Archiv der Kategorie: Annakirche News

500 Jahre St. Anna

1514 wurde der Grundstein zur Annakirche gelegt. Die 500-jährige Geschichte der Annakirche ist mittlerweile bekannt oder kann leicht anderweitig nachgelesen werden – nicht zuletzt im neuen, zu diesem Anlass angefertigten Kirchenführer. Nein, die Festmesse mit dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn gestaltete sich nicht zu einem Feuerwerk sich überschlagender Fakten, sondern wurde zu einer Fortsetzung der bereits sehr familiären Festmessen dieses Jubeljahres.

Auch die Predigt wirkte intim und kolloquial – und doch spannte sie einen mitreißenden Bogen von der Rolle der Annakirche als spirituelles Refugium über das Vorbild, das die heilige Familie bei der Bischofssynode in Rom hoffentlich noch spielen wird und die segnende Wirkung des liebenden Beziehungsgeflechtes, das den dreieinen Gott in sich ausmacht bis zu seinem irdischen Ausdruck in der Vielzahl der Heiligen: den allgegenwärtigen anerkannten Helfern wie auch all den unbekannten Menschen, die sich einfach um ein Leben in der göttlichen Unversehrtheit bemühten; wofür, um zum Anfang zurückzukommen, ein betreuter Ort der Hinwendung zu Gott ein großer Hilfsdienst ist, den die Oblaten des hl. Franz von Sales seit über 100 Jahren bieten.

Zum Dank für die Treue im Mitfeiern und Mitgestalten wurden alle zur Agape geladen, wo sich der hohe Gast, Freunde, Mitwirkende sowie Kirchenbesucherinnen und -Besucher noch bei einfacher, aber köstlicher Klosterbewirtung unterhalten konnten.  Es ist immer eine besondere Aufgabe, ja auf keinen der zum Gelingen Beitragenden zu vergessen. Besonders hervorgehoben seien jedoch die routinierte liturgische Hilfstruppe aus dem  Schottengymnasium, die tatkräftige und ideelle Mithilfe der Pfadfinderinnen und Pfadfinder durch die festliche Anwesenheit mit ihrer Gruppenfahne, der musikalische Rahmen durch die Choralschola St. Anna mit der Missa brevis no. 4 in C-Dur von Charles Gounod sowie das Streichquartett „medici et musici“ unter der Leitung von Dr. Ferdinand Raab und nicht zuletzt die Konzelebration aller in der Annakirche tätigen Geistlichen mit der Unterstützung ihres Provinzials Thomas Vanek und mehreren Mitbrüdern der Sales-Oblaten und der Augustiner.

Weitere Einzelheiten, die im Artikel nicht untergebracht werden konnten, erfahren Sie wieder in der Bildserie (zur Verfügung gestellt von Marianne Malmström und Mag. Thomas Neunteufel). Unten finden Sie die Links zu den Mitschnitten der herzerwärmenden Predigt und der Wandlung auf YouTube.

Deo gratias für alle Veranstaltungen dieses Jubiläumsjahres 2014, auf die Sippenmutter Anna sicherlich mit Wohlwollen herunterblicken kann!

Predigt Teil 1   Predigt Teil 2   Wandlung

Christus, das Ursakrament

Christus, das Ursakrament

Das neue Gotteslob hilft uns, die Sakramente besser zu verstehen und aus ihnen zu leben. Dort lesen wir: „In den Sakramenten begegnen die Menschen Christus selbst. Er ist das ‚Ursakrament‘, in dem die Gnade Gottes in ihrer ganzen Fülle erschienen ist. Durch den Heiligen Geist bleibt er in der Kirche, dem ‚Grundsakrament‘, gegenwärtig. Die sieben Sakramente sind wirksame Zeichen der Gnade und Liebe Gottes. Sie entfalten in den liturgischen Feiern die sinnenhafte Zuwendung Gottes zu den Menschen. Sie setzen den Glauben voraus, zugleich nähren und stärken sie ihn“ (GL 570/1).

Anregung zur Feier der hl. Beichte finden Sie im Gotteslob:
Nr. 593 – 601

Erforschung des Gewissens: „Wenn ich mein Gewissen erforsche, nehme ich eine Standortbestimmung vor, die Klarheit über mein Tun und Lassen, über meine Motive und Ziele gibt. Ich horche auf mein Innerstes und spüre der Stimme in mir nach, der Stimme meines Gewissens. Denn im Inneren seines Gewissens entdeckt der Mensch ein Gesetz, das er sich nicht selbst gibt, sondern dem er gehorchen muss und dessen Stimme ihn immer zur Liebe und zum Tun des Guten und zur Unterlassung des Bösen anruft. Das Gewissen ist die verborgenste Mitte und das Heiligtum im Menschen, wo er allein ist mit Gott, dessen Stimme in diesem seinem Innersten zu hören ist“ (GL 593/4).

Oblatenwallfahrt, Samstag, 4. Oktober 2014

Die gemeinsame Wallfahrt um geistliche Berufe der Oblatinnen und Oblaten des hl. Franz von Sales und aller Pfarren und kirchlichen Einrichtungen, die sie betreuen, findet traditionell am 1. Samstag im Oktober statt.

Die Fußwanderung führte heuer bei warmem, aber windigem und leider diesigem Wetter von St. Michael am Bruckbach nach Seitenstetten.

Als Alternative konnten das Benediktinerstift und sein beeindruckender Barockgarten oder die Stadt der Türme, Waidhofen/Ybbs, erkundet werden.
Um 14.30 Uhr trafen sich alle wieder zur gemeinsamen Messe in der Stiftsbasilika, die musikalisch von der Franz-von-Sales-Combo (Wien X) gestaltet wurde. Den ebenso traditionellen Ausklang des Tages bildete die Begegnung  bei einem Mostheurigen.

Wir freuen uns, wenn Sie sich diesen Termin auch für das nächste Jahr schon vormerken, um mit uns einen Tag in der salesianischen Spiritualität zu verbringen und Neuigkeiten aus den verschiedenen Standorten der beiden verschwisterten Orden auszutauschen!

Die Einladung und nähere Details zum Ablauf des Tages finden Sie hier
Ein herzlicher Dank für die Fotodokumentation des Tages geht an Herrn Herbert Eidkum.

Busreise zu den bedeutenden Domen in Deutschland 2014

15. – 21. Sept. 2014


Montag: 15. Sept. 2014

Abfahrt Wien, Südtirolerplatz, 7.30 Uhr
Mittag Spaziergang durch die Altstadt Regensburg zum Dom, der als das Hauptwerk gotischer Baukunst in Bayern gilt. Mittags wollen wir in die berühmte historische Wurstküche. Weiterfahrt nach Würzburg zum Dom St. Kilian, Stadtspaziergang und Übernachtung im Novotel, Würzburg.

Dienstag: 16. Sept. 2014

Fahrt nach Mainz: Wir treffen hier einen Stadtführer, der die Besichtigung des Doms und eine Stadtführung mit uns machen wird. (Eintritt und Stadtführung im Preis enthalten.) Anschließend Fahrt westlich des Rheins nach Maria Laach. Hl. Messe und Übernachtung im Seehotel Maria Laach.

Mittwoch: 17. Sept. 2014

Fahrt nach Köln: Hier erwartet uns ebenso eine Stadtführung und eine Besichtigung des berühmten Kölner Doms (Baubeginn 1248), die dritthöchste Kirche der Welt. (Eintritt und Stadtführung im Preis enthalten). Fahrt nach Overbach , und Übernachtung in Overbach Hotel der Oblaten des Hl. Franz . v. Sales, Franz-von-Sales-Str. 1, 52428 Jülich-Barmen.

Donnerstag: 18. Sept. 2014

Hl. Messe in Overbach, dann fahren wir nach Aachen und besuchen den Dom und die Schatzkammer und die Altstadt mit einer Führung. (Eintritt und Stadtführung im Preis enthalten.) Mit dem Ausbau zur Residenzstadt unter Karl dem Großen (742-814) und nach der Heiligsprechung des Kaisers 1165 wurde Aachen zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas. Im Jahre 1656 vernichtete ein Stadtbrand 80 % aller Häuser.
Abends: Fahrt nach Trier und Übernachtung im Hotel Deutscher Hof, Trier.

Freitag: 19. Sept. 2014

Besichtigung der Stadt Trier und dem Dom, der im 11./12. Jhd. entstanden ist, dessen Vorgängerbau Konstantin der Große im 4. Jhd. errichten ließ. Besondere Teile sind die romanische Chorschranke (12. Jhd.) und die Kanzel (Eintritt und Stadtführung im Preis enthalten), anschließend Fahrt nach Speyer, wo uns eine Dom- und Kryptaführung erwartet (Eintritt im Preis enthalten).
Übernachtung im Hotel Lösch Pfälzer Hof in Römerberg, Speyer.

Samstag: 20. Sept. 2014

Fahrt nach Heidelberg, Besichtigung der Stadt und das Schloss von außen (Eintritt und Stadtführung im Preis enthalten). Am Nachmittag Fahrt nach Rothenburg ob der Tauber kurze Stadtführung und Besuch der Kirche St. Jakob (1311- 1471) (Eintritt und Stadtführung im Preis enthalten) Übernachtung in Rothenburg, Hotel Reichs-Küchenmeister. Das Hotel liegt in der Altstadt. Daher kann der Bus nicht direkt zufahren, ca. 200 Meter Fußweg. Gepäcktransport wurde uns zugesagt.

Sonntag: 21. Sept. 2014

Rothenburg Hl. Messe in Lupburg und Fahrt nach Wien, Südtirolerplatz.

 

Fotos

Oblatengebet mit Noviziatsaufnahme, Do., 11.9.2014, 18.30 Uhr

Regelmäßig treffen sich die in Wien tätigen Oblaten des hl. Franz von Sales zu spirituellem Austausch und gemeinsamem Gebet um geistliche Berufe.

Der Abend findet abwechselnd in den vom Orden betreuten Kirchen statt, diesmal in der Pfarre zum Hl. Franz von Sales, 1100 Wien, Holeyplatz 1.

Diesmal konnte ein besonders freudiger Anlass gefeiert werden: Um 18.30 Uhr begann die feierliche Vesper, bei der Thorsten Rabel als Novize in den Orden aufgenommen wurde. In einer sehr berührenden freien Rede bezeugte er seine Berufung, daran mithelfen zu wollen, Gott den Mitmenschen näherzubringen und das im Gemeinschaftsverband der Oblaten des Hl. Franz von Sales tun zu wollen.

Im Beisein und zur großen Freude des Provinzials P. Thomas Vanek OSFS erhielt Thorsten Rabel vom Novizenmeister des Ordens, Br. Hans Leidenmühler, neben der Einkleidung das Direktorium des hl. Franz von Sales, die Ordensregeln im Geiste des heiligen Bischofs.
Anschließend wurde im Pfarrsaal bei einer Agape weitergefeiert.

Wir freuen uns über diesen Neuzuwachs, bitte beten Sie weiter mit mit uns!

Annafest 2014: Ein Familienfest

Annafest, 26. Juli 2014, 18.00 Uhr

Kinder können ihre Beziehung zu Gott auf eine besonders schöne und stabile Art aufbauen, wenn sie ihnen auf liebevolle Weise bereits von ihren Eltern und Großeltern vorgelebt wird.
Obwohl man von ihnen historisch fast nichts weiß, wirft es demnach auch ein besonderes Licht auf Joachim und Anna, dass sie ihre Tochter Maria in einer Atmosphäre aufwachsen ließen, die diese ja sagen ließ zu der Berufung, welche sie letztlich zu den Großeltern des Gottessohnes machte.

Bevor der Grundstein für St. Anna gelegt wurde, befand sich auf dem Areal bereits ein Pilgerhaus. Als der Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales rund 400 Jahre später hier eine neue Heimat fand, machte er es sich zu seiner Aufgabe, die Tradition dieser Offenheit für Suchende zu bewahren.
Und so freute es den gegenwärtigen Provinzial P. Thomas Vanek OSFS ganz besonders, das Patrozinium der Kirche in einer großen Familie an Mitbrüdern und mitfeiernden Gottesdienstbesuchern zu zelebrieren.
Der Hausobere P. Alois Bachinger bedankte sich bei allen Mitwirkenden, ganz besonders den Mesnern und Sakristanen, der musikalischen Gestaltung durch die Choralschola St. Anna, der Organisation der Agape durch die Pfadfinderinnen und Pfadfinder und allen Gläubigen, die „ihrer“ Heiligen, die sie das ganze Jahr über gerne besuchen, an diesem Tag auch treue Ehre erwiesen.

Im Hof des Ordenshauses fand das Fest noch seinen Ausklang für alle bei Speis, Trank und Geplauder, wie bei einer großen Familienzusammenkunft eben, wo man nicht alle kennt, nicht mit allen gleich gut auskommt, aber weiß, dass man zusammengehört, weil nun einmal alle dieselbe Verwurzelung haben.

Einen optischen Eindruck vermittelt wie immer auch unsere kleine Bildgeschichte!

Konzerte Magnificent Mozart, Fr. 11. und 18. Juli 2014

Nach dem Erfolg ihres Kammermusikfestivals KlangFEST in Bad Ischl kehren der Geiger Hartmut Ometzberger und die Sopranistin Diana Jacklin, bekannt als The Diva and the Fiddler, zurück in die wunderschöne Anna Kirche. Das Programm der Konzerte am 11. und 18. Juli, jeweils um 19.30 Uhr, trägt den Namen MAGNIFICENT MOZART und die Karten (je €25) sind an der Kirche vor Konzertbeginn erhältlich.

Außer Diana Jacklin und Hartmut Ometzberger wird auch Prunella Pacey an diesem Konzert mitwirken. Zusammen mit Prunella Pacey spielt Hartmut Ometzberger das berühmte Duo für Violine und Viola Nr.2 von W.A. Mozart.

Diana Jacklin und Hartmut Ometzberger sind weltweit das einzige Duo für Geige und Sopran und so bezeichnete sie das New York City TIME OUT-Magazin als ein „eclectic duo“.
Sie arrangieren viel Musik selbst, doch hat ihr besonderer Klang auch einige Komponisten dazu inspiriert, Werke für sie zu schreiben.

Annakirche Wien, Annagasse 3b Karte

Aus der Geschichte der Kirche und des Ordens

Frankreichs Kirchenpolitik um 1900

Die Oblaten des heiligen Franz von Sales gründete Louis Brisson (1817 – 1908) in Troyes, Frankreich. 1875 erhielt unsere Kongregation die päpstliche Anerkennung.

Die politische Lage war damals in Frankreich ausgesprochen kirchenfeindlich. Die Kirche war in der Zeit vor dem Deutsch – Französischen Krieg von 1870/71 royalistisch. Nach der Gefangennahme Napoleons III. regierten die Republikaner in Paris. Papst Leo XIII. ermutigte die französischen Bischöfe zu einer regierungsfreundlichen Einstellung. Dennoch steuerte Ministerpräsident Pierre Waldeck-Rousseau (1846 – 1904) einen kirchenfeindlichen Kurs. Er wollte die Republik stabilisieren, außerdem wollte er alle Ordensschulen verstaatlichen. Mit seinen Vereinsgesetzen von 1899 bezeichnete er die Ordensgelübde als gesetzeswidrig, sittenwidrig und unerlaubt. Im Interesse der wahren Freiheit und zum Schutz des Gemeinwohles sollten Vereine wie die katholischen Orden abgeschafft werden. Die Ordensgelübde legten es darauf an, die Initiative und die Schaffenskraft ihrer Mitglieder zu vernichten. Sie seien eine Art Gegenrevolution zu den Prinzipien der republikanischen Ordnung.

Émile Combes (1835 – 1921) folgte Waldeck-Rousseau als Ministerpräsident (1902 – 1905). Dieser ehemalige Priester und Hochschullehrer der Assumptionisten in Nîmes verkündete als Ziel seiner Regierung, die Kirche vollständig aus dem öffentlichen Leben Frankreichs zu verbannen.

Seine Regierungsschritte:
1. Juli 1902: Schließung der ca. 3000 nicht staatlich genehmigten kirchlichen Schulen. Dies führte zu heftigen  öffentlichen Protesten – 74 Bischöfe unterzeichneten eine „protestation“.
2. Daraufhin Einstellung der Besoldung von Bischöfen durch die Regierung.
3. März 1903: Auflösung aller männlichen Ordensgemeinschaften
4. Juli 1903: Auflösung aller weiblichen Ordensgemeinschaften
5. 7. Juli 1904: Verbot der Neugründung von Ordensgemeinschaften

Pater Joseph Lebeau OSFS war ab 1896 in Wien.

Goldenes Priesterjubiläum P. Schmalhofer in der Pfarre Franz von Sales, 29.06.2014, 9.30 Uhr

Herzliche Einladung zur Feier des 50. Weihejubiläums von P. Fritz Schmalhofer OSFS.

7 Jahre seines reichen Priesterlebens war er Kirchenrektor von St. Anna. Schon vorher hatte er während seines Studiums an der Akademie für Musik und darstellende Kunst hier gewohnt und priesterlich mitgewirkt, umgekehrt blieb er bis zum heutigen Tag der Gemeinde musikalisch als Chordirigent verbunden.
Die Festmesse findet statt am Sonntag, dem 29. Juni 2014 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche „Zum heiligen Franz von Sales“ in Wien 10, Holeyplatz 1.

Bei einem Frühschoppen gibt es anschließend die Gelegenheit, sich mit dem Jubilar zu freuen und ihm zu 50 Jahren musikalischer Gottesvermittlung zu gratulieren!

Eine kleine Dokumentation des Festes finden Sie hier in einigen kommentierten Bildern!