Archiv der Kategorie: Glaubensfragen

20. Mai: Vortrag von Prof. Dr. Manfred Bruck:  Signa temporis

Bild: Unsplash

Wir leben in besonderen Zeiten: Die Megatrends am Beginn des 21. Jh. sind global, komplex, tiefgreifend und zutiefst miteinander verwoben. In dem Vortrag werden zunächst entscheidende Trends an Hand von Fakten und Daten dargestellt, anschließend wird  der -sehr vorsichtige- Versuch unternommen, sie im Lichte des Evangeliums zu reflektieren.

Seminar: Jesus lieben lernen, ab 25. September 2020, Freitags 18:45 Uhr

Jesus lieben lernen:

Pater Hans Buob SAC (Pallotiner) ist ein deutscher Ordenspriester und Exerzitien-Meister. Er hat Anfang 2018 im Haus St. Ulrich in Hochaltingen eine Vortragsreihe zu diesem Thema gehalten. Für mich (Manfred) war das eine tiefe und prägende Erfahrung, ebenso für Pater Max der die Vorträge am Wege über die in Hochaltingen aufgenommen CD´s später gehört hat. Aus diesen Erfahrungen heraus ist der Wunsch entstanden das Gute, das wir erfahren haben, mit Freunden zu teilen in der Hoffnung, dass der Samen in die gute Erde fällt und reiche Frucht bringt.

 

Bild: kathpedia.com

Hintergrund:

Der hl. Alfons von Liguori (*1696; †1787), Kirchenlehrer, Schutzpatron aller Moraltheologen und Beichtväter) schrieb 1768 d.h. im Alter von 72 Jahren das Buch “Pratica di amar Gesù Cristo” in diesem Buch geht es um das Herz des Christentums d.h. die Liebe Jesu Christi zu uns und unsere Liebe zu Ihm.

Die aktuelle Neu-Übersetzung von Pater Bernhard Häring CSsR (erschienen bei Herder und bei Brendow jeweils 1990) ist derzeit vergriffen, aber problemlos als gebrauchtes Exemplar erhältlich. Pater Hans Buob hat dieses Buch als Grundlage seiner Vortragsreihe genommen und aktualisiert, d.h. Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen.

 

Wir laden Sie herzlich ein,

mit uns die CD’s  anzuhören und Erfahrungen auszutauschen.
Termine:  Jeweils Freitag,  18:45 Uhr im Seminarraum St. Anna:
Freitag, 25. September,
Freitag, 2. Oktober,
Freitag, 9. Oktober,
Freitag, 16. Oktober, – ENTFÄLLT!
Freitag, 23. Oktober,
Freitag 30. Oktober.

 

Exerzitien 13. bis 15. Jan. 2017

Vom 13. bis 15. Jänner 2017 finden in Kirchberg am Wechsel wieder Exerzitien mit Pater Dr. Max Hofinger statt.

Thema: “Gott spricht zu mir im Neuen Testament.“

Beginn: Freitag um 18 Uhr, Ende: Sonntag mit dem Mittagessen. Bitte melden Sie sich bei P. Hofinger oder in der Sakristei an!

 

Hier finden Sie einige Bilder aus einem der vergangenen Jahre.

Der Samen geht auf: Seminar mit P. Hofinger, Mittwoch 25. Mai 2016, 18.45 Uhr

Wir machen uns Gedanken zur Kirchengeschich​te. Wie entwickelte sich das Christentum im Laufe der Jahrhunderte?

Thema des Abends: Die Kirche in der Zeit der Reformation – die Hugenotten

Ort: Kirche St. Anna, 1010 Wien, Annagasse 3b, Seminarraum Karte
Termin: Mittwoch, 25.Mai 2016, 18.45 Uhr
Beitrag: Freiwillige Spende
Leitung: P. Dr. Maximilian Hofinger osfs

Was wir zuerst brauchen

Maria Schutz am Semmering, Niederösterreich

Gott,
wir möchten zuerst immer alles andere und dann erst Dich.
Wir brauchen aber zuerst Dich, um alles andere zu bewältigen.
Wir brauchen die Erfahrung Deiner Gegenwart.
Wir brauchen die Hoffnung auf Deine Zukunft.
Wir brauchen den Glauben an Deine Gerechtigkeit.
Wir brauchen das Vertrauen in Deine Liebe.
Wir brauchen Dich, unseren Gott;
dann werden wir auch alles andere schaffen.
Du wirst es uns – schenken. Amen.

Theo Schmidkonz SJ

Gebet zum “Tag der Schöpfung”, den Papst Franziskus mit den Orthodoxen Christen gemeinsam jährlich am 1. September feiern möchte

 

Wie wächst eine Pfarrei?

„Ich weiß, dass die Kirche kein Unternehmen ist“, sagt Pfarrer Michael White.
„Aber wir können folgende Haltungen von erfolgreichen Firmen lernen: Groß denken, aber nicht kompliziert sein! Negativem widerstehen, aus Kritik lernen und Verbesserungen erlauben. Und immer bereit sein zu lernen.“
Die einfache Mission der Pfarre lautet: „Liebe Gott. Liebe deinen Nächsten. Macht alle zu Jüngern!“

„Das Licht des Glaubens: Mit diesem Ausdruck hat die Tradition der Kirche das große Geschenk bezeichnet, das Jesus gebracht hat. ‚Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht im Finstern bleibt‘ (Joh. 12,46)
Wer glaubt, sieht; er sieht mit einem Licht, das die gesamte Wegstrecke erleuchtet, weil es vom auferstandenen Christus her zu uns kommt, dem Morgenstern, der nicht untergeht.“
(Papst Franziskus in Lumen fidei 1)

Weitere Anregungen unter www.osfs.eu,
www.franzvonsaleslexikon.de
www.pastoralinnovation.at

Würdig für den Empfang der Kommunion?

Albrecht Dürer: Betende Hände, Ill. aus Wikipedia

Viele katholische Gläubige haben oft Probleme damit, ob sie würdig sind, zur Kommunion zu gehen. Sie meinen, zuerst müssten sie immer zur Beichte gehen.

Diese Frage hat Papst Franziskus in seinem Lehrschreiben „Die Freude des Evangeliums“ aufgegriffen (Abschnitt 47):

‘Die Eucharistie ist, obwohl sie die Fülle des sakramentalen Lebens darstellt, nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen. Diese Überzeugungen haben auch pastorale Konsequenzen, und wir sind berufen, sie mit Besonnenheit und Wagemut in Betracht zu ziehen. Häufig verhalten wir uns wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre Förderer. Doch die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.’

Zur Begründung für dieses Verständnis der hl.Messe führt der Papst einige Texte von Kirchenvätern an:
Ambrosius: »Ich muss ihn immer empfangen, damit er immer meine Sünden vergibt. Wenn ich ständig sündige, muss ich immer ein Heilmittel haben «; »Wer das Manna aß, starb; wer von diesem Leib isst, wird die Vergebung seiner Sünden erhalten.«
Cyrill von Alexandrien: »Ich habe mich geprüft und erkannt, dass ich unwürdig bin. Denen, die so reden, sage ich: Und wann werdet ihr würdig sein? Wann werdet ihr also vor Christus erscheinen? Und wenn eure Sünden euch hindern, näherzukommen, und wenn ihr niemals aufhört zu fallen – wer bemerkt seine eigenen Fehler, sagt der Psalm – werdet ihr schließlich nicht teilhaben an der Heiligung, die Leben schenkt für die Ewigkeit?«

Man darf den Empfang der Kommunion nicht isoliert betrachten. Die Süße der Vereinigung mit dem Leib Christi am vollsten auskosten können wohl diejenigen Menschen, die Gott so in ihren Alltag integriert haben, dass sie selbst ein Gefühl dafür entwickeln konnten, mit ihren Zweifeln und Niederlagen von ihm ganz genau so angenommen zu sein wie in Freude und Ekstase.

“Auf Gott vertrauen im süßen Frieden des Glückes, das kann jeder. Aber mit restloser Hingabe zu ihm sich flüchten in Sturm und Wetter, das können nur die, die seines Geistes sind. Das ist es, was seine göttliche Majestät von dir verlangt. Wenn du das kannst, wirst du mit Staunen vor einem Seelenwunder stehen, in dem du früh oder spät all die Schrecken dahinschwinden siehst, in denen deine Seele zittert.”

(Aus Franz v. Sales: Auf heiligen Bergen) 

Die Beichtkirche im Herzen Wiens seit 1907

Die Annakirche

ist weithin bekannt als Kirche, in der stets Beichtgelegenheit angeboten wird.

Unter Katholiken (besonders unter Priestern und Bischöfen) hört man oft die Klage: Niemand geht mehr zur Beichte!

Daher einige Gedanken zum Sakrament der Buße:

1. Viele sagen: Wozu soll ich beichten?
Ich bin ja in Ordnung; die Frage meiner Schuld mache ich mit Gott direkt aus, dazu brauche ich keinen Menschen, auch keinen Priester.
Man soll einem Menschen, der so denkt, auch nicht einreden, dass er zur Beichte gehen muss. Lange genug wurden die Menschen zum Empfang der Sakramente moralisch verpflichtet. Wie man mittlerweile sieht, war das nicht „nachhaltig“, wie man heute sagt. Wir müssen einem solchen Menschen nicht einreden: Du musst dich schuldig erfahren.
Es gibt anderseits Menschen, die zur Beichte gehen und das sehr schätzen und erleichtert werden. Sie gehen entlastet aus der Beichte in das Leben.
Die Begegnung mit Gott in diesem Sakrament kann offensichtlich hilfreich, beglückend und ein Gewinn sein.

Weitere gute Gründe, dieses Angebot der Annakirche wahrzunehmen, entdecken Sie, wenn Sie

2. Viele klagen: Ich habe keinen Menschen!
Ich habe niemanden, mit dem ich über meine Probleme reden könnte.
Es muss nicht gleich eine Beichte sein. Manche kommen in den Gesprächsraum, um sich auszusprechen. Wenn viele Leute wüssten: In St. Anna, da kannst du beichten gehen, da kannst du auch hingehen, um alles von der Seele zu reden, würden das viele vielleicht dankbar annehmen.
Es gibt viele einsame Menschen in einer Großstadt. Es gibt manche Orte, die dafür da sind, Menschen das Angebot eines Gespräches zu bieten, auch mit der Möglichkeit, sich Schuld von der Seele zu reden.

3. Warum muss ich beichten gehen?
Ich muss nicht. Aber das Angebot für Gespräch und Beichte steht! Täglich.
Für die Beichte spricht die Möglichkeit, sich Not und Schuld von der Seele zu reden. Wer Versöhnung mit Gott sucht, darf mit den Ohren vernehmen: „ Deine Sünden sind dir vergeben.“ Weil wir keine rein geistigen Wesen sind, sondern Menschen mit Leib und Sinnen, ist es befreiender, das mit den leiblichen Ohren hören zu können, als sich selbst zu sagen: „Gott vergibt mir.“ Das Ritual des Sakramentes wird der leib-seelischen Natur des Menschen gerecht.
So will ich nicht sagen: Du musst unbedingt zur Beichte gehen, aber entlastend und hilfreich kann es sein.

4. Manche möchten das Angebot für Beichte und Gespräch gerne wahrnehmen, aber sie sind unsicher.
Sie haben keine Praxis und fürchten, sich zu blamieren. Deswegen seien einige Details in der Kirche geschildert. Im „Beichtstuhl“ der Kirche St. Anna gibt es zwei Seiten. Die eine Seite ist zum Knien und anonym, die andere Seite ist ein Raum mit Sitzgelegenheit an einem Tisch. Da sitzen sich Priester und Gesprächspartner(in) gegenüber. Man darf ruhig seine Unsicherheit aussprechen und sich einfach dem Gespräch stellen. Die Priester bringen zwar Erfahrung mit, aber sie verstehen sich selbst als Suchende, die auf dem Weg sind. Sie verstehen sich nicht als Richter, sondern als Helfende.
Bei Gesprächen bemühen sie sich, mit dem Gegenüber gemeinsam zu Lösungen zu kommen.

5. In jedem Menschen, der Gespräch oder die Beichte sucht,
sehen die Priester jemanden, der leidet, Fragen hat, Kontakt sucht, an sich arbeitet, umkehren möchte, den Wunsch hat nach Versöhnung. Es kann sein, dass jemand sich schwer tut, dass er das, was in ihm vorgeht, selbst nicht richtig ausdrücken kann und einfach Hilfe will, sich klarer zu sehen. Die Priester sind keine perfekten Konfliktlöser, aber man kann sich im Gespräch gemeinsam bemühen, deutlicher zu sehen. Viele erleben im Geschenk der Versöhnung mit Gott eine große Gabe und Entlastung.
In der Begegnung in der Beichte geht es auch immer um Befreiung von Ängsten.

6. Man kann einem Menschen, der kein Schuldbewusstsein hat, nicht befehlen: „Geh beichten!“
Es muss ihn eine Not, eine Last dazu bewegen. Die Begegnungen von Schuldigen mit Jesus sind aus freien Stücken. Die stadtbekannte Sünderin sucht Jesus im Haus des Pharisäers auf, um Vergebung zu empfangen. Zachäus sucht Jesus in seinem Unbehagen mit sich, der verlorene Sohn im Gleichnis bricht von sich aus auf zum Vater, um Vergebung zu erlangen.

7. Es gibt allerdings auch den Fall, dass jemand sich für unschuldig hält und von einem anderen zur Erkenntnis seiner Schuld gebracht wird.
Dafür ist König David mit dem Propheten Natan ein gutes Beispiel. David hat die Frau des Urias geschwängert. Er will jedoch nicht, dass es ihr Ehemann Urias erfährt, und als alle Versuche, es zu vertuschen, nichts nützen, lässt er ihn im Krieg umkommen. Das hat den König David als Schuld nicht belastet. (Wozu beichten?) Da schickt Gott den Propheten Natan zu David, der ihm eine Geschichte von einem reichen Mann erzählt, der einem armen Bauern sein einziges Schaf weggenommen hat, weil er gierig danach war. David ist so erzürnt, dass er eine schwere Strafe für den reichen Bauern fordert. Damit ist er dem Natan gerade ins Messer gelaufen, denn Natan sagte zu ihm: „Du selbst bist dieser Mann!“ wegen seines Verbrechens gegenüber Urias. David hat das eingesehen und bereut und Buße getan. Er musste erst zur Erkenntnis einer Schuld geführt werden.
Das kann es heute auch geben.

P. Alois Bachinger OSFS