Archiv der Kategorie: Annakirche News

75. Geburtstag von P. Max Hofinger

An die große Glocke gehängt werden durfte das Ereignis ja nicht, aber sichtlich gefreut hat ihn, dass sich so viele Leute mit ihm freuten:

Mitbrüder und Freunde aus nah und fern versammelten sich am 4. November 2012 in einer sonntäglichen Festmesse und anschließenden Geburtstagsfeier, um dem langjährigen Rektor der Annakirche zu gratulieren und wieder einmal festzustellen, dass der Jubilar zwar an Jahren vorgerückt, nicht aber in seiner Agilität eingerostet ist.

Was kann man also einem Menschen als Aufmerksamkeit überreichen, der selbst vermittelt, bereits von seinem Schöpfer mit dem Leben, wie es ihm zugeteilt worden ist, überreich beschenkt worden zu sein?

Abgesehen von Flüssigem und Verzehrbarem, das er freigiebigst ohnehin sofort weiterverteilt, einfach NICHTS!

Da bekannterweise im Nichts jedoch Alles enthalten ist, wurde damit vor allem die Dankbarkeit ausgedrückt:
Dank für den Einsatz, den P. Max Hofinger der Annakirche, dem Urgestein der Sales-Oblaten in Österreich, angedeihen ließ und für das angenehme Zusammenleben in ihrer Klostergemeinschaft;
Dank für die priesterliche Zuwendung an alle ihre Gläubigen – in der Eucharistie, im Beichtstuhl und in den verschiedenen von ihm betreuten Gruppen;
und besonderen Dank für die Tiefe der Gottesliebe und die ansteckende Freude am Glauben, die ihn umgibt.

Deo gratias, P. Max, et ad multos annos!

Vielen Dank ebenfalls an Mag. Thomas Neunteufel, von dem wieder ein Großteil der Bilder von der Feier stammt.

 

Anbetung

Ewige Anbetung in der Basilika Koekelberg, Brüssel

Monatsgedanken November 2012

Die Anbetung sagt:

„Du bist Gott, ich bin der Mensch. Du bist der wahrhaft Seiende, aus Dir selbst, wesenhaft und ewig, ich bin durch Dich und vor Dir. Du hast alle Mächtigkeit des Wesens, alle Fülle des Wertes, alle Hoheit des Sinnes und genügest selig dir selbst. Der Sinn meines Daseins hingegen kommt mir durch Dich; ich lebe aus Deinem Licht und die Maße meines Daseins sind in Dir.“

Die Anbetung ist von größter Wichtigkeit nicht nur für das religiöse, sondern auch für das geistige Leben des Menschen.

So müssen wir die Anbetung üben. Uns sammeln, in der Sammlung uns die Größe Gottes vergegenwärtigen, vor dieser Größe uns in Ehrfurcht und in der Freiheit unseres Herzens neigen. Dann wird Wahrheit in uns, Wahrheit des Lebens. Die Beziehungen des Daseins kommen in Ordnung, und die Maße werden richtig gestellt. Diese Wahrheit wird uns wohltun. Sie wird das, was durch die Verwirrung und den Trug des Lebens durcheinandergebracht ist, wieder zurechtrücken. Wir werden geistig gesunden und neu beginnen können.

Romano Guardini, aus dem Buch „Vorschule des Betens“

Ein Zitat des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: http://www.osfs.eu/ „Ein Wort zum Tag“.

Gedanken des Gründers der Oblaten des heiligen Franz von Sales : http://www.franz-sales-verlag.de/brisson2012/

Oblatenwallfahrt, Samstag, 6. Oktober 2012

Jeweils am ersten Samstag im Oktober treffen sich die Oblatinnen und Oblaten des hl. Franz von Sales aus allen Teilen Ostösterreichs, um – gemeinsam mit ihren jeweiligen Pfarrangehörigen und Weggefährten in der salesianischen Spiritualität – Gott in Wort und Tat zu erfahren und erfahrbar zu machen.

Unter dem Thema „Unsere Lebens-Zeiten“ verbringen wir den Tag mit Gedanken zum Leben des Ordensgründers P. Alois Brisson.

9.30 Uhr Treffen in St. Andrä an der Traisen
10.00 Uhr Abmarsch nach Herzogenburg, ca. 2,45 Stunden
13.00 Uhr Mittagessen auf Buffetbasis, € 13,- incl. Getränke
16.00 Uhr Festmesse mit Probst Maximilian Fürnsinn
18.00 Uhr Ende und Rückfahrt

Herzliche Einladung zu einem Tag mit geistlicher und leiblicher Stärkung!
Für die Busfahrt melden Sie sich bitte in der Sakristei an.
Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Programm.

Seligsprechung P. Louis Brisson (1817-1908), 22.09.2012

Louis Alexander Brisson

Gründer der Oblatinnen und Oblaten
des hl. Franz von Sales

Wir freuen uns sehr: Unser Ordensgründer wird am 22. September 2012 in der Kathedrale von Troyes selig gesprochen.

Louis Alexander Brisson: Geboren am 23. Juni 1817 in Plancy, Campagne, Frankreich. Am 18. Dezember 1840 wurde er zum Priester geweiht. Er war Lehrer und Beichtvater im Kloster der Heimsuchung. Er hatte ein soziales Herz und schuf ein Heim für die Arbeiterinnen in den Textilfabriken von Troyes. Es gelang ihm, seine ehemalige Schülerin Leonie Aviat als Leiterin dieser Heime zu gewinnen. 1868 gründete er mit ihr die Oblatinnen des hl. Franz von Sales. Leonie Aviat wurde am 25. November 2001 heilig gesprochen.

1875 gründete er die Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales, deren Mitglieder sich der Erziehung sowie der Seelsorge widmen. Gestorben ist er am 2. Februar 1908 in Plancy.

Gott segnet die liebenden Herzen

Louis Brisson sagte ganz im Geiste des hl. Franz von Sales, der sein Leben begleitete: „Statt die Schranken eurer Liebe mehr und mehr einzuengen, solltet ihr sie immer mehr erweitern; so werdet ihr Gottes Segen ernten, denn Gott segnet nun einmal die liebenden Herzen.“

Eine erfreuliche Nachricht für die Oblaten des heiligen Franz von Sales

Die Leitung unseres Ordens konnte uns mitteilen, dass unser Ordensgründer P. Louis Brisson am 22. September 2012 in Troyes (Frankreich) seliggesprochen wird.

Wir heißen zwar „Oblaten des heiligen Franz von Sales“, aber Franz von Sales ist nicht unser Gründer. Dieser Heilige (1567-1622) hat den Orden von der Heimsuchung Mariens gegründet (Salesianerinnen). Franz wollte auch einen Männerorden gründen, ist aber seines frühen Todes wegen nicht mehr dazu gekommen.

Die Schwester Maria Salesia Chappuis hat sich daran erinnert und den Spiritual ihres Klosters in Troyes, Louis Brisson, bearbeitet, den von Franz beabsichtigten Orden zu gründen. Louis Brisson hat sich dagegen heftig gesträubt, hat sich jedoch nach Jahrzehnten überzeugen und bewegen lassen, diesen Impuls zu verwirklichen. Das Datum der kirchlichen Anerkennung des Ordens liegt im Jahr 1875.

Lange Jahre hat sich unsere Gemeinschaft, zusammen mit den Oblatinnen des heiligen Franz von Sales, darum bemüht, seine Anerkennung durch die Kirche als Seligen zu erreichen. Nun ist es so weit und wir freuen uns alle.

Das Logo der Seligsprechung ist das Kreuz mit Rädern einer Uhr.

Louis Brisson war nicht nur ein engagierter Seelsorger, sondern auch ein begabter Mathematiker. Er hat Uhren gebastelt, die nicht nur die Tageszeit am Ort anzeigten, sondern Bewegungen und Zeiten in aller Welt. Sie werden bis heute bestaunt und bewundert. Louis Brisson hat einmal zum Grund seiner Bastelei geschrieben:

Wisst ihr, warum ich diese Uhren mache? Weil sie ein Bildnis dessen wiedergeben, was Gott geschaffen hat. Je vollkommener das Uhrwerk, desto mehr ähnelt es der Schöpfung Gottes. Die Bewegungen der Erde und der Sterne bestimmen und begleiten unser Leben. Die Uhr tickt weiter, bis die Stunde angebrochen ist, in der wir diese Welt verlassen und in Gott aufgenommen werden, wo es keine Zeit mehr gibt. Ich arbeite gerne an einer solchen Uhr, für mich ist das entspannend und ich finde Gott darin wieder.“

http://www.louisbrisson.org/

Bratl in der Rein, Sonntag, 16. September, 12 Uhr

Das Andorfer Team: Windhager und Pumberger

Am 16. 09. 2012 durfte die Annakirche wieder zu ihrem herbstlichen Fixpunkt einladen:
Um punkt 12.00 Uhr, nach dem 11.15 Uhr Choralamt, strömten die Gäste bei strahlendem Wetter in den gemütlichen Innenhof.

In gewohnter Weise kochten die Familien Windhager und Pumberger aus Andorf oberösterreichische Spezialitäten.

Auch Nachspeisen und Getränke wurden reichlich mitgebracht, und so ging ein Reinerlös von über 700 Euro an die Kasse für die Renovierung der Kirche.

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die großzügig gespendet und wieder vor und hinter den Kulissen mitgeholfen haben!

Bilder von vergangenen Jahren finden Sie in unseren Fotoalben: Innviertler Grillfest

Annafest 2012

Zum Patrozinium der Annakirche am Donnerstag, dem 26. Juli 2012 zelebrierte der Neupriester Mag. P. Stefan Weig osfs das Hochamt und spendete anschließend auch einzeln den Primizsegen.

Die Festpredigt hielt Univ.Prof. Dr. Konstantin Maier, Eichstätt und die musikalische Gestaltung erfolgte durch die Choralschola von St. Anna mit der Missa de Angelis und den dreistimmigen Proprien von  P. Fritz Schmalhofer osfs.

In der Annakapelle wurde die Handreliquie der hl. Anna ausgesetzt und nach dem Hochamt zur Verehrung gereicht.

Danach wurden die zahlreichen Gäste in den Innenhof zu einer Agape eingeladen.
Danke fürs Mitfeiern!

Bilder vom Fest

Der Katholische Katechismus mit P. Dr. Max Hofinger: Schlussbetrachtung

Wir haben uns jetzt mehrere Jahre mit den Texten des KKK beschäftigt.

Damit wollten wir möglichst genau die objektive Lehre der Kirche kennenlernen.

Ich danke für das Interesse, das Sie immer gezeigt haben.

Wir sind uns allerdings bewusst: Wissen allein macht nicht fromm.

Wir wollen von der Größe Gottes begeistert sein, wollen sein Wirken in der Menschheitsgeschichte wahrnehmen und uns bemühen, in der Nachfolge Christi zu leben.

Selbst religiöses Leben beruht auf drei Säulen:

1. Sachkompetenz
2. Ethisches Verantwortungsbewusstsein
3. Spirituelle Tiefe

Gerade bei der Betrachtung des 7. und 8. Gebotes haben wir gesehen, dass die Sachkompetenz Hochschulen beschäftigt. Unser Leben mit der momentanen Bankenkrise zeigt, wie sehr ethisches Verantwortungsbewusstsein gefordert ist. Dies erhoffen wir uns von spiritueller Verankerung.

Schlicht: Wer betet, wird sich verantwortungsbewusst verhalten.
Für Sachkompetenz gilt der Grundsatz: Prüft alles, das Gute behaltet.

Leitung: P. Dr. Maximilian Hofinger
Termin: Donnerstag, 31. Mai 2012, 18.45 Uhr
Ort: Annakirche, Annagasse 3b, Seminarraum

In der Sprache liegt alle Macht der Kirche

Das Geschenk des Hl. Geistes

Aus einer Predigt des hl. Franz v. Sales zum Pfingstfest 1620

Der Wert der Geschenke wird nach der Liebe bemessen, mit der sie gegeben werden. Dieses hier ist nun nicht nur mit großer Liebe gegeben worden, sondern die Liebe selbst wird gegeben, denn jeder muss wissen, dass der Heilige Geist die Liebe des Vaters und des Sohnes ist.

Wenn wir aber sagen, der Heilige Geist ist uns verliehen vom Vater und vom Sohn, dann darf man das nicht so verstehen, dass er von ihnen getrennt worden sei, denn das ist nicht möglich, da es nur einen unteilbaren Gott gibt. Wir wollen damit vielmehr sagen, dass Gott uns sein göttliches Wesen geschenkt hat, wenn es auch in der Person seines Geistes geschah. Darüber kann man nicht viel sprechen, aber fest daran glauben.

Wir können die Größe der Verleihung des Heiligen Geistes erwägen mit allen Wirkungen, insofern er vom ewigen Vater und von Unserem Herrn seiner Kirche verliehen wurde, oder insofern er jedem einzelnen von uns verliehen wurde. Gewiss können wir Gott nicht genug dafür danken, dass er seiner Kirche dieses einmalige Geschenk gemacht hat, wegen des Guten, das daraus folgt.

Der Heilige Geist wurde sehr sinnvoll in der Form und Gestalt von Zungen verliehen, und zwar von feurigen Zungen, denn in der Sprache liegt alle Macht der Kirche. Wer wüsste nicht, dass sie alle ihre Geheimnisse durch die Sprache wirkt?
Die Predigt geschieht durch die Sprache; bei der heiligen Taufe muss die Sprache dazukommen, um dem Wasser die Kraft zu verleihen, unsere Sünden und Missetaten abzuwaschen; ebenso kann das hochheilige Messopfer nur vermittels der Sprache gefeiert werden.

Franz von Sales, DA Bd 9, Seite 347f

Ein Zitat des hl. Franz von Sales zu jedem Tag finden Sie unter: http://www.osfs.at/ „Ein Wort zum Tag“.

Marienmonat Mai

Im Frühling, nach der Fastenzeit und dem (in heutigen Zeiten zumindest an Sonnenlicht) entbehrungsreichen Winter, sind wir im Kirchenjahr eingeladen, uns in die Lieblichkeit und die mütterliche Güte Marias einzufühlen.

In den Maiandachten können wir das Leben und Wirken der Gottesmutter betrachten und zum Vorbild nehmen. Sie hat sich dem Willen Gottes vorbehaltlos vertrauend zur Verfügung gestellt.

Wenn wir sie ehren, ehren wir durch sie ihren Sohn.
Wenn wir sie anrufen, rufen wir in Gemeinschaft mit ihr den Vater an. Und wenn wir ihr nacheifern, geben wir dem Geist die Möglichkeit, in uns zur Entfaltung zu kommen.

Goldenes Professjubiläum Br. Günter Maier OSFS, So., 15.04.2012, 11.15 Uhr

„Gott hat Sehnsucht nach lebendigen Menschen!“ (Augustinus)

Lebendig und flexibel war Bruder Günter zeit seines Lebens, und so konnte er am Weißen Sonntag 2012 zufrieden im Kreise seiner Familien sein Goldenes Professjubiläum feiern. Das Mitfeiern nicht nehmen ließen sich Angehörige der Ordensfamilie, Schwester und Brüder der Herkunftsfamilie, aber auch Freunde, denen er sich in seiner Liebe zu den Bergen familiär verbunden fühlt.

Zahlreiche Gratulanten trugen bei, das Hochamt zum Tag festlich zu gestalten, sei es als Festzelebranten, Teilnehmer der würdigen musikalischen Ausgestaltung oder „einfache“ Mitfeiernde.

In der Predigt nahm P. Thomas Mühlberger Bezug auf seinen biblischen Namensvetter, der eben dadurch zu einem Vorbild im Glauben wurde, dass dieser ihm nicht geradlinig in den Schoß fiel. Ebenso ist die Profess, die Verpflichtung zu einem Leben im Dienst Gottes und der Mitmenschen, kein einmalig abgehandeltes Ereignis, sondern ein lebenslanger Weg, auf dem für so manche Hürde auch ein mehrmaliger Anlauf nötig sein kann.

Vielen Dank, Br. Günter, für die Bereitschaft, Dein Bestes zu geben in unterschiedlichen Einsatzgebieten und -orten!