am 20. 1. 2013 am gemeinsamen Fest der Salespfarren Wien XIX in Wien-Kaasgraben mit dem Neupriester P. Dominik Nguyen OSFS unter dem Titel: „Was er euch sagt, das tut!“
 
Am Tag selbst, dem 24. 1. 2013, lud uns Bischofsvikar P. Dariusz Schutzki CR bei uns in der Annakirche ein, uns in das Gespräch mit Jesus zu vertiefen mit der Predigt: „Ich bin reif für die Insel!“

Am 27. 1. 2013 in der Pfarre Franz von Sales, Wien X, wo das Patrozinium immer ganz besonders gefeiert wird, mit Br. Hans Leidenmühler OSFS und seinen Gedanken zu: „Die Menschen so sehen zu lernen, wie Gott sie erschaffen hat!“

Die wichtigsten Lebensdaten des heiligen Franz von Sales (1567-1622)

1567 21. August: Geburt auf Schloss Sales bei Thorens in Savoyen
1573-78 Schulausbildung in La Roche und Annecy
1578-88 Studium in Paris
1586/87 „Krise von Paris“: Franz von Sales findet zu seinem optimistischen Gottes- und Menschenbild, das ihn ein Leben lang prägen wird
1588-91 Studium in Padua
1591 5. September: Promotion zum Doktor des kirchlichen und weltlichen Rechtes
1593 18. Dezember: Priesterweihe in Annecy und Ernennung zum Dompropst der Diözese Genf/Annecy

1594-98 Erfolgreiche Missionierung im Chablais
1595 25. Januar: Beginn der Flugblattaktion zur Glaubensverkündigung
1598/99 Ad-limina-Besuch in Rom im Auftrag seines Bischofs Claude de Granier und Bischofsexamen, Ernennung zum bischöflichen Koadjutor mit dem Recht auf Nachfolge
1601/02 1. diplomatische Reise nach Paris, um mit König Heinrich IV. von Frankreich die Rekatholisierung der zu Frankreich gehörenden Teile der Diözese Genf zu besprechen
1602 8. Dezember: Bischofsweihe in Thorens
1604 5. März: Erste Begegnung mit Johanna Franziska von Chantal in Dijon
1609 Sein Bestseller „Philothea“ oder „Anleitung zum frommen Leben“ erscheint in Lyon
1610 6. Juni: Gründung der Heimsuchungsschwestern oder „Salesianerinnen“
1616 31. Juli: Sein theologisches Hauptwerk „Theotimus“ oder „Abhandlung über die Gottesliebe“ erscheint in Lyon
1618/19 2. diplomatische Reise nach Paris. Anlass war die Vermählung von Prinz Victor Amadeus von Savoyen mit Prinzessin Christine von Frankreich, der Schwester König Ludwigs XIII.
1622 28. Dezember: Tod in Lyon im Alter von 55 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls
1623 Januar: Übertragung und Beisetzung des Leichnams in Annecy.

Haupttätigkeiten als Bischof: Umsetzung der Reformen des Trienter Konzils, Reform der Klöster und des Klerus, Visitationen aller 311 Pfarrkirchen seiner Diözese, Gründung von 13 Klöstern der Heimsuchung, Katechismusunterricht und Förderung der Bildung bei Alt und Jung, Berater in Streitfällen u. politischen Auseinandersetzungen, Rückführung der Calviner zum katholischen Glauben, mehr als 3000 Predigten, Geistliche Begleitung zahlreicher Frauen und Männer.

1661 28. Dezember: Seligsprechung durch Papst Alexander VII.
1665 19. April: Heiligsprechung durch Papst Alexander VII.
1877 19. Juli: Erhebung zum Kirchenlehrer durch den Sel. Papst Pius IX.
1923 26. Januar: Bestimmung zum Patron der Schriftsteller und Journalisten durch Papst Pius XI.

Ebenso: Patron der Gehörlosen und der Städte Genf, Annecy, Chambery.
Gedenktag: 24. Januar